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	<title>Tiahuanaco &#8211; Individuelle Meditation</title>
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	<title>Tiahuanaco &#8211; Individuelle Meditation</title>
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		<title>Tiahuanaco &#8211; Das größte Rätsel der Menschheit? ! &#8211; Teil 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2025 08:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die C14 MethodeNur wie weit müssen wir in die Nebel der Zeit vordringen, um der Lösung dieses Rätsels näher zu kommen? Die Archäologie verlässt sich hier gern und oft auf die C14 Methode, auch als Radiokarbondatierung bekannt. Diese Art der Datierung altertümlicher Funde basiert auf der Tatsache, dass ein Organismus &#8211; sei es ein Mensch, [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Die C14 Methode<br></strong><br>Nur wie weit müssen wir in die Nebel der Zeit vordringen, um der Lösung dieses Rätsels näher zu kommen? Die Archäologie verlässt sich hier gern und oft auf die C14 Methode, auch als Radiokarbondatierung bekannt. Diese Art der Datierung altertümlicher Funde basiert auf der Tatsache, dass ein Organismus &#8211; sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze &#8211; im Laufe seines Lebens ständig Kohlenstoff aufnimmt, bis er abstirbt. Das heißt, dass man den Gehalt dieses Kohlenstoffs (in der Chemie C12 genannt) messen kann. Neben dem normalen Kohlenstoff gelangt auch das Radioisotop des Kohlenstoffs C14 in den Organismus, das nach einer gewissen Zeit radioaktiv zerfällt. Da man die Halbwertzeit von C14 annähernd kennt und auch das normale Verhältnis von C12 zu C14 bekannt ist, kann man bei einem Fundstück aus der Rate des noch vorhandenen Kohlenstoffisotops auf das Alter der Probe schließen.<br><br>Diese Methode hat jedoch einige Schwachstellen. Der entscheidendste Nachteil besteht darin, dass man sie nur auf organische Stoffe anwenden kann, wie zum Beispiel Holz oder Textilfasern. Bei Steinen versagt sie. Außerdem nimmt die Messungenauigkeit mit dem Alter der zu untersuchenden Probe zu. Zudem ist die Reichweite der Messung beschränkt, sie funktioniert nur bis zu einem Alter der Probe von maximal 50.000 Jahren.<br><br>So kann man dennoch das Alter von Holzstöcken und Textilresten recht genau bestimmen. Die Messung gibt indes keine Auskunft darüber, in welchem Verhältnis die Probe zu ihrem Fundort steht oder stand. Woher wollen wir denn wissen, ob ein Textilrest, den man in Tiahuanaco findet, zu einem Gewand gehört hat, das einer der Erbauer trug? Es könnte ebenso sein, dass ein späterer Einwohner oder Besucher sich hier die Kleidung ramponiert hat! Werden Archäologen zukünftiger Jahrtausende die Überreste meines Baumwolltaschentuchs finden, welches ich vor knapp drei Jahren dort verlor, und darum messerscharf darauf schließen, dass diese gewaltige Anlage aus dem ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert stammen muss?<br><br>Ein gutes Beispiel hierfür stammt aus dem Jahre 1981, als der Direktor des Archäologischen Instituts von Bolivien, der bekannte Altertumsforscher Carlos Ponce Sangines, die Ergebnisse seiner Tiahuanaco-Forschung veröffentlichte. Er schrieb von einem organischen Überrest, an dem man eine C14 Datierung versucht hatte. Der Test ergab ein Datum von 1.580 v. Chr., was schon ganz erstaunlich war. Sangines hielt es für nötig, darauf hinzuweisen, dass dieser Fund wohl aus einer sehr frühen Periode stammen müsse, wenn nicht aus der ältesten Epoche der Fundstätte überhaupt; wobei ungeklärt bleibt, wie er darauf kommt.<br><br>Dass ein historischer Kontext dort besser hergestellt werden kann, wo man auf Gräber stößt, leuchtet ein, denn die Welt der Toten spiegelt oft die der Lebenden wider. Grabbeigaben erzählen ganze Geschichten, erlauben Rückschlüsse auf die Person des oder der Verstorbenen, auf Status und gesellschaftlichen Rang. Die Leiche selbst gibt noch Auskunft über Lebensumstände und Gesundheitszustand zu Lebzeiten.