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	<title>Meditation Aktuell &#8211; Individuelle Meditation</title>
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	<title>Meditation Aktuell &#8211; Individuelle Meditation</title>
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		<title>Meditationsmeister im Westen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berühmte Personen]]></category>
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		<category><![CDATA[Gendün Rinpotsche]]></category>
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					<description><![CDATA[Gendün Rinpotsche (auch Rinpoche geschrieben) wurde 1918 in Kahm, Ost Tibet, geboren. Er hatte von frühester Kindheit an tiefe Sehnsucht nach dem spirituellen Weg. Während der Sommermonate, wenn die Familie ihre Herden auf die Weiden führte, lebte die ganze Familie in einem großen Zelt. Gendüns Lieblingsspiel als kleiner Junge war, sich etwas abseits einer Hütte [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Gendün Rinpotsche (auch Rinpoche geschrieben) wurde 1918 in Kahm, Ost Tibet, geboren. Er hatte von frühester Kindheit an tiefe Sehnsucht nach dem spirituellen Weg. Während der Sommermonate, wenn die Familie ihre Herden auf die Weiden führte, lebte die ganze Familie in einem großen Zelt. Gendüns Lieblingsspiel als kleiner Junge war, sich etwas abseits einer Hütte aus belaubten Zweigen zu bauen, in der er sich in Meditationshaltung hinsetzte und verkündete: „Ich bin ein Einsiedler.“ Gendün erinnert sich an diese Zeit: „Obwohl ich damals noch keine religiöse Erziehung erhalten hatte, sehnte ich mich zutiefst nach dem heiligen Dharma. Ich beobachtete sehr genau das Leben meiner Eltern, die einfache und aufrichtige Leute waren. Ich sah, dass die Belange dieses Lebens sie ganz und gar in Anspruch nahmen, und sagte mir: Alle weltlichen Aktivitäten sind sinnlos und ohne Bestand. Worin besteht ihr Nutzen zur Zeit des Todes? Durch dieses intensive Nachdenken wandte sich mein Geist für immer von weltlichen Dingen ab. Mein Vater versuchte immer wieder, mir sein Handwerk beizubringen, nur all seine Mühe war vergebens. Es gelang mir einfach nicht, mit dem Werkzeug geschickt umzugehen. Meine Eltern waren um meine Zukunft besorgt. Schließlich gaben sie meiner wiederholten Bitte nach, einen Meister ausfindig zu machen, von dem ich den heiligen Dharma lernen könne. Sie entschlossen sich, mich in das nahegelegene Kloster von Khyodrag zu bringen, wo ich eine spirituelle Erziehung und gleichzeitig alles für meinen Lebensunterhalt Notwendige erhielt.“<br><br>So begann Gendün mit gerade sieben Jahren seine Lehrzeit im Kloster. Er lebte sehr einfach und befolgte in allem die Regeln der Klostergemeinschaft. Schon bald wurde er aufgrund seiner vorbehaltlosen Bereitschaft, anderen zu helfen und alles mit ihnen zu teilen, für viele ein Vorbild. Doch er interessierte sich weniger für die traditionellen Aktivitäten der Mönche, die aus Lektüre und Rezitation von Texten, Herstellen von Tormas, rituellen Tänzen und anderen formellen Studien bestanden. Anders als die übrigen Mönche wollte er vor allem meditieren und verbrachte, um dies zu erlernen, seine Egend zu Füßen der großen Meister im Kloster.<br><br>Während der Zeit seiner Ausbildung als Heranwachsender führte Gendün einige Einzel Retreats durch. Mit 17 Jahren erhielt er die volle Ordination und mit 21 Jahren begann er im Retreat Zentrum seines Klosters das traditionelle Dreijahresretreat.<br><br>Da er unerschütterliches Vertrauen und tiefe Hingabe besaß, war Lama Gendün ein makelloses Gefäß für die Lehre. Er konnte die Übertragungen seiner Lamas vollkommen in sich aufnehmen und sein Geist wurde vollständig von ihrem Geist durchtränkt. Er praktizierte die Sechs Yogas von Naropa, Unterweisungen zur Praxis mit den subtilen Kanälen und Winden. Von da an trug er nur noch ein einfaches Baumwolltuch, und aufgrund seiner Verwirklichung des Yogas innerer Hitze (Tummo) erlangte er die Fähigkeit, Schnee und Eis zu schmelzen. Sogar im tiefsten Winter brauchte er keine Heizung in seiner Zelle. Ein anderes Zeichen seiner tiefen Meditation war, dass er weder Hunger noch Durst hatte und nur noch sehr wenig aß und trank. Er erlangte direkte und bleibende Kenntnis auch der subtilsten geistigen Zustände.<br><br>Nach seinem Dreijahresretreat blieb er noch mehrere Jahre in strenger Zurückziehung im Kloster Khyodrak, wo er intensiv in Abgeschlossenheit meditierte. Seine Tür blieb verschlossen und der einzige Mensch, zu dem er Kontakt hatte, war sein Koch, der den Schlüssel zu seiner Zelle hütete.<br><br>Eines Tages besuchte ihn sein Wurzellama Tulku Tendsin von Khyodrak. Er ließ die Tür zu Lama Gendüns Zelle öffnen und sagte: „Es ist jetzt an der Zeit für dich hinauszugehen. Deine Meditation ist vollendet. Du hast Verwirklichung in der Praxis erlangt, und es ist nicht länger nützlich, in Zurückgezogenheit zu bleiben. Du bist wahrhaftig zu einem „Halter des Segens“, einem Vermittler unerschöpflicher Güte geworden und kannst von nun an durch ein Leben unter den Menschen zum Wohl der Wesen wirken. Deine Verwirklichung ist unumstößlich. Du bist wie ein goldener Fels, da kannst du dir sicher sein. Handle von jetzt an nach deinem eigenen Ermessen.“ Gendün ging also auf Pilgerreise und besuchte die heiligen Stätten von Tibet und Nepal, wo er viele Opferungen und intensive Wunschgebete machte. Danach begab er sich wieder ins Retreat und meditierte in verschiedenen Höhlen, die von großen Meistem der Vergangenheit wie Padmasambhava und Milarepa gesegnet waren.<br><br>Dort erwarb Gendün Rinpotsche seine Verwirklichung. Jeder, der ihm begegnete, spürte unmittelbar die Kraft seines spirituellen Einflusses, seiner Güte und die warme Ausstrahlung seines Mitgefühls.<br><br>Als sich Ende der fünfziger Jahre die Ereignisse in Tibet zuspitzten und das Land vollständig militärisch besetzt wurde, lebte Gendün Rinpotsche immer noch zurückgezogen in den Bergen. Da erschien ihm eine weibliche Schutzgottheit, die ihm riet, nach Süden aufzubrechen und ihm ihren Schutz für die Gegenwart und die Zukunft versprach. Ohne den Weg im mindesten zu kennen, begab er sich zusammen mit zwei Freunden auf den Weg. In der Gewissheit des Schutzes der Drei Juwelen gelang es ihnen, die chinesischen Linien zu durchqueren und nach Indien zu gelangen. Dort angekommen gingen sie zum 16. Gyalwa Karmapa, der Gendün Rinpotsche kurze Zeit später zu einem seiner Wohltäter in Kalimpong in Bengalen schickte. Dort lebte Gendün Rinpotsche etwa weitere zwölf Jahre in Zurückgezogenheit.<br><br>Jedes Jahr begab sich der Rinpotsche nach Rumtek, zum Kloster des 16. Karmapa in Sikkim und erhielt von ihm viele Übertragungen. Dann wurde er vom Karmapa zur Betreuung eines neuen Klosters nach Bhutan geschickt.<br><br>1974 wandte sich der Karmapa, der seine erste Reise in den Westen vorbereitete, mit folgenden Worten an Gendün: „Ich werde nach Amerika und Europa reisen. Die Menschen dort sind wohlhabend, nur sie kennen die Lehre des Dharma nicht und leiden deshalb sehr unter ihren Emotionen, wie Stolz, Eifersucht, Begierde und Hass. Nur eine authentische spirituelle Praxis kann ihr Leid lindern und sie zur Befreiung führen. Wenn alle Voraussetzungen für die Weitergabe der Lehren des großen Fahrzeugs zusammenkommen, wird es deine Aufgabe sein, sie im Westen zu verbreiten. Dagegen gibt es nichts einzuwenden, ich kenne die Zeichen. Ich weiß, dass du ein Lama bist, der seine Praxis zum Abschluss gebracht hat. Für dich ist jetzt die Zeit gekommen, zum Wohl der Wesen zu wirken.