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	<title>Tibet &#8211; Individuelle Meditation</title>
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	<title>Tibet &#8211; Individuelle Meditation</title>
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		<title>Leserfrage zu Dalai Lama, Panchen Lama und Karmapa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jul 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Dalai Lama wird in den westlichen Medien als das weltliche und geistige Oberhaupt Tibets bezeichnet. Welche Aufgaben haben dann Panchen Lama und Karmapa? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns zunächst die Geschichte des tibetischen Buddhismus vergegenwärtigen. Es handelt sich hierbei um die im 7. Jahrhundert entstandene (im Westen missverständlich Lamaismus bezeichnete) Richtung [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Dalai Lama wird in den westlichen Medien als das weltliche und geistige Oberhaupt Tibets bezeichnet. Welche Aufgaben haben dann Panchen Lama und Karmapa?<br><br>Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns zunächst die Geschichte des tibetischen Buddhismus vergegenwärtigen. Es handelt sich hierbei um die im 7. Jahrhundert entstandene (im Westen missverständlich Lamaismus bezeichnete) Richtung des Buddhismus, die Elemente der vorherigen Bon-Religion aufgenommen hat. Etwa 1.000 n. Chr. setzte sich der Buddhismus endgültig durch und im 14. Jahrhundert übernahm der Klerus auch die weltliche Herrschaft, sodass Tibet ein buddhistischer Kirchenstaat wurde.<br><br>Im tibetischen Buddhismus haben sich folgende vier große Traditionslinien entwickelt:<br><br><strong>1. Nyingma-Schule<br></strong>Auch die „alte Schule“ genannt. Sie wurde im 9. Jahrhundert von Padmasambhava gegründet, dessen tibetischer Name Rinpoche heute ein Ehrentitel bedeutender Meister ist.<br><br><strong>2. Sakya-Schule<br></strong>Im 11. Jahrhundert entstandene Tradition, deren Einfluss im 13. Jahrhundert weit über Tibet hinaus reichte. Die Sakya geht davon aus, dass sich das Ziel am Weg erkennen lässt und gilt als liberal, da sie den Mönchen die Heirat erlaubt. (Die Sakya-Schule wurde von der Besonderen Lehre inspiriert. Marpa, der Übersetzer, hat sein Wissen aus der Besonderen Lehre nach seinem Indien-Aufenthalt in seinen tibetischen Aufzeichnungen dokumentiert.)<br><br><strong>3. Kagyu-Schule<br></strong>Wurde ebenfalls im 11. Jahrhundert gegründet, ist als Lehre der Praxis bekannt und im Westen weit verbreitet. Die Meditierenden sehen ihre Aufgabe darin, die Belehrungen, die ausschließlich mündlich von Lehrer zu Schüler weitergegeben werden, bis zur vollkommenen Reife zu praktizieren. Aufgrund der Kopfbedeckungen der Lamas bei religiösen Zeremonien werden sie (wie auch Nyingmapa und Sakyapa) Rotmützen genannt. Bis zu den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Gelugpas (siehe 4.) und deren mongolischen Verbündeten im 17. Jahrhundert, war Kagyupa die einflussreichste Schule Tibets. Karmapa ist der spirituelle Führer der Kagyupa und gilt heute als der dritthöchste buddhistische Würdenträger nach Dalai Lama und Panchen Lama. Die Tradition verlangt, dass sich Karmapa und Sharmapa, der zweithöchste geistige Führer der Kagyupa, gegenseitig als Inkarnation anerkennen. Die Person des 17. Karmapa ist umstritten. Da ist auf der einen Seite der vom Sharmapa anerkannte Trinle Thaye (geb. 1983) und auf der anderen Seite der vom Dalai Lama ernannte und von der chinesischen Besatzermacht bevorzugte Ogyen Trinley (geb. 1985). Die Unstimmigkeiten sind aufgrund einer gewissen Vakanz entstanden, aufgrund derer eine Wiedergeburt gesucht werden musste.