<br><br>All das fehlt in Tiahuanaco. Dennoch gibt es einen Schlüssel, der die Tür in die Vergangenheit öffnen kann und uns Antworten bietet auf die bohrende Frage nach dem Alter der Ruinen auf der Hochebene. Und diesen Schlüssel liefert uns eine Wissenschaft, die sich seit jeher mit den Gesetzen der Ewigkeit auseinandersetzt, nämlich die Astronomie.<br><br><strong>Die Schiefe der Ekliptik</strong><br>In diesem Zusammenhang kommen wir an einem Mann nicht länger vorbei. Es ist der bereits erwähnte deutsche Ingenieur Arthur Posnansky, der sein Leben der Erforschung von Tiahuanaco gewidmet hat. Er durchstöberte jeden Winkel und vermass jeden Stein, den er fand, mit akribischer Genauigkeit. Seine Karten und Vermessungen haben bis heute Gültigkeit. Als er 1910 begann, die Ruinen zu erforschen und feststellte, dass es sich bei der Kalasasaya um ein Observatorium gehandelt haben muss, hatte er die Idee, die Ausrichtung der Sternwarte bzw. deren Sichtlinien genauer zu vermessen und aufgrund seiner Erkenntnisse Rückschlüsse auf das Alter der Anlage und die Zeit ihrer Erbauung zu ziehen. Die Resultate waren erstaunlich. Die Winkel und Abstände der Sonnenwenden ergaben nach seinen Messungen eine Schiefe der Ekliptik von 23 Grad, 8 Minuten, 48 Sekunden.<br><br>Was ist unter der Schiefe der Ekliptik zu verstehen? Die Ekliptik ist die scheinbare jährliche Bahn der Sonne an der Himmelssphäre. Es handelt sich hierbei um den Großkreis am Himmel, in dem die Ebene der Erde um die Sonne die gedachte Himmelskugel schneidet. Durch den jährlichen Umlauf der Erde um die Sonne entsteht der Eindruck, als bewege sich die Sonne unter den Sternen der in der Mitte des Tierkreises liegenden Ekliptik; deshalb spricht man auch von der Ekliptik als der scheinbaren Sonnenbahn der Sphäre. Die Ekliptik schneidet im Frühlings und im Herbstpunkt den Himmelsäquator (Äquinoktien &#8211; Tagundnachtgleiche, also die beiden Tage im Jahr, an denen Tag und Nacht je zwölf Stunden betragen: 21. März und 23. September). Die Schiefe der Ekliptik bezeichnet den Winkel zwischen der Sonnenbahn und dem Himmelsäquator. Dieser nicht konstante Winkel ist letztlich für die Entstehung der Jahreszeiten auf der Erde verantwortlich und schwankt in einer Periode von etwa 40.000 Jahren zwischen 21 Grad, 55 Minuten und 28 Grad, 18 Minuten. Im Jahre 1990 betrug er 23 Grad, 26 Minuten, 26 Sekunden und nimmt momentan pro Jahr um etwa 0,5 Gradsekunden ab.<br><br>Und so staunte Arthur Posnansky nicht schlecht, als er den von ihm ermittelten Winkel mit den tatsächlichen Daten verglich. Nachdem er auch die Höhenlage der Kalasasaya in seine Berechnungen einbezogen hatte, kam er zu dem Schluss, dass die Ausrichtung im Jahre 15.000 v. Chr. erfolgt sein musste!<br><br>Diese Zahl schlug in der Fachwelt wie eine Bombe ein. Zu unglaublich war dieser Wert, widersprach er doch allem, was man damals über das alte Amerika wusste oder zu wissen glaubte. Und so setzte sich im Jahre 1926 unter anderem eine Expedition der Deutschen Astronomischen Gesellschaft nach Tiahuanaco in Marsch, um Arthur Posnanskys Messwerte zu überprüfen. Man hatte alles aufgeboten, was zu jener Zeit in der Astronomie Rang und Namen hatte. Die Teilnehmer waren Prof. Dr. Arnold Kohlschütter, Direktor des Astronomischen Observatoriums in Bonn; Prof. Dr. Hans von Ludendorff, Direktor des Astronomischen und Astrophysikalischen Observatoriums zu Potsdam und Dr. Rolf Müller vom gleichen Institut. Von November 1926 bis zum Juni 1928 nahmen sie an Ort und Stelle Beobachtungen und Messungen vor. Was fanden sie? Hatte Arthur Posnansky Recht gehabt?<br><br>In der Tat wurde der Ingenieur mehrfach bestätigt, wenn auch seine Zahlen nicht ganz stimmten, was vielleicht an der relativen Ungenauigkeit seiner Meßmethoden gelegen haben mochte. Jedenfalls stand nun fest, dass es sich bei der Kalasasaya um ein Observatorium handelte, das sowohl kalendarische als auch astronomische Bedeutung hatte. Auch den Wert der Schiefe der Ekliptik fanden die Astronomen abweichend vom damals aktuellen Wert.