“<br><br>Gendün erinnert sich an seine Reaktion: „Von der Aussicht auf solch eine Aufgabe fühlte ich mich völlig erschlagen. Ich sagte nichts, denn ich war unfähig zu antworten.“ Karmapa legte mir seine Hand auf den Kopf und sage lächelnd: „Ein Gönner hat mir einen Teil seines Besitzes in Frankreich geschenkt. Wir sollten dort ein großes Zentrum aufbauen, von dem sich die Lehre des Dharma verbreiten kann. Viele Menschen im Westen können dadurch Zugang zu den Lehren Buddhas finden, und das wird sehr hilfreich für sie sein. Du wirst also nach Europa gehen. Sei unbesorgt, du besitzt das zur Erfüllung dieser Aufgabe notwendige Karma. Die Zeit ist für dich gekommen, ans Werk zu gehen.“<br><br>Lama Gendün Rinpotsche kam im August 1975 in Frankreich an. Von da an widmete er sich ohne Unterbrechung der ihm durch Gyalwa Karmapa anvertrauten Aufgabe: den unverfälschten Dharma im Westen zu verbreiten. Seine Aktivität führte ihn in die meisten Länder Europas. Er machte Dhagpo Kagyu Ling in der Dordogne zu einem bedeutenden Dharma Zentrum und gründete 1984 Dhagpo Kündröl Ling in der Auvergne mit seinen Retreat Zentren, Praxis Klöstern und dem großen Tempel.<br><br>Lama Gendün Rinpotsche war Mönch, Yogi und vollendeter spiritueller Meister. Der 16. Gyalwa Karmapa gab ihm die gesamte Übertragung der Kagyü Schule und macht ihn damit zu einem seiner Linienhalter. Gendün Rinpotsche hat maßgebend an der Verwurzelung des Dharma in Europa mitgewirkt und verließ seinen Körper am 31. Oktober 1997.<br></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Der 16. Gyalwa Karmapa (Rangdjung Rigpe Dordje):<br>„Mit Jigmela lasse ich euch mein Herz, mit Gendün Rinpotsche ein reines Juwel.<br><br>„Ich habe keine Lebensgeschichte. Ich habe nur Tee getrunken und Tsampa gegesssen.“<br>Gendün Rinpotsche</p>
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		<title>Meditation nach Maß</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/meditation-nach-mass/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[Betrachtung über den Weg der individuellen Meditation Milenko Vlajkov ist ein Meditationsmeister, der seit 1984 die Lehre der individuellen Meditation im Westen vertritt und verbreitet. Seit 1992 lebt und unterweist er die Meditationspraxis in Süden Deutschlands. Das Programm umfasst Vorträge und Workshops zum Thema der individuellen Meditation und der persönlichen Entwicklung. Täglich kurze Übungen bereiten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Betrachtung über den Weg der individuellen Meditation</strong><br><br>Milenko Vlajkov ist ein Meditationsmeister, der seit 1984 die Lehre der individuellen Meditation im Westen vertritt und verbreitet. Seit 1992 lebt und unterweist er die Meditationspraxis in Süden Deutschlands. Das Programm umfasst Vorträge und Workshops zum Thema der individuellen Meditation und der persönlichen Entwicklung. Täglich kurze Übungen bereiten den Schüler darauf vor, einmal im Jahr eine Meditationswoche mitzumachen, bei der er die erste Einsicht in die wahre Natur aller Dinge bekommen kann. Ein Gespräch am Vorabend eines Workshops hat mich dazu bewegt, diesen Artikel zu schreiben.<br><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color"><em>Frage: Können Sie mit dem Unterschied zwischen den verschiedenen Meditationswegen und dem Weg der individuellen Meditation etwas verdeutlichen?</em><br></mark><br><strong>Milenko:</strong> Alle Meditationsansätze und Meditationslehren einschließlich der wissenschaftlichen Meditationen basieren darauf, dass der Schüler eine Anweisung bekommt und diese dann praktiziert, manchmal auch jahrelang. Wenn der Schüler eines Tages die notwendige schwingungslose Konzentration erworben hat, kann er eine anspruchsvolle Aufgabe bekommen, um die spirituelle Realität zu erforschen. Im Unterschied dazu wechselt die individuelle Meditation die Aufgaben in regelmäßigen Abständen, denn unser Ansatz basiert darauf, dass der Schüler möglichst viele, unterschiedliche Meditationen bekommt, damit sein Geist ständig gefördert wird.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Sind das die gleichen Prinzipien, wie sie die Lernpsychologie entdeckt hat?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Ja, diese Prinzipien verweisen darauf hin, dass wir nur dann unerwünschten Gewohnheiten abbauen können, wenn sie der Übende mit immer neuen, ungewöhnlichen Sachen beschäftigt. Gewohnheitsmäßig praktizierte Meditation verfestigten den vorhandenen Zustand und der Schüler macht keinen Fortschritt mehr. Die Aufgabe eines guten Meisters ist es, darauf zu achten, dass seine Schüler ihre ineffizienten Denk- und Verhaltensmuster abbauen, indem sie sich der Automatismen bewusstwerden.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Können sie etwas genauer darauf eingehen, welche Kriterien sie anwenden, um die entsprechenden Meditationen für den Schüler zu bestimmen?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Wichtige Faktoren, die die individuelle Meditation berücksichtigen und die in keiner anderen Lehre beurteilt werden, sind z.B. das Alter des Übenden, das Geschlecht, die geistige und körperliche Verfassung, die Lebensumstände, der Beruf, die Einstellung und die Fähigkeit, mit der Meditation umzugehen, dass schon vorhandene Wissen und die Erfahrung des Schülers.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Was wird damit erreicht, wenn die persönlichen wichtigen Faktoren zur Bestimmung der Meditation herangezogen werden?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Das Ziel und die Kriterien für die richtige Meditation sind eigentlich, dem Übenden die Aufgabe zu erteilen, die er gerade nach erledigen, jedoch nicht vollkommen umsetzen kann. Der Übende soll so herausgefordert sein, wie jemand, der mit letzten Kräften ans Ziel kommt und am Ziel sogar vor Erschöpfung zusammenbricht, damit er tatsächlich die Blockaden im Geiste abbauen kann. Die Meditation als solche ist eine kleine Übung, die immer dazu dient, die phylogenetisch jüngsten Funktionen des Bewusstseins zu fördern und zu erhalten.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Zum Begriff „phylogenetisch“ ist zu sagen, dass damit die stammesgeschichtlich jüngsten Entwicklungsstufen der Menschheit gemeint sind, wie z. B. das Denkvermögen, die Logik und die Kreativität. Welche Bedeutung und welche Verbindung haben phylogenetische Funktionen zur Meditation?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Diese jüngsten Faktoren der Menschen sind am sensibelsten. Wenn sie nicht gepflegt werden und wenn man das nicht berücksichtigt und sie nicht benutzt, dann werden diese Funktionen am ehesten zurückgebildet. Wir beschäftigen uns damit, weil wir davon ausgehen, dass das einzige Bekannte, was wir haben, dieses Leben ist und dass wir in diesem Leben so viel wie möglich erreichen wollen. Wir wollen nicht mit der Wiedergeburt und mit Karma spekulieren, da es keine hundertprozentigen Beweise dafür gibt. Wir wollen uns in unserem Inneren von allen Blockaden wie Haften und Gier befreien. Nur wir wollen nicht das Menschliche in uns vernichten.