<br><br><strong>4. Gelug-Schule</strong><br>Im 14. Jahrhundert gegründete und mittlerweile größte Schule Tibets, auch Gelbmützen genannt, deren weltliches Oberhaupt Dalai Lama ist. Zudem ist er heute das politische Oberhaupt Tibets. Seit seiner Flucht wurde die herausragende Stellung des jetzigen Dalai Lama noch verstärkt. Zum Schutz des tibetischen Buddhismus wird von ihm die spirituelle Führung aller vier Schulen systematisch angestrebt. Der traditionell geistige Führer der Gelugpa ist allerdings Panchen Lama, der einen höheren geistlichen Rang als Dalai Lama einnimmt. (Im Westen wird fälschlicherweise oft angenommen, dass Panchen Lama lediglich der Titel des Vorstehers des Klosters Taschilhunpo wäre.) Auch hier gibt es Streitigkeiten um die Person. Der „chinesische Panchen Lama“ (Gyainicain Norbu, geb. 1989) wurde von den Besatzern eingesetzt. Der vom Dalai Lama anerkannte Panchen Lama (Gedhun Choeki Nyima, geb. 1988) wird von den Chinesen gefangen gehalten und es gilt als unsicher, ob er noch lebt.<br><br>Zurück zur Eingangsfrage: Welche Funktionen haben die drei vorgenannten tibetischen Würdenträger?<br><br><strong>Dalai Lama:<br></strong>Der weltliche Führer der Gelug-Linie und das politische Oberhaupt von Tibet. Seit seiner Flucht nach Indien ist er zudem – auch gegen den erklärten Willen von Teilen der anderen Schulen bestrebt, als spiritueller Führer des gesamten tibetischen Buddhismus anerkannt zu werden, um diesen schützen und erhalten zu können.<br><br><strong>Panchen Lama:</strong> Spiritueller Führer der Gelug-Linie.<br><br><strong>Karmapa:</strong> Spiritueller Führer der Kagyu-Linie.<br><br>Als Hoffnungsträger für die Zeit nach Dalai Lama gilt der von ihm anerkannte Karmapa. Sollte allerdings keine Einigung erzielt werden, droht eine deutliche Schwächung des tibetischen Buddhismus.<br><br><strong>Geheime Lehren Tibets</strong><br>Der Vollständigkeit halber ist noch zu erwähnen, dass es neben den vier großen offiziellen Traditionslinien und deren Verzweigungen auch geheime Lehren Tibets gibt. Diese haben die vorbuddhistische Religion in den Buddhismus integriert und als eine der buddhistischen Lehren, basierend auf Tantra, weiterentwickelt. Die Lehren teilen sich in mehrere Richtungen, deren Extreme die körperliche und die imaginäre Tantra-Praxis ist. Eines haben alle Religions-Richtungen gemeinsam: Das Ziel ist, die Gottes-Natur (Buddha-Natur bzw. wahre Natur aller Dinge) zu erkennen, welche als Erleuchtung bzw. im Buddhismus als Nirwana bezeichnet wird.<br>(MS)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Meditationsmeister im Westen</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/meditationsmeister-im-westen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berühmte Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Gendün Rinpotsche]]></category>
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					<description><![CDATA[Gendün Rinpotsche (auch Rinpoche geschrieben) wurde 1918 in Kahm, Ost Tibet, geboren. Er hatte von frühester Kindheit an tiefe Sehnsucht nach dem spirituellen Weg. Während der Sommermonate, wenn die Familie ihre Herden auf die Weiden führte, lebte die ganze Familie in einem großen Zelt. Gendüns Lieblingsspiel als kleiner Junge war, sich etwas abseits einer Hütte [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Gendün Rinpotsche (auch Rinpoche geschrieben) wurde 1918 in Kahm, Ost Tibet, geboren. Er hatte von frühester Kindheit an tiefe Sehnsucht nach dem spirituellen Weg. Während der Sommermonate, wenn die Familie ihre Herden auf die Weiden führte, lebte die ganze Familie in einem großen Zelt. Gendüns Lieblingsspiel als kleiner Junge war, sich etwas abseits einer Hütte aus belaubten Zweigen zu bauen, in der er sich in Meditationshaltung hinsetzte und verkündete: „Ich bin ein Einsiedler.