<br><br>Sie kamen allerdings zu einem anderen Wert das Alter der Anlage betreffend. Nach ihren Messungen und Berechnungen fand die Ausrichtung nicht im Jahre 15.000 v. Chr. statt, sondern etwa 6.000 Jahre später &#8211; 9.300 v. Chr. Auch diese Zahl war noch zu ungeheuerlich, um von der Fachwelt ernstgenommen zu werden. Und so taten sich Arthur Posnansky und Rolf Müller zusammen, um genaue Werte für das Alter von Tiahuanaco zu erhalten.<br><br>Präsentiert wurden die Früchte ihrer Arbeit auf dem 32. Internationalen Amerikanisten Kongress, zu dem man Arthur Posnansky eingeladen hatte und der nun von einer Schiefe der Ekliptik zum Zeitpunkt des Baus von Tiahuanaco von 24 Grad, 6 Minuten, 52,8 Sekunden ausging.<br><br>Das entsprach einer Zeit, die irgendwann zwischen den Jahren 10.150 und 4.050 v. Chr. liegen musste. Selbst mit dieser letzten Zeitangabe konnten sich die Amerikanisten in keiner Weise anfreunden, da sie ihrer Meinung nach viel zu weit in der Vergangenheit lag.<br><br><strong>Steinalte Rätsel</strong><br>Warum weigert sich die Schulwissenschaft, ein höheres Alter von Tiahuanaco anzunehmen? Kurioserweise kennen die lokalen Eingeborenenkulturen den Ort nur in Trümmern, und niemand nimmt für sich und sein Volk in Anspruch, diese Stätte errichtet zu haben. Die Archäologen nehmen zwar an, dass die Aymara-Indianer die Erbauer sind, was diese jedoch bestreiten. Auch die geheimnisvollen llrus, die auf Inseln im Titicacasee leben (und sich selbst hartnäckig weigern, Menschen genannt zu werden) wollen wissen, dass ihre Vorfahren einst dort lebten, den Ort nur nicht gebaut haben. Viele Widersprüche treffen hier aufeinander. Faktum ist: Die Aymara-Indianer können aufgrund ihrer beschränkten Mittel niemals die Baumeister von Tiahuanaco gewesen sein. Sowohl die unglaublichen Steinbearbeitungen in Puma Punku als auch die Komplexität und die genaue astronomische Ausrichtung der Kalasasaya passen nicht in das Schema eines primitiven Steinzeitvolkes. Faktum ist auch, dass ein Team hochkarätiger Wissenschaftler die astronomische Ausrichtung bestätigt hat und aufgrund monatelanger Messungen und Beobachtungen, unter Berücksichtigung der angenommenen Schiefe der Ekliptik, Rückschlüsse auf die Zeit der Erbauung ziehen konnte. Aufgrund dieser Fakten kann man durchaus zum Schluss kommen, dass Tiahuanaco sehr viel älter sein muss, als ursprünglich angenommen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Tiahuanaco „nur“ 2.000 Jahre alt ist, bleibt es dennoch ein unlösbares Rätsel, wie die Monolithen, die wohl als Wunderwerke einer unverstandenen Technologie bezeichnet werden können, bearbeitet wurden. Auch das Transportsystem, ein unverzichtbares Muss beim Bau einer solchen Anlage, stellt uns vor ein unlösbares Problem, wenn man sich klar macht, dass die Archäologie nicht einmal dem späteren Volk der Inkas die Benutzung des Rads zuspricht und die Steinbrüche 15 bis 70 km entfernt sind.<br><br>Egal welche Jahresangaben wir nun für richtig, möglich oder unrealistisch halten, die Mythen und Legenden der Andenregion legen den Ursprung der Völker in das Gebiet des Titicacasees, so dass Tiahuanaco in jedem Fall als Wiege der südamerikanischen Kultur angesehen werden kann. Geht man zudem von der Datierung Arthur Posnanskys aus, dann verliert sich der Ursprung von Tiahuanaco in den Nebeln, die noch immer die Morgendämmerung der Menschheit vor unseren forschenden Blicken verbergen.<br><br> Wer immer die Erbauer von Tiahuanaco waren, sie müssen mehr als außergewöhnlich gewesen sein und über ungeahnte Fähigkeiten verfügt haben.<br>(MS)</p>