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: In welchem Zusammenhang steht das Befreien von Haften und das Vernichten des Menschlichen?<br></mark></em><br><strong>Milenko: </strong>Hier ist ein großer Unterschied zum Buddhismus und Hinduismus, die davon ausgehen, dass man sich vom Haften befreien muss, um die Erleuchtung zu erlangen. Das wird z. B. im Buddhismus dadurch erreicht, dass man keine Gedanken, Absichten oder Wünsche hat. Es gibt hierzu ein bekanntes Schlagwort, was auch in anderen Traditionen bekannt ist, nämlich „im Hier und Jetzt“ zu leben.<br>Das Ziel der Lehre der individuellen Meditation ist, den Übenden zu befähigen, sich je nach Bedarf von allen Wünschen zu befreien, die er nicht erfüllen kam. Solange wir leben, ist es angenehmer, mit den Wünschen zu leben und auf die, die wir nicht erfüllen können, so zu verzichten, als hätten wir sie überhaupt nicht. Wenn wir letztendlich wissen, wir werden sterben, dann ist es besser, alle Wünsche zu löschen und endgültige Erleuchtung laut der buddhistischen Tradition zu erlangen und ins Nirvana zu gehen. Die Voraussetzung dafür ist jedoch ein hoch geschulter Geist.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Bedeutet das, dass es möglich ist, in diesem Leben Erleuchtung zu erlangen?</mark></em><br><br><strong>Milenko: </strong>Das ist eine sehr ungenaue Frage, weil wir zuerst den Begriff der Erleuchtung definieren sollten. Wenn die Erleuchtung darin besteht, inneren Frieden zu haben, dann ist es möglich; wenn die Erleuchtung darin besteht, ewiges Glück zu haben oder in ewiger Ekstase zu leben, dann ist es nicht möglich. Wenn die Erleuchtung darin besteht, in einem ewig harmonischen Zustand zu bleiben, dann ist es auch nicht möglich.<br>Die Hoffnung, ewig glücklich zu sein, entspricht nicht der menschlichen Natur. Ewig glücklich zu sein ist genauso fesselnd, genauso hemmend für die Entwicklung wie die Idee, ewig unglücklich zu sein. Wenn aber die Erleuchtung darin besteht, Einsicht in die wahre Natur aller Dinge zu bekommen und wenn diese Einsicht jederzeit, bei jeder nächsten Gelegenheit, bei jeder nächsten Aufgabe, wie eine blitzartige Einsicht auf jede Antwort kommt, dann ist es möglich. Das ist einfach ein plötzliches Erwachen.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Habe ich einen Vor- oder Nachteil, wenn ich schon seit längeren Jahren meditiere?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Das hängt davon ab, ob du nur eine Meditation oder unterschiedliche Meditationen praktizierst und ob diese Aufgaben deinen Bedürfnissen und deiner Situation entsprechen. Im Sommer sollte eine Meditation eine abkühlende und beruhigende Wirkung haben, damit die Person die Hitze gut verträgt. Praktiziert die Person dieselbe Meditation im Winter, kühlt sich der Übende noch mehr ab und setzt die eigenen Abwehrkräfte dadurch herab. Das ist so, als wurde jemand im Winter viel Eis essen, um die Kälte nicht mehr so deutlich zu spüren. So ist es auch mit der Meditation, d. h., wenn die Meditation passend ist, den Jahreszeiten und den Umständen angepasst, dann kann die Meditation einen Nutzen haben. Nur nach einem Jahr hat die Meditation sowieso die Entwicklungskraft verloren und die Person braucht eine andere, anspruchsvollere Aufgabe, sonst wird die Meditation zur Gewohnheit und blockiert die Weiterentwicklung.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Herr Vlajkov, ich bedanke mich für das informative Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Bekanntmachen und Entwickeln der Lehre der individuellen Meditation.<br></mark></em>(ES)</p>
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		<title>Buchbesprechung – Zen-Geist, Anfänger-Geist</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/buchbesprechung-zen-geist-anfaenger-geist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
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		<category><![CDATA[Meister]]></category>
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		<category><![CDATA[Shumryu Suzuki]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Zen]]></category>
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					<description><![CDATA[Buchbesprechung Zen-Geist, Anfänger-Geist, Unterweisungen in Zen-Meditationvon Shunryu Suzuki (Autor)Originalverlag: Theseus Verlag in Kamphausen Media GmbH, ISBN: 978-3-442-34576-2 Kurzbeschreibung Zen-Geist ist einer der rätselhaften Ausdrücke, die von Zen-Lehrern benutzt werden, um die Menschen auf sich selbst zurückzuwerfen, um sie zu veranlassen, ihren alltäglichen Geist zu hinterfragen und sich darüber zu wundem, was und wie dieser Geist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-large-font-size wp-block-paragraph">Buchbesprechung</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Zen-Geist, Anfänger-Geist, Unterweisungen in Zen-Meditation</strong><br>von Shunryu Suzuki (Autor)<br>Originalverlag: Theseus Verlag in Kamphausen Media GmbH, ISBN: 978-3-442-34576-2<br><br>Kurzbeschreibung<br><br><strong>Zen-Geist </strong>ist einer der rätselhaften Ausdrücke, die von Zen-Lehrern benutzt werden, um die Menschen auf sich selbst zurückzuwerfen, um sie zu veranlassen, ihren alltäglichen Geist zu hinterfragen und sich darüber zu wundem, was und wie dieser Geist eigentlich ist.<br><br>Die Unschuld dieser Nachforschung ist ein <strong>Anfänger-Geist, </strong>es ist der offene Geist, die Haltung, die sowohl Zweifel wie Zuversicht einschließt sowie die Fähigkeit, die Dinge immer frisch und neu zu sehen.<br><br><strong>Zen-Geist </strong>– <strong>Anfänger-Geist </strong>handelt davon, wie Zen zu praktizieren ist. Es geht ein auf Haltung und Atmung, auf die grundlegende Einstellung und das Verständnis, die Zen-Praxis möglich machen, auf Nicht-Dualität, Leerheit und Erleuch­tung. Man beginnt zu verstel.cn, was Zen wirklich bedeutet.<br><br>Die Biografie des Autors wurde schon an dieser Stelle (<a href="https://individuelle-meditation.org/buchbesprechung-shunryu-suzuki-oder-die-kunst/">Shunryu Suzuki oder die Kunst&#8230;.</a>) vorgestellt.<br><br>Wer ihn noch nicht kennt, ist mit diesem Buch über Zen mehr als gut beraten und sollte es unbedingt lesen! Suzuki ist in den 60ern von Japan nach Amerika ausgewandert und hat dort über Jahrzehnte hinweg junge und alte Amerikaner als Zen Schüler angenommen und unterrichtet. Unter anderem hat er auch das erste Zen Kloster im Westen gegründet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den vielen Jahren in Amerika hat er die „westliche“ Art zu leben und zu denken kennengelernt. Dadurch wird das Buch besonders zugänglich und gut verständlich. Seine ganze Geschichte wird in der Biografie erzählt und es wird auch das vorliegende Buch erwähnt.<br>Besonders für den „Anfänger“ ist dieses Buch hilfreich, gibt es doch Einsicht in den Zen-Gedanken genauso wie Anleitung für die Praxis. Wer sich alleine in Zazen übt und im Alltag versucht Zen zu e­ben, wird dankbar die vielen Impulse, die das Buch bzw. Suzuki Roshi gibt, annehmen. Suzuki spricht nicht viel von Erleuchtung oder Satori oder anderen Glückszuständen, die viele Übende so oft anstreben – einfach „sitzen“ &#8230;!<br>Das Buch ist auf Initiative einiger seiner Schüler entstanden, die erfolgreich seine Vorträge zu­sammengefasst haben. Es ist in kurze Kapitel gefasst, wohl den Vortragen entsprechend, aber aufeinander aufbauend, sodass sich dem Leser mit jedem Kapitel etwas mehr erschließt. Dieses Buch ist mehr als ein Ratgeber oder eine Anleitung; es enthält den Geist Suzukis – zumindest für den, der es aufmerksam zu lesen versteht.<br>Karin Mikel</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Koan – Ein Blick in die Realität</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/koan-ein-blick-in-die-realitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Koan]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