“ Gendün erinnert sich an diese Zeit: „Obwohl ich damals noch keine religiöse Erziehung erhalten hatte, sehnte ich mich zutiefst nach dem heiligen Dharma. Ich beobachtete sehr genau das Leben meiner Eltern, die einfache und aufrichtige Leute waren. Ich sah, dass die Belange dieses Lebens sie ganz und gar in Anspruch nahmen, und sagte mir: Alle weltlichen Aktivitäten sind sinnlos und ohne Bestand. Worin besteht ihr Nutzen zur Zeit des Todes? Durch dieses intensive Nachdenken wandte sich mein Geist für immer von weltlichen Dingen ab. Mein Vater versuchte immer wieder, mir sein Handwerk beizubringen, nur all seine Mühe war vergebens. Es gelang mir einfach nicht, mit dem Werkzeug geschickt umzugehen. Meine Eltern waren um meine Zukunft besorgt. Schließlich gaben sie meiner wiederholten Bitte nach, einen Meister ausfindig zu machen, von dem ich den heiligen Dharma lernen könne. Sie entschlossen sich, mich in das nahegelegene Kloster von Khyodrag zu bringen, wo ich eine spirituelle Erziehung und gleichzeitig alles für meinen Lebensunterhalt Notwendige erhielt.“<br><br>So begann Gendün mit gerade sieben Jahren seine Lehrzeit im Kloster. Er lebte sehr einfach und befolgte in allem die Regeln der Klostergemeinschaft. Schon bald wurde er aufgrund seiner vorbehaltlosen Bereitschaft, anderen zu helfen und alles mit ihnen zu teilen, für viele ein Vorbild. Doch er interessierte sich weniger für die traditionellen Aktivitäten der Mönche, die aus Lektüre und Rezitation von Texten, Herstellen von Tormas, rituellen Tänzen und anderen formellen Studien bestanden. Anders als die übrigen Mönche wollte er vor allem meditieren und verbrachte, um dies zu erlernen, seine Egend zu Füßen der großen Meister im Kloster.<br><br>Während der Zeit seiner Ausbildung als Heranwachsender führte Gendün einige Einzel Retreats durch. Mit 17 Jahren erhielt er die volle Ordination und mit 21 Jahren begann er im Retreat Zentrum seines Klosters das traditionelle Dreijahresretreat.<br><br>Da er unerschütterliches Vertrauen und tiefe Hingabe besaß, war Lama Gendün ein makelloses Gefäß für die Lehre. Er konnte die Übertragungen seiner Lamas vollkommen in sich aufnehmen und sein Geist wurde vollständig von ihrem Geist durchtränkt. Er praktizierte die Sechs Yogas von Naropa, Unterweisungen zur Praxis mit den subtilen Kanälen und Winden. Von da an trug er nur noch ein einfaches Baumwolltuch, und aufgrund seiner Verwirklichung des Yogas innerer Hitze (Tummo) erlangte er die Fähigkeit, Schnee und Eis zu schmelzen. Sogar im tiefsten Winter brauchte er keine Heizung in seiner Zelle. Ein anderes Zeichen seiner tiefen Meditation war, dass er weder Hunger noch Durst hatte und nur noch sehr wenig aß und trank. Er erlangte direkte und bleibende Kenntnis auch der subtilsten geistigen Zustände.<br><br>Nach seinem Dreijahresretreat blieb er noch mehrere Jahre in strenger Zurückziehung im Kloster Khyodrak, wo er intensiv in Abgeschlossenheit meditierte. Seine Tür blieb verschlossen und der einzige Mensch, zu dem er Kontakt hatte, war sein Koch, der den Schlüssel zu seiner Zelle hütete.