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		<title>Tiahuanaco – Das größte Rätsel der Menschheit? ! – Teil 1</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2025 08:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nachdem mittlerweile knapp 100 Meditationsschüler (A.d.R. Stand September 2002) Tiahuanaco in Bolivien besucht haben, wollen wir uns mit diesem ungewöhnlichen Ort etwas näher befassen. Inmitten der herben, kargen Altiplano Landschaft, rund 20 km südlich vom Titicacasee und gut 70 km von La Paz entfernt, liegen in fast 4.000 m Höhe eindrucksvoll und rätselhaft die Ruinen [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Nachdem mittlerweile knapp 100 Meditationsschüler (A.d.R. Stand September 2002) Tiahuanaco in Bolivien besucht haben, wollen wir uns mit diesem ungewöhnlichen Ort etwas näher befassen.<br><br>Inmitten der herben, kargen Altiplano Landschaft, rund 20 km südlich vom Titicacasee und gut 70 km von La Paz entfernt, liegen in fast 4.000 m Höhe eindrucksvoll und rätselhaft die Ruinen von Tiahuanaco. Auf einem Gebiet von etwa 450.000 qm erstreckt sich das wohl wichtigste Kultzentrum Südamerikas, welches als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht.<br><br>Tiahuanaco war eines der bedeutendsten religiösen Zentren des Kontinents, wahrscheinlich war es auch ein wichtiges politisches Machtzentrum. Genau bestimmen lässt sich das nicht, denn das größte Ruinenfeld Boliviens steckt trotz intensiver Forschungsarbeit immer noch voller Rätsel. Vorsichtige Schätzungen beginnen bei 20.000 Einwohnern, mutige enden im sechsstelligen Bereich. Ob es sich um die Hauptstadt eines Reiches, ein zeremonielles Kultzentrum, einen Wallfahrtsort oder eine Handelsmetropole an den Ufern des seinerzeit wesentlich größeren Titicacasees handelte, ist völlig offen; einig sind sich die Experten lediglich darüber, dass von Tiahuanaco erheblicher Einfluss ausging. Die damals immens großen Wassermassen des Titicacasees müssen dem Gebiet wohl ein im Vergleich zu heute mildes Klima beschert haben, was zumindest auf eine dichtere Besiedelung schließen und das Vorhandensein einer größeren Stadt denkbar erscheinen lässt.<br><br>Leider boten die umfassenden Bauten mit ihren sorgfältig bearbeiteten Steinquadern ein allzu einladendes Baumateriallager. Nicht nur die Häuser der umliegenden Dörfer, sondern auch die kolonialzeitlichen Kirchen, die Adelspaläste und die Kathedrale von La Paz, ja sogar die Gleiskörper der Eisenbahn wurden aus den rötlichen Andesit Blöcken von Tiahuanaco gebaut. Daher bleiben auch die Ergebnisse der in den 50er Jahren begonnenen Rekonstruktionsarbeiten fragwürdig. Die von Fachleuten z. T. als dilettantisch bezeichneten Neuaufbauten sollten dazu veranlassen, die Aufmerksamkeit auf unauffälligere Objekte, die dennoch Authentisches auszusagen haben, wie z. B. die Akapana Pyramide, zu richten.<br><br><strong>Akapana</strong><br>Die Akapana erscheint heute wie ein künstlicher Hügel von 15 m Höhe. Wie diese Erdterrasse mit ihrem gezackten Grundriss von 180 × 135 m ursprünglich ausgesehen haben mag, ist ungewiss, man geht im allgemein davon aus, dass es sich um eine mehrstufige Pyramide gehandelt hat. Unter der Plattform vermutet man stützende Säulen und bei Suchgrabungen am Fuß des Bauwerkes stieß man auf eine Polygonale genannte Steinform; das sind mehr kantige Steinklötze mit einer eigentümlichen Wölbung, die nahtlos, mit meisterhafter Präzision aneinandergefügt wurden. Die Blöcke, von denen keiner wie der andere ist, fügen sich so exakt ineinander, dass nicht einmal eine Messerspitze in die Fugen zu dringen vermag.<br><br><strong>Kalasasaya<br></strong>Kalasasaya bedeutet „stehende Steine“ und bezieht sich auf die hier gefundenen Monolithen. Die 1,50 bis 7,50 m hohen Skulpturen widerstanden durch ihr enormes Gewicht den Begehrlichkeiten der Baumaterialbeschaffer. Es soll sich hier um ein Observatorium (Sternwarte) mit den gewaltigen Ausmaßen von 130 × 135 m handeln, in deren Zentrum ein halb unterirdischer, in die Erde eingelassener bzw. versenkter Komplex lag. Hier blieben viele Steinblockpfeiler der ursprünglichen Mauer erhalten, was eine gelungene Rekonstruktion ermöglichte.