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					<description><![CDATA[Koan bedeutet wörtlich: öffentliche Dokumente. Seit Jahrhunderten ist das ein meist kurzer Dialog zwischen Meister und Schüler, der dem Schüler hilft, den Quantensprung vom Verstand zum Nicht-Verstand, dem Zustand wacher Gedankenlosigkeit, zu vollziehen.Ein Koan beinhaltet nicht die persönliche Meinung eines einzelnen Menschen, sondern das höchste Prinzip. Es kann nicht durch Logik erfasst, nicht mit Worten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Koan bedeutet wörtlich: öffentliche Dokumente.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Seit Jahrhunderten ist das ein meist kurzer Dialog zwischen Meister und Schüler, der dem Schüler hilft, den Quantensprung vom Verstand zum Nicht-Verstand, dem Zustand wacher Gedankenlosigkeit, zu vollziehen.<br>Ein Koan beinhaltet nicht die persönliche Meinung eines einzelnen Menschen, sondern das höchste Prinzip. Es kann nicht durch Logik erfasst, nicht mit Worten wiedergegeben und nicht in Schriften erklärt werden; es lässt sich nicht mit dem Verstand messen.<br>Eines der ersten Koans wurde von Buddha auf dem Geierberg vermittelt. Buddha saß dort mit einer Lotusblüte in der Hand vor seinen Schülern und schwieg, anstatt einen Vortrag zu halten, wie es alle erwartet hatten. Die Mönche wurden bereits unruhig, als einer von ihnen zu lachen begann. Da stand Buddha auf, gab ihm die Lotusblüte und ging.<br>Wie kommt es nun, dass es bis heute lediglich 1.700 Koans gibt? Koans können nur von Menschen mit erleuchtetem Geist geschaffen werden, die das, was sie verstanden haben, mitteilen wollen. Koans sind nicht dafür da, Wissen über bestimmte Gebiete zu vermitteln oder Themen für Diskussionen zu liefern.<br>Im Westen wird das Koan oft als eine Art Rätsel verstanden. Ein Rätsel ist allerdings über den Verstand, durch rationales Denken zu lösen.<br>Ein Koan hingegen ist ein Paradoxon, das mithilfe unseres normalen Denkens nicht erfasst werden kann. Es kann nur von einer Ebene außerhalb des Verstandes verstanden werden, wenn sich ein Zustand von „Nicht-Verstand“, von „Gedankenlosigkeit“ einstellt. In dieser „Lücke“ zwischen den Gedanken kann ein Koan erfahren werden.<br>Diese existentielle Erfahrung ist das Kernstück der Koan Übungen, die in der Rinzaischule des ZEN ihre stärksten Anwendungen finden.<br>Normalerweise ist unser Geist unruhig, Gedanken kommen und gehen und es gibt kaum einen Augenblick der Stille, der Zentriertheit. In unserem normalen mentalen Zustand lassen wir uns vom Strom der Gedanken mitreißen, die von hier nach da ziehen, halten uns ständig entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft auf. Das Koan hilft dem Übenden, sich zu konzentrieren. Alle Aufmerksamkeit fokussiert sich auf einen Punkt und von da an können wir das Sein, das Wesen der Existenz wie ein Pfeil aus reinem Bewusstsein durchdringen und erfahren.<br>Mit dem Wort <em><strong>Kung</strong></em> (oder <em>Ko</em> „öffentlich“) ist gemeint, dass das Koan keine persönlichen Deutungen zulässt. Das <strong><em>an</em></strong> (= Dokumente) bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Aufgezeichnete mit den Lehren der Weisen in Einklang steht.<br>Was heißt „im Einklang mit den Lehren der Weisen?“ Die heiligen Männer waren sehr betrübt darüber, dass fühlende Wesen sich an den Kreislauf von Geburt und Tod und an die Täuschungen und Irrwege der Sinne klammerten. Also stellten sie mit den Koans Worte zur Verfügung, um das Wortlose verfügbar zu machen, und gaben Formen vor, um das Formlose greifbar zu machen.<br>Die Erleuchteten standen jedoch alle vor einem Problem: Wie kann man das ausdrücken, was man nicht ausdrücken kann?<br>Tözan meinte dazu: „Wenn alles verstanden ist, sind die Worte vergessen.“<br>Osho formulierte es so: „Wahrheit wird in der Stille erfahren. Und wenn Wahrheit durch Stille erfahren wird, kann sie auch nur durch Stille ausgedrückt werden.“<br>Die alten Meister waren daher sehr kreativ, wenn es darum ging Mittel und Wege zu ersinnen, um ohne Worte zu sprechen. Sie provozierten, schüttelte, schlugen und rüttelten die Schüler so lange und immer wieder, bis sie die wahre Natur aller Dinge, die Wirklichkeit erkennen konnten. Die Meister brüllten, nahmen den Stock oder machten eine knappe Bemerkung – alles war recht, um eine Lücke im unablässigen Strom der Gedanken herzustellen. Ihre Abneigung gegen wortreiche Erklärungen wird in Mumons berühmten Zitat deutlich: „Der Gebrauch von Worten ist so, als ob man den Mond mit einem Stock schlagen wollte oder sich am Schuh kratzt, weil der Fuß juckt.“<br>Laufe der Jahrhunderte wurden dann allerdings Dialoge zwischen den alten Meistern und deren Schülern aufgezeichnet und zur Unterweisung von Suchenden verwendet. Diese Aufzeichnungen sind die Grundlage dessen, was uns heute als Koans bekannt ist. Obwohl sie mittlerweile mehrere hundert Jahre alt sind, steckt in ihnen immer noch die gleiche Kraft. Die Koans können die verborgenen Barrieren in uns aufbrechen, die uns davon abhalten, das Leben in seiner wahren Essenz zu führen.<br>Es gibt Bücher zu diesem Thema auch in deutscher Übersetzung. Es macht nur keinen Sinn, diese Aufzeichnungen und Auslegungen zu lesen und zu versuchen diese zu verstehen.<br><br>Oft ist das erste Koan, das ein Schüler bekommt, das Koan von Chao-Chou: Ein Mönch fragte den Zen-Meister Chao-Chou: „Hat ein Hund Buddha Natur?“<br>Chao-Chou antwortete: „Mu!“<br><br>(Das chinesische „Mu“ heißt übersetzt „nichts, nicht-sein“. Es wäre jedoch falsch, die Antwort wörtlich zu verstehen, denn Buddha sagte, dass alle Lebewesen eine Buddha-Natur haben. Hat der Hund nun eine Buddha-Natur oder nicht … ?!) <br>Normalerweise geht der Schüler hinaus und versucht auf das Koan, das ihm gegeben wurde, eine Antwort zu finden. Er setzt sich hin und grübelt, sein Verstand produziert viele Antworten. Immer wieder geht er zum Meister, sagt seine Antwort, und der Meister schickt ihn wieder weg. In den Anfangszeiten kam es auch vor, dass der Meister ihn schlug, ihn hinauswarf, „Falsch! Geh tiefer! Tiefer!“ brüllte – und der Schüler ging, um von vorne anzufangen.