<br><br>Eines Tages besuchte ihn sein Wurzellama Tulku Tendsin von Khyodrak. Er ließ die Tür zu Lama Gendüns Zelle öffnen und sagte: „Es ist jetzt an der Zeit für dich hinauszugehen. Deine Meditation ist vollendet. Du hast Verwirklichung in der Praxis erlangt, und es ist nicht länger nützlich, in Zurückgezogenheit zu bleiben. Du bist wahrhaftig zu einem „Halter des Segens“, einem Vermittler unerschöpflicher Güte geworden und kannst von nun an durch ein Leben unter den Menschen zum Wohl der Wesen wirken. Deine Verwirklichung ist unumstößlich. Du bist wie ein goldener Fels, da kannst du dir sicher sein. Handle von jetzt an nach deinem eigenen Ermessen.“ Gendün ging also auf Pilgerreise und besuchte die heiligen Stätten von Tibet und Nepal, wo er viele Opferungen und intensive Wunschgebete machte. Danach begab er sich wieder ins Retreat und meditierte in verschiedenen Höhlen, die von großen Meistem der Vergangenheit wie Padmasambhava und Milarepa gesegnet waren.<br><br>Dort erwarb Gendün Rinpotsche seine Verwirklichung. Jeder, der ihm begegnete, spürte unmittelbar die Kraft seines spirituellen Einflusses, seiner Güte und die warme Ausstrahlung seines Mitgefühls.<br><br>Als sich Ende der fünfziger Jahre die Ereignisse in Tibet zuspitzten und das Land vollständig militärisch besetzt wurde, lebte Gendün Rinpotsche immer noch zurückgezogen in den Bergen. Da erschien ihm eine weibliche Schutzgottheit, die ihm riet, nach Süden aufzubrechen und ihm ihren Schutz für die Gegenwart und die Zukunft versprach. Ohne den Weg im mindesten zu kennen, begab er sich zusammen mit zwei Freunden auf den Weg. In der Gewissheit des Schutzes der Drei Juwelen gelang es ihnen, die chinesischen Linien zu durchqueren und nach Indien zu gelangen. Dort angekommen gingen sie zum 16. Gyalwa Karmapa, der Gendün Rinpotsche kurze Zeit später zu einem seiner Wohltäter in Kalimpong in Bengalen schickte. Dort lebte Gendün Rinpotsche etwa weitere zwölf Jahre in Zurückgezogenheit.<br><br>Jedes Jahr begab sich der Rinpotsche nach Rumtek, zum Kloster des 16. Karmapa in Sikkim und erhielt von ihm viele Übertragungen. Dann wurde er vom Karmapa zur Betreuung eines neuen Klosters nach Bhutan geschickt.<br><br>1974 wandte sich der Karmapa, der seine erste Reise in den Westen vorbereitete, mit folgenden Worten an Gendün: „Ich werde nach Amerika und Europa reisen. Die Menschen dort sind wohlhabend, nur sie kennen die Lehre des Dharma nicht und leiden deshalb sehr unter ihren Emotionen, wie Stolz, Eifersucht, Begierde und Hass. Nur eine authentische spirituelle Praxis kann ihr Leid lindern und sie zur Befreiung führen. Wenn alle Voraussetzungen für die Weitergabe der Lehren des großen Fahrzeugs zusammenkommen, wird es deine Aufgabe sein, sie im Westen zu verbreiten. Dagegen gibt es nichts einzuwenden, ich kenne die Zeichen. Ich weiß, dass du ein Lama bist, der seine Praxis zum Abschluss gebracht hat. Für dich ist jetzt die Zeit gekommen, zum Wohl der Wesen zu wirken.“<br><br>Gendün erinnert sich an seine Reaktion: „Von der Aussicht auf solch eine Aufgabe fühlte ich mich völlig erschlagen. Ich sagte nichts, denn ich war unfähig zu antworten.“ Karmapa legte mir seine Hand auf den Kopf und sage lächelnd: „Ein Gönner hat mir einen Teil seines Besitzes in Frankreich geschenkt. Wir sollten dort ein großes Zentrum aufbauen, von dem sich die Lehre des Dharma verbreiten kann. Viele Menschen im Westen können dadurch Zugang zu den Lehren Buddhas finden, und das wird sehr hilfreich für sie sein. Du wirst also nach Europa gehen. Sei unbesorgt, du besitzt das zur Erfüllung dieser Aufgabe notwendige Karma. Die Zeit ist für dich gekommen, ans Werk zu gehen.