<br><br><strong>Intipunku</strong><br>Etwas nordwestlich steht das berühmte Sonnentor, welches aus einem einzigen, 2,80 m hohen und 3,60 m breiten Andesit Block geschaffen wurde und auf etwa 10 Tonnen Gesamtgewicht geschätzt wird. Irgendwann ist das Sonnentor umgestürzt und in zwei Teile zerbrochen, bevor es im Jahre 1908 wieder aufgerichtet wurde.<br><br>Die Interpretationen der Abbildungen auf dem Sonnentor sind – wie könnte es anders sein – vielfältig. Die zentrale Figur mit dem mächtigen Strahlenkranz wird als Schöpfergott Viracocha oder Sonnengott Inti gedeutet. Arthur Posnansky, von dem später noch berichtet wird, erkannte im Sonnentor einen Kalender, der das Jahr in zwölf Monaten und 365 Tage aufteilte. Er datierte sowohl die Frühlings und die Herbst-Tagundnachtgleiche als auch die Winter- und Sommersonnenwende. Später wurde die Kalender-These vom Archäologen Prof. Schindler-Bellamy bestätigt. Mithilfe dieses Kalenders konnten eine ganze Reihe von astronomischen Daten abgelesen werden, wie z. B. die Häufigkeit der Schalttage, die geografische Lage des Ortes, Sonnenwenden, Planetenbahnen, die Schiefe der Ekliptik und Sonnenfinsternisse in allen Teilen der Welt. Es schien tatsächlich bekannt gewesen zu sein, dass die Erde eine rotierende Kugel ist und sich um die Sonne dreht. Auch die Himmelsrichtungen waren nicht unbekannt, denn die Hauptachse der Kalasasaya verläuft exakt von Ost nach West.<br><br><strong>Puma Punku</strong><br>Etwa 1 km weiter südlich befindet sich Puma Punku. Dort liegen tonnenschwere Steinblöcke, die u. a. mit Millimeter feinen, absolut exakten Rillen bearbeitet wurden, wobei die verwendete Technologie völlig ungeklärt bleibt. Die Diorit Blöcke, die verschiedene Verzierungen aufweisen, sind so hart, dass sie eigentlich nur mit modernsten Stahlfräs- und Bohrmaschinen bearbeitet werden können.<br><br>Die Steinbrüche sind zudem viele Kilometer entfernt, sodass es als Rätsel gilt, wie die über 100 Tonnen schweren Blöcke herbeigeschafft wurden, insbesondere da das Rad angeblich noch nicht bekannt war. Ebenso ungewiss ist, ob die offensichtliche Zerstörung durch Menschenhand oder durch eine Naturkatastrophe herbeigeführt wurde. Selbst die 1.000 Tonnen schwere Bodenplatte befindet sich nicht mehr in ihrer ursprünglichen Lage. Die Bedeutung der Anlage ist ebenfalls ungeklärt. Nach einer Legende wurde Puma Punku von den Göttern in einer Nacht erbaut. Manche halten es für ein nie vollendetes Mausoleum, einen Mondtempel oder auch für die Hafenanlage von Tiahuanaco.<br><br><strong>Das Alter des sog. „ältesten Heiligtums der Menschheit“</strong><br>Wer genug von den ganzen Rätseln hat, der sollte jetzt aufhören zu lesen. Wenn wir uns nämlich mit der Frage beschäftigen, wann Tiahuanaco überhaupt entstanden ist, wird es erst richtig kompliziert. Für diejenigen, die noch nicht aufgeben wollen, geht es jetzt weiter (im Wesentlichen unter Verwendung von den Teilen der anonym verfassten Internet – Seite <s>www.kassablanca.de/zo/thema/messages/pumapunku/pumapunku.html</s>, (A.d.R. diese Seite existiert nicht mehr) die sich durch weitergehende Recherchen nachvollziehen ließen): Die sogenannte Tiahuanaco Kultur wird auf den Zeitraum 100 v. Chr. bis 1.000 n. Chr. datiert und wäre schon so eine der ältesten Südamerikas. Eng damit in Zusammengang steht die etwas später anzusetzende Huari Kultur (600 &#8211; 1.200 n. Chr.), sodass sich ganz Peru, Bolivien und der Norden Chiles bereits vor der Inka-Zeit unter einem Kultureinfluss befand. Es spricht allerdings vieles dafür, dass die Bauten Tiahuanacos bereits wesentlich früher errichtet wurden und während der sogenannten Tiahuanaco Kultur lediglich bewohnt, jedoch nicht erbaut worden sind.</p>
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