<br><br>Es geschieht also ständig das gleiche, bis der Schüler eines Tages endlich die Antwort erfährt. Zunächst versucht er, das Koan über seinen Verstand zu lösen, aus sicherer Entfernung und er bleibt ein Außenseiter. Das versetzt ihn in einen quasi neurotischen Zustand, vergleichbar mit jemandem, der sich an der Spitze einer sehr hohen Stange festhält und dem man sagt, er solle einen Schritt nach vorne machen. Wenn er erst einmal eins geworden ist mit dem Koan, es atmet, isst, lebt, alle Gegensätze in sich aufgenommen hat, offenbart sich die Antwort. Und dann, für einen Augenblick, ist alles verstanden. Der Zen-Meister Hakuin riet seinen Schülern folgendes für die Verwendung von Koans: „Wenn du dir ein Koan vornimmst und es ohne Unterlass erforschst, sterben deine Gedanken und die Forderungen deines Egos werden zerschmettert. Es ist, als ob sich vor dir ein riesiger Abgrund auftun würde und du dich nirgendwo mit Händen oder Füßen festhalten könntest. Du bist mit dem Tod konfrontiert und dein Herz brennt wie Feuer. Dann plötzlich bist du eins mit dem Koan, und Körper und Geist lassen los. Dies ist damit gemeint, wenn man sagt, man erlange Einsicht in seine wahre Natur. Du musst unaufhörlich nach vorne gehen, und wenn du diese gesammelte Konzentration und Aufmerksamkeit aufbringst, kannst du zweifellos bis zur unendlichen Quelle deines Seins vordringen.“<br>(MS)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Workshop zu einem Flyer über „MANTRAS“</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/workshop-bezueglich-eines-flyers-wegen-mantras-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Meditations-Workshop]]></category>
		<category><![CDATA[Mnatra]]></category>
		<category><![CDATA[workshop]]></category>
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					<description><![CDATA[Kritische Auseinandersetzung mit einer Workshopbeschreibung aus der Sicht der individuellen Meditation.Die nachfolgende Beschreibung entstammt einem Flyer zu einem Workshop über die Anwendung von Mantras: Originalbeschreibung: MANTRAS STIMME UND MEDITATION Es werden an diesem Abend Einblicke in die Wirkungsweise einzelner Mantras und die spirituellen Hintergründe gegeben.Im Vordergrund steht aber das Singen, Tanzen, Erleben und Nachspüren.Diese aktive [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Kritische Auseinandersetzung mit einer Workshopbeschreibung aus der Sicht der individuellen Meditation.<br>Die nachfolgende Beschreibung entstammt einem Flyer zu einem Workshop über die Anwendung von Mantras:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Originalbeschreibung:</strong></em></p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p class="has-text-align-center has-ast-global-color-4-background-color has-background wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>MANTRAS</strong><br><br><strong>STIMME UND MEDITATION</strong></p>
</div></div>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p class="has-text-align-left has-ast-global-color-4-background-color has-background wp-block-paragraph"><strong>Es werden an diesem Abend Einblicke in die Wirkungsweise einzelner Mantras und die spirituellen Hintergründe gegeben.</strong><br><strong>Im Vordergrund steht aber das Singen, Tanzen, Erleben und Nachspüren.<br></strong><br><strong>Diese aktive Form der Meditation eignet sich besonders für Menschen, die sich mit dem „An-Nichts-Denken“ schwertun und einen Einstieg in die Meditation suchen.<sup>1</sup>&nbsp;Natürlich auch für alle, die gerne singen. Die Mantras werden mit Instrumenten begleitet.</strong><br><br>In den Kulturen des Fernen Ostens klingen diese Gesänge seit Jahrtausenden durch die Dörfer, Städte und Landschaften und werden von Generation zu Generation weitergegeben.<br>Mantras sind immer wiederkehrende Melodie folgen mit gleichem Text. Sie entspannen<strong><sup>2</sup></strong>&nbsp;den Geist, helfen die Emotionen<sup><strong>3</strong></sup>&nbsp;zu besänftigen und öffnen das Herz. Wer einmal die harmonisierende Wirkung von Mantras kennengelernt hat, möchte sie meist nicht mehr missen.<strong><sup>4</sup>&nbsp;</strong><br><br><strong>„Meine Absicht ist es, die heilende<sup>5</sup>&nbsp;Kraft der Stimme und der Mantras für jeden erfahrbar zu machen.“</strong></p>
</div></div>
</div></div>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Hier sind die Ergebnisse des Workshops:</strong><br><br>Zu 1:<br>Was ist eine aktive Form der Meditation, Mantras oder das Singen, Tanzen, Erleben und Nachspüren?<br>Wenn das oben genannte Singen und Tanzen eine aktive Form der Meditation ist, ist dann das „An-Nichts-Denken“ eine inaktive Form der Meditation?<br>Singen und Tanzen ist mit Sicherheit eine zumindest körperlich aktive Arbeit. Soll dies jedoch meditativ durchgeführt werden, so ist es äußerst zweifelhaft, ob ein in der Meditation ungeübter Mensch die Voraussetzungen für eine solche Art der Meditation mitbringt. Denn das Singen und besonders das Tanzen auf eine meditative Art zu praktizieren, erfordert eine gewisse Entwicklungsstufe.<br>Mit Mantras kann sowohl auf eine aktive als auch eine passive Art meditiert werden. Wobei in der Tradition der individuellen Meditation die jeweilige Meditationsart auf die meditierende Person oder Gruppe zugeschnitten ist. Das „An-Nichts-Denken“ ist eine sehr anspruchsvolle Meditation, die auch in einer sehr aktiven Art durchgeführt werden kann. Schon aufgrund des anspruchsvollen Niveaus ist es deutlich, dass ein Einsteiger mit dieser Meditation seine Schwierigkeiten haben könnte.<br>Zu der falschen Meinung, dass das „An-Nichts-Denken“ inaktiv ist, trägt die körperliche Bewegungslosigkeit beim Meditieren bei.<br><br>Zu 2:<br>Nicht jedes Mantra ist in seiner Wirkungsweise entspannend, auch ist es eine ganz entscheidende Frage der Art und Weise, wie mit dem Mantra meditiert wird. Manche Meditation mit einem Mantra kann eine Person sogar in einen gereizten Zustand versetzen.<br>Die weitere Frage stellt sich, ob eine entspannende Wirkung für die betreffende Person ein förderlicher Prozess ist.<br><br>Zu 3:<br>Nach unserer Meinung sollte die Meditation äußerst selten, und nur unter ganz speziellen Umständen zur Arbeit an den Emotionen eingesetzt werden.<br>Um an den Emotionen zu arbeiten, gibt es wesentlich effektivere Methoden. So zum Beispiel die Rational emotionale Verhaltenstherapie.<br><br>Zu 4:<br>Die in verschiedenen Traditionen erwähnte heilende Wirkung einer Meditation würde deren entwickelnde Kraft mindestens schwächen oder sogar aufheben.<br>Da bei fast allen Krankheiten sehr gute medizinische Möglichkeiten der Behandlung existieren, sind diese den Meditationen vorzuziehen. Hierdurch kann die Meditation für ihr eigentliches Ziel, die Entwicklung der phylogenetisch jüngsten Fähigkeiten des Menschen, verwendet werden.<br><br>Zu 5:<br>Wenn wir eine Meditation mit einem Mantra nicht mehr missen wollen, sind wir in eine Falle getappt. Wir haben uns eine zusätzliche Entwicklungsblockade eingehandelt. Durch die neu erworbene Gewohnheit haben wir begonnen, an der Meditation zu haften. Es bedarf einer intensiven Arbeit beim weiteren Meditieren, damit dies nicht in der Folgezeit ein großes Problem für den Übenden darzustellen.<br>(AW)<br></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Mit diesem kritischen Blick auf den Einladungstext und den daraus gewonnenen Erkenntnissen ist es leicht zu verstehen, wie man generell mit solchen Angeboten umgehen sollte! Immer kritisch betrachten, nichts einfach so hinnehmen, wie es oft aus Unkenntnis versucht wird zu verbreiten und zu lehren. Viele mit unvollständigem Wissen sind bereit, dieses Halbwissen als Lehre weiterzugeben, die angeblich entscheidend zur Weiterentwicklung beiträgt. <br><strong>Deshalb der Rat: Immer erst denken, dann handeln!</strong></p>