“<br><br>Lama Gendün Rinpotsche kam im August 1975 in Frankreich an. Von da an widmete er sich ohne Unterbrechung der ihm durch Gyalwa Karmapa anvertrauten Aufgabe: den unverfälschten Dharma im Westen zu verbreiten. Seine Aktivität führte ihn in die meisten Länder Europas. Er machte Dhagpo Kagyu Ling in der Dordogne zu einem bedeutenden Dharma Zentrum und gründete 1984 Dhagpo Kündröl Ling in der Auvergne mit seinen Retreat Zentren, Praxis Klöstern und dem großen Tempel.<br><br>Lama Gendün Rinpotsche war Mönch, Yogi und vollendeter spiritueller Meister. Der 16. Gyalwa Karmapa gab ihm die gesamte Übertragung der Kagyü Schule und macht ihn damit zu einem seiner Linienhalter. Gendün Rinpotsche hat maßgebend an der Verwurzelung des Dharma in Europa mitgewirkt und verließ seinen Körper am 31. Oktober 1997.<br></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Der 16. Gyalwa Karmapa (Rangdjung Rigpe Dordje):<br>„Mit Jigmela lasse ich euch mein Herz, mit Gendün Rinpotsche ein reines Juwel.<br><br>„Ich habe keine Lebensgeschichte. Ich habe nur Tee getrunken und Tsampa gegesssen.“<br>Gendün Rinpotsche</p>
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		<title>Rangjung Rigpe Dorje — der 16. Karmapa</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/rangjung-rigpe-dorje-der-16-karmapa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Buddha]]></category>
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					<description><![CDATA[Berühmte Personen des meditativen Weges und der Bericht „Meditation und der Westen“ treffen hier aufeinander Rangjung Rigpe Dorje ist 1924 in Tibet geboren und aufgewachsen. Nach seiner Jugendzeit, ab 1942 unternahm er mehrere Reisen nach Bhutan, Nepal, Indien und China. Er galt als erster bewusst wiedergeborener Lama Tibets, der 16. Gylawa Karmapa. Er war Oberhaupt [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Berühmte Personen des meditativen Weges und der Bericht „Meditation und der Westen“ treffen hier aufeinander<br><br>Rangjung Rigpe Dorje ist 1924 in Tibet geboren und aufgewachsen. Nach seiner Jugendzeit, ab 1942 unternahm er mehrere Reisen nach Bhutan, Nepal, Indien und China. Er galt als erster bewusst wiedergeborener Lama Tibets, der 16. Gylawa Karmapa. Er war Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie und verkörperte gleichzeitig die tatkräftige Seite Buddhas.<br>Aufgrund der chinesischen Besetzung Tibets, der Verfolgung und Ermordung von hohen Mönchen musste er 1959 aus Tibet fliehen und hat sich in Rumtek (Sikkim/Indien) niedergelassen. Von dort aus sicherte er das Fortbestehen der Karma-Kagyü-Linie und vermittelte dort sein Wissen weiter.<br>Zwischen 1974 und 1981 hat er das westliche Ausland, Europa und Amerika besucht, er war der erste Karmapa, der auch im Westen sein Wissen lehrte. Bis zum Juli 1981 hatte er mit dem Wiederaufbau von zerstörten Tempel und Meditationszentren begonnen. Sogar während der letzten Monate seiner Lebenszeit arbeitete er noch sehr daran, den Dharma zu verbreiten.<br>Er starb am 5. November 1981 um 8:30 Uhr in einem Krankenhaus in Zion in der Nähe von Chicago. Sein Tod wird als seine letzte unaufhörliche Lehre des Dharma und für jeden als Geschenk betrachtet. Bis zu seinem Tod hatte er ein halbes Dutzend tödlicher Krankheiten hinter sich, die ihm dank seiner Siddhis nichts anhaben konnten.