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		<title>Zähmen des Elefanten und des Affen – Teil II</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/zaehmen-des-elefanten-und-des-affen-teil-ii/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Zähmen des Elefanten und des Affen]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Bild zeigt auch das Feuer auf jeder dieser Stufen und es stellt die für die Meditation notwendige Kraft dar. Das Feuer erlischt allmählich auf jeder der zehn Stufen des zhine, weil immer weniger Kraft für die Konzentration benötigt wird. Es meldet sich wieder auf der elften Stufe, wenn der Übende mit der Einsichtsmeditation anfängt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Das Bild zeigt auch das Feuer auf jeder dieser Stufen und es stellt die für die Meditation notwendige Kraft dar. Das Feuer erlischt allmählich auf jeder der zehn Stufen des zhine, weil immer weniger Kraft für die Konzentration benötigt wird. Es meldet sich wieder auf der elften Stufe, wenn der Übende mit der Einsichtsmeditation anfängt.<br><br>Göpa lenkt unsere Gedanken auf fünf Arten von Sinnesobjekten: die Geschmacksobjekte, Objekte der Berührung, Objekte des Hörens, Objekte des Sehens, Objekte des Riechens, die durch die Nahrung, durch Textilien, durch Instrumente, durch Düfte und durch den Spiegel symbolisiert sind. Die ersten neun Stufen sind die fünf Wege des zhine. Die zehnte Stufe ist das vollkommene Erlangen, das wahre zhine.<br><br>Wenn wir zhine üben und dabei z. B. Buddhas Bild als Meditationsobjekt benutzen, müssen wir es zuerst so gut wie möglich betrachten, und dann, wenn wir anfangen zu meditieren, beobachten wir nicht das Objekt, sondern wir konzentrieren uns darauf über den Mittelpunkt des inneren Auges. Zuerst wird die Erinnerung an das Objekt gar nicht klar sein, und doch soll man nicht versuchen, es klarer zu machen – es ist unmöglich, damit anzufangen – sondern man soll sich bemühen, die Aufmerksamkeit bei ihm zu behalten, gleichgültig, ob es klar oder unklar ist. Die Klarheit wird zuletzt auf natürliche Weise eintreten. Am Anfang ist die Konzentration enorm schwierig; der Geist schwingt unaufhörlich hin und her. Wenn wir beständig bleiben, können wir feststellen, dass wir den Geist eine bis zwei Minuten am Objekt behalten können, dann drei bis vier usw. Jedes Mal, wenn der Geist das Objekt verlässt, muss denpa ihn zurückbringen. Shezhin soll benutzt werden, um zu prüfen, ob die Schwierigkeiten auftauchen oder nicht. Wenn der Mensch einen Krug voll heißen Wassers einen Engpass entlang trägt, ist ein Teil seines Geistes auf das Wasser gerichtet und der andere Teil achtet auf den Weg. Denpa muss die Konzentration stabil aufrechterhalten, wobei shezhin auf die Schwierigkeiten, die eventuell auftauchen könnten, achten soll. Später müssen wir denpa nicht so oft benutzen; mit viel Übung zieht sich göpa zurück. Durch den Kampf gegen göpa wird der Geist müde und das erzeugt etwas jingwa. Nach einer Weile ist die Stufe erreicht, auf der sich der Übende überglücklich und gelassen fühlt. Diesen Zustand verwechselt man oft mit dem wahren zhine, in der Tat ist es feinstoffliches jingwa; es schwächt den Geist. Wenn wir weiter energisch üben, wird auch dies verschwinden; wenn wir diese Schwierigkeit beseitigen, wird unser Geist klarer und wacher, sogar das Objekt wird klarer und die Meditationszeit verlängert sich. Der Körper wird in seelischer Ruhe sein; wir werden weder Hunger noch Durst haben. Mit der Zeit kann der Meditierende das Üben so monatelang in einem Schwung fortsetzen.<br><br>Das Empfinden seines Geistes lässt sich nicht beschreiben.<br>Wenn wir uns ein Stück Textilgewebe anschauen, werden wir es zwar sehen, aber nicht ganz bis ins Detail. Wer sich mit dem inneren Auge gut darauf konzentriert, wird imstande sein, es ganz genau zu sehen. Wenn der Mensch stirbt, wird sein Geist schwach; aber wenn er die Meditation anwenden kann, wird sein Geist dann frischer und klarer. Sonst verspüren die Sterbenden gewöhnlich Täuschungen und Ängste, was zu einer schlechten Wiedergeburt führt. Wenn jemand erfolgreich meditiert, richtet sich sein Geist auf Buddha, dharma (buddhistische Lehre) und ähnliches, was bei der Wiedergeburt sehr hilfreich ist. Auf der neunten Stufe fühlen wir uns sehr glücklich und ausgeglichen; aber das ist noch nicht die wahre Vollendung der Meditation. Selbst wenn wir auf ein Objekt vollkommen konzentriert sind, ist es immer noch nicht das vollständige Erlangen. Auf der neunten Stufe, den heiligen Schriften zufolge, selbst wenn die Wand neben dem Meditierenden zusammenfallen würde, selbst dann würde er sich nicht beunruhigen. Wenn er die Meditation fortsetzt, wird er besonderes Vergnügen in seinem Geist und Körper spüren; dann nähert er sich dem Ziel des zhine an. Der Körper wird sich leicht und unermüdlich fühlen; das wird auf dem Bild durch den fliegenden Menschen symbolisch dargestellt. Sein Körper ist sehr gelenkig und der Geist kann sich jeder Art von Meditation zuwenden, etwa wie dünne Kupferdrähte in elektrischen Schwingungen, die sich in alle Richtungen drehen können, ohne dabei zu platzen. Er spürt, dass das Objekt eins mit seinem Geist ist.<br><br>Während er sich konzentriert, kann sein Geist zugleich in die Natur des Objektes schauen. Nachdem er das gleichzeitige Üben der beiden fortsetzt, wird er besonderes Vergnügen bei der Beobachtung des Objektes spüren. Die Beobachtung des Objektes beinhaltet auch die Erkenntnis darüber, ob dieses Objekt leidet oder nicht, ob es beständig oder veränderlich ist, sowie die Suche nach der höchsten Wahrheit, die sich in dem Objekt befindet. Der tibetische Name für diese Meditation der Einsicht lautet ihagthong; Ihag bedeutet „höher“ und thong bedeutet „verstehen“ oder „begreifen“. Durch diese Meditation begreift der Geist das Objekt besser, als durch die einfache Konzentration; nachdem man das vervollständigt hat, kann sich der Geist, jedem Objekt zuwenden. Die Vervollständigung des ihagthong bietet großes geistiges Vergnügen, aber wenn der Mensch sich damit zufriedenstellt, ist es, wie wenn das Flugzeug, fertiggestellt und bereit zum Fliegen, doch auf dem Boden bliebe.<br><br>Der Geist muss sich tieferen und höheren Sachen zuwenden. Er muss auf der einen Seite benutzt werden, um kama und klesha (mentale Verschmutzung) zu überbrücken, und auf der anderen Seite, um Buddhas Tugenden zu gewinnen. Dazu könnte das Meditationsobjekt nur shunyata sein (shunyata = Leerheit); andere Meditationen bereiten den Geist darauf vor. Wenn wir eine sehr gute Fackel haben, die alles beleuchten kann, müssen wir sie nicht benutzen, um das zu entdecken, was wichtig ist. Ursprung aller unserer Schwierigkeiten ist das Unwissen (avidya). Wir müssen unser Wissen des shunyata nutzen, um es zu vertreiben.; der Geist muss das gereinigte zhine nutzen, sowie ihagthong, um die Wurzeln des Baumes des Unwissens durchzuschneiden. Auf der Abbildung hält der Mensch den Säbel auf der letzten Stufe (das Verstehen des shunyata), um zwei schwarze Linien durchzuschneiden, die zwei avarane (Störungen) symbolisieren: die Störung des Unwissens (jneya-varane)  und die Störung der Verschmutzung (kleshavarane). Die letztere schließt sowohl karma als auch klesha ein.<br><br>Die Erkenntnis des shunyata ist von essenzieller Wichtigkeit, um das Unwissen zu beseitigen.  Wenn der Mensch sich einmal dem vollkommenen Verstehen des shunyata annähert, ist er auf dem Wege des prajna-paramta (prajna = vollkommene Weisheit), der vollkommenen Erkenntnis des shunyata  (Leerheit).<br>(MV)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Wie ein Heiliger regierte</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/wie-ein-heiliger-regierte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor langer Zeit gab es ein Land, in dem es nach dem Ableben eines Königs ohne Thronfolger Sitte war, dass die Minister einen Palastelefanten freiließen. Dieser Elefant ergriff dann irgendjemanden und beförderte ihn rücklings hinter seinen Kopf. Dieser „Jemand“ wurde nun ohne weitere Fragen zum König gekrönt.Einmal geschah es, dass ein heiliger Mann vom Elefanten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Vor langer Zeit gab es ein Land, in dem es nach dem Ableben eines Königs ohne Thronfolger Sitte war, dass die Minister einen Palastelefanten freiließen. Dieser Elefant ergriff dann irgendjemanden und beförderte ihn rücklings hinter seinen Kopf. Dieser „Jemand“ wurde nun ohne weitere Fragen zum König gekrönt.<br>Einmal geschah es, dass ein heiliger Mann vom Elefanten ausgewählt wurde. Er wurde mit allem Pomp und Zeremonien zum Hof gebracht. Der Heilige war verwirrt und fragte die Minister: „Was ist geschehen? Warum bringen Sie mich hierher?“<br>„Sie werden zum König gekrönt. So ist es Brauch. Sie wurden vom Palastelefanten ausgewählt.“<br>„Nein, nein, ich will überhaupt kein Königreich. Ich bin ein Mönch.“<br>„Bitte enttäuschen Sie uns nicht“, baten eindringlich die Minister. Sie beschworen ihn, die Krone anzunehmen. Der Heilige stimmte widerwillig zu.<br>Der Heiligenmonarch war gleichgültig gegenüber allem, was im Königreich passierte. Trotzdem ging alles ohne Probleme und es herrschte Wohlstand.<br>Der Herrscher des Nachbarlandes hörte von der Verhaltensweise des neuen Königs und glaubte, dass dies eine gute Gelegenheit wäre, dessen Königreich zu erobern und seinem eigenen einzuverleiben.<br>Die Minister informierten den Heiligenmonarch über diese Absicht, worauf dieser fragte: „Warum will er unser Königreich erobern? Was haben wir ihm getan?“<br>„Wir wissen es nicht. Es gibt keinen wirklichen Grund. Seine Armeen überschreiten unsere Grenzen. Bitte, erteilen Sie Ihre Befehle und wir werden kämpfen.“<br>„Nein, nein. Bleibt ruhig. Warum sollten wir kämpfen?“<br>Die Minister waren verwirrt. Sie wussten nicht, was sie tun sollten.<br>Da der gegnerische Herrscher feststellen musste, dass die Streitmächte nicht gekommen waren, um mit ihm zu kämpfen, ging er zu dem Heiligenmonarchen. Dieser verhielt sich gleichgültig.<br>Der gegnerische Monarch sprach zu ihm: „Oh, Rajah! Ich bin gekommen, um mit dir zu kämpfen. Was sagst du dazu?“<br>„Was willst du damit erreichen? Warum willst du mit uns kämpfen?“<br>„Ich will dein Königreich erobern.“<br>„Oh, Herrscher! Dazu brauchst du nicht mit meinen Armeen zu kämpfen. Du kannst diese Krone haben. Ich bin nur ein Mönch. Ich war immer ein Mönch. Ich werde verschwinden. Komm her, besteige den Thron. Von nun an bist du auch der Herrscher dieses Königreiches“, so sprach der Heilige in seiner friedlichen Art und ging davon.<br>Der gegnerische König war beschämt. In tiefer Verwirrung warf er sich vor den Heiligenmonarch nieder, bat um Verzeihung und bot – anstelle das Reich des Heiligen einzunehmen – sein Königreich an. Und so wurde der Heilige Herrscher beider Königreiche!<br>Die Minister, die voller Ehrfurcht dasaßen, wurden erleuchtet. Sie verstanden die Kraft des Verzichts. Eine ganze Nation wurde vor dem Blutvergießen gerettet, und der Heilige gewann ein Königreich, ohne darum gebeten zu haben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buchbesprechung – Der Prophet  </title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/buchbesprechung-der-prophet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
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					<description><![CDATA[Buchbesprechung Der Prophet  von Khalil Gibran   Walter Verlag. Düsseldorf, Taschenbuch, 95 Seiten, ISBN: 3530268003  Khalil Gibran gehört mit Sicherheit zu den großen Poeten, die es verstanden haben, ihre eigenen Lebenserfahrungen in einzigartig poetischer Weise zum Ausdruck zu bringen.  Er wusste sehr früh von den Gemeinsamkeiten der Religionen. Er widmete sich neben dem Studium der Kunst [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph" style="font-size:24px"><strong>Buchbesprechung</strong></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph" style="font-size:18px"><strong>Der Prophet  </strong><br>von Khalil Gibran   <br>Walter Verlag. Düsseldorf, Taschenbuch, 95 Seiten, ISBN: 3530268003 </p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Khalil Gibran</strong> gehört mit Sicherheit zu den großen Poeten, die es verstanden haben, ihre eigenen Lebenserfahrungen in einzigartig poetischer Weise zum Ausdruck zu bringen.  <br>Er wusste sehr früh von den Gemeinsamkeiten der Religionen. Er widmete sich neben dem Studium der Kunst auch der Philosophie, der Religion und den Grundlagen der menschlichen Existenz.  <br>Im Buch „Der Prophet“ geht es um Almustafa, den die Leute von Orphalese den Propheten nennen. Nach zwölf Jahren hat er die Absicht, in seine Heimat zurückzukehren, und wartet am Strand auf sein Schiff.  <br>Die Leute der Stadt Orphalese bedauern seinen Abschied sehr und fühlen sich ohne ihn „verwaist“. Sie stellen Fragen zu allen Belangen des täglichen Lebens, um sein Wissen in Erinnerung zu behalten und seinen Rat nach Möglichkeit befolgen zu können. So stellen sie auch Fragen zu den folgenden Themen:  <br> <br><strong><u>Liebe</u></strong>: – sie besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen  <br> <br>&gt; Anweisung zum Nichthaften &lt;  <br> <br><strong><u>Kinder</u></strong>: – versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen, denn sie haben &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ihre eigenen Gedanken  <br> <br>&gt; Akzeptanz von anderen Meinungen und Unterstützung der Weiterentwicklung der Menschen &lt; <br> <br><strong><u>Arbeit</u></strong>: – … allen Dingen, die ihr macht, einen Hauch eures Geistes einflößen  <br> <br>&gt;eine Tätigkeit mit Hingabe praktizieren &lt;  <br> <br>Weiter werden die Themen Ehe, Geben, Selbsterkenntnis, Religion, Freundschaft, Freiheit, und so weiter bis hin zum Tod behandelt. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">* * * * *</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Diese Themen sind Anweisungen für das tägliche Leben, es ist nichts anderes als eine Idee für ein ethisches Zusammenleben unter den verschiedenen Völkern. Bestandteile findet man auch in Regeln oder Vorschlägen der individuellen Meditation wieder.  <br> <br>Die Aussagen Gibrans sind jenseits aller Einseitigkeiten und aller Intoleranz. Schon seine Geburt im Grenzland zwischen Syrien und dem Libanon und sein späteres Leben in Paris und dann bis zu seinem Tode in New York verhinderte das gedankliche Verharren innerhalb der Grenzen eines Landes oder einer Religion.  <br> <br>Er spricht aus, was die Menschen anstreben sollten, um in Frieden mit sich und den anderen leben zu können.  <br>(RS) </p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr,  <br>sind ihre Wege auch schwer und steil.  <br><br>Und wenn ihre Flügel  <br>dich umhüllen,  <br>gib dich ihr hin,  <br>auch wenn das  <br>unterm Gefieder  <br>versteckte Schwert  <br>dich verwunden kann.  <br> <br>Und wenn sie zu dir spricht,  <br>glaube an sie,  <br>auch wenn ihre Stimme deine Träume  <br>zerschmettern kann  <br>wie der Nordwind den Garten verwüstet.  <br> <br>Denn so,  <br>wie die Liebe dich krönt,  <br>kreuzigt sie dich.  <br> <br>Khalil Gibran </p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Buchbesprechung:<br>Zen-Geist, Anfänger-Geist<br>von Shunryu Suzuki</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rangjung Rigpe Dorje — der 16. Karmapa</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/rangjung-rigpe-dorje-der-16-karmapa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Buddha]]></category>
		<category><![CDATA[Karmapa]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Tibet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://im-demo.kittlaus.com/?p=1744</guid>

					<description><![CDATA[Berühmte Personen des meditativen Weges und der Bericht „Meditation und der Westen“ treffen hier aufeinander Rangjung Rigpe Dorje ist 1924 in Tibet geboren und aufgewachsen. Nach seiner Jugendzeit, ab 1942 unternahm er mehrere Reisen nach Bhutan, Nepal, Indien und China. Er galt als erster bewusst wiedergeborener Lama Tibets, der 16. Gylawa Karmapa. Er war Oberhaupt [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Berühmte Personen des meditativen Weges und der Bericht „Meditation und der Westen“ treffen hier aufeinander<br><br>Rangjung Rigpe Dorje ist 1924 in Tibet geboren und aufgewachsen. Nach seiner Jugendzeit, ab 1942 unternahm er mehrere Reisen nach Bhutan, Nepal, Indien und China. Er galt als erster bewusst wiedergeborener Lama Tibets, der 16. Gylawa Karmapa. Er war Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie und verkörperte gleichzeitig die tatkräftige Seite Buddhas.<br>Aufgrund der chinesischen Besetzung Tibets, der Verfolgung und Ermordung von hohen Mönchen musste er 1959 aus Tibet fliehen und hat sich in Rumtek (Sikkim/Indien) niedergelassen. Von dort aus sicherte er das Fortbestehen der Karma-Kagyü-Linie und vermittelte dort sein Wissen weiter.<br>Zwischen 1974 und 1981 hat er das westliche Ausland, Europa und Amerika besucht, er war der erste Karmapa, der auch im Westen sein Wissen lehrte. Bis zum Juli 1981 hatte er mit dem Wiederaufbau von zerstörten Tempel und Meditationszentren begonnen. Sogar während der letzten Monate seiner Lebenszeit arbeitete er noch sehr daran, den Dharma zu verbreiten.<br>Er starb am 5. November 1981 um 8:30 Uhr in einem Krankenhaus in Zion in der Nähe von Chicago. Sein Tod wird als seine letzte unaufhörliche Lehre des Dharma und für jeden als Geschenk betrachtet. Bis zu seinem Tod hatte er ein halbes Dutzend tödlicher Krankheiten hinter sich, die ihm dank seiner Siddhis nichts anhaben konnten.<br>Er erlaubte auch den Ärzten, ihre Medizin an ihn auszuprobieren, und es gab da einige amüsante Begebenheiten. So hat man Narkotika in höchsten Dosen ausprobiert, ohne irgendeinen Effekt an ihm beobachten zu können. Stattdessen war er immer um das Wohlergehen der Ärzte bemüht und hat sich nie um sich selbst gekümmert.<br>Am Abend des 5. November kamen die Ärzte routinemäßig für die Visite in sein Krankenzimmer und sahen, dass sich die medizinischen Überwachungsgeräte selbstständig abgeschaltet hatten. Alle, die das mitbekamen, dachten, er würde sich mit ihnen einen Spaß erlauben — und tatsächlich, nach einem kurzen Augenblick fingen die Apparate wieder an zu arbeiten, bevor sie dann nach fünf Minuten ganz aufhörten.<br>Am nächsten Morgen, als die Pfleger seinen Körper vom Bett heben wollten, wurden sie von den Begleitern des Karmapa gefragt, ob denn alle Zeichen des Todes vorhanden seien. Aber es waren keine natürlichen Anzeichen für den Tod festzustellen, sogar der Körper des Karmapas war noch warm und geschmeidig, nicht kalt und steif, besonders sein Herz-Zentrum war so „heiß“, dass man in etwas Entfernung diese Wärme noch spüren konnte.<br><br>So blieb es auch.<br>Am 9. November, vier Tage später, landete ein Hubschrauber in der Sikkimsenke auf dem militärischen Flughafen auf der anderen Seite von Rumtek.  Ein Autokonvoi verließ den Flughafen, und etwa eine Stunde später kam der Körper des Karmapas mit einem Mercedes-LKW in Rumtek an. Alle vier Begleiter saßen auf dem schmalen Sitz beim Fahrer vorne. Der Körper des Karmapa wurde fürs Erste in der oberen Halle im Kloster von Rumtek in ein Mandala gesetzt.<br>Später wurde der Körper in einen knapp einen Meter hohen Kasten gesetzt. Anstatt dass der Körper während der fünfundvierzig Tage bis zur Einäscherung auseinandergefallen wäre, war er nur geschrumpft. Der Körper saß jetzt in dem Kasten mit einem Fenster, durch das man nach innen sehen konnte. Ein dünner Schleier bedeckte das tief graue Gesicht, das sich wenig verändert zeigte. Der Rest des früher leistungsfähigen Mannes war zur Größe eines kleinen Kindes geschrumpft.<br>Die zeremonielle Verbrennung fand eineinhalb Monate später statt.<br>Nachdem Lieder des Meister Kagyu gesungen wurden und eine Meditation auf den achten Karmapa gelesen wurden, wurde der Kasten nach draußen getragen und in eine kurz zuvor errichtete Lehmstupa auf der Dachterrasse des Klosters gebracht. Es wurde ein Mönch, der nie zuvor Kontakt mit dem 16. Karmapa gehabt hatte, ersucht, das trockene Sandelholz unter der Stupa anzuzünden.<br>Plötzlich, mitten in der Zeremonie, umgab ein riesiger Regenbogen die Sonne, obgleich das Wetter klar und trocken war. Das Herz des sechzehnten Karmapa rollte aus der Stupa heraus und in die Richtung, in die Tibet lag. Hunderte Rinpoches, Mönche und Kursteilnehmer, der ganzen Welt hatten diesem Vorfall beigewohnt.<br><br>Das Geleitwort zur Zeremonie:<br>&#8222;May all spiritual leaders enjoy long lives and prosperity.<br>May the religious Order multiply and may all fulfil their duties.<br>May the blessings of the Dharma liberate all departed souls.<br>In this world may sickness, poverty, wars and evil<br>influences be cut at the root, and permanently destroyed.<br>May all things be Auspicious.<br>May all aspirations be well fulfilled.<br>May the darkness of this Kali<br>Yuga, The Black Age, be dispersed!&#8220;<br>(ES)<br>Der Bericht dieser Übertragungslinie wird bis „heute“ fortgesetzt.</p>
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