<br>Er erlaubte auch den Ärzten, ihre Medizin an ihn auszuprobieren, und es gab da einige amüsante Begebenheiten. So hat man Narkotika in höchsten Dosen ausprobiert, ohne irgendeinen Effekt an ihm beobachten zu können. Stattdessen war er immer um das Wohlergehen der Ärzte bemüht und hat sich nie um sich selbst gekümmert.<br>Am Abend des 5. November kamen die Ärzte routinemäßig für die Visite in sein Krankenzimmer und sahen, dass sich die medizinischen Überwachungsgeräte selbstständig abgeschaltet hatten. Alle, die das mitbekamen, dachten, er würde sich mit ihnen einen Spaß erlauben — und tatsächlich, nach einem kurzen Augenblick fingen die Apparate wieder an zu arbeiten, bevor sie dann nach fünf Minuten ganz aufhörten.<br>Am nächsten Morgen, als die Pfleger seinen Körper vom Bett heben wollten, wurden sie von den Begleitern des Karmapa gefragt, ob denn alle Zeichen des Todes vorhanden seien. Aber es waren keine natürlichen Anzeichen für den Tod festzustellen, sogar der Körper des Karmapas war noch warm und geschmeidig, nicht kalt und steif, besonders sein Herz-Zentrum war so „heiß“, dass man in etwas Entfernung diese Wärme noch spüren konnte.<br><br>So blieb es auch.<br>Am 9. November, vier Tage später, landete ein Hubschrauber in der Sikkimsenke auf dem militärischen Flughafen auf der anderen Seite von Rumtek.  Ein Autokonvoi verließ den Flughafen, und etwa eine Stunde später kam der Körper des Karmapas mit einem Mercedes-LKW in Rumtek an. Alle vier Begleiter saßen auf dem schmalen Sitz beim Fahrer vorne. Der Körper des Karmapa wurde fürs Erste in der oberen Halle im Kloster von Rumtek in ein Mandala gesetzt.<br>Später wurde der Körper in einen knapp einen Meter hohen Kasten gesetzt. Anstatt dass der Körper während der fünfundvierzig Tage bis zur Einäscherung auseinandergefallen wäre, war er nur geschrumpft. Der Körper saß jetzt in dem Kasten mit einem Fenster, durch das man nach innen sehen konnte. Ein dünner Schleier bedeckte das tief graue Gesicht, das sich wenig verändert zeigte. Der Rest des früher leistungsfähigen Mannes war zur Größe eines kleinen Kindes geschrumpft.<br>Die zeremonielle Verbrennung fand eineinhalb Monate später statt.<br>Nachdem Lieder des Meister Kagyu gesungen wurden und eine Meditation auf den achten Karmapa gelesen wurden, wurde der Kasten nach draußen getragen und in eine kurz zuvor errichtete Lehmstupa auf der Dachterrasse des Klosters gebracht. Es wurde ein Mönch, der nie zuvor Kontakt mit dem 16. Karmapa gehabt hatte, ersucht, das trockene Sandelholz unter der Stupa anzuzünden.<br>Plötzlich, mitten in der Zeremonie, umgab ein riesiger Regenbogen die Sonne, obgleich das Wetter klar und trocken war. Das Herz des sechzehnten Karmapa rollte aus der Stupa heraus und in die Richtung, in die Tibet lag. Hunderte Rinpoches, Mönche und Kursteilnehmer, der ganzen Welt hatten diesem Vorfall beigewohnt.<br><br>Das Geleitwort zur Zeremonie:<br>&#8222;May all spiritual leaders enjoy long lives and prosperity.<br>May the religious Order multiply and may all fulfil their duties.<br>May the blessings of the Dharma liberate all departed souls.<br>In this world may sickness, poverty, wars and evil<br>influences be cut at the root, and permanently destroyed.<br>May all things be Auspicious.<br>May all aspirations be well fulfilled.<br>May the darkness of this Kali<br>Yuga, The Black Age, be dispersed!&#8220;<br>(ES)<br>Der Bericht dieser Übertragungslinie wird bis „heute“ fortgesetzt.</p>
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