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	<title>Meditationsschüler &#8211; Individuelle Meditation</title>
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	<title>Meditationsschüler &#8211; Individuelle Meditation</title>
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		<title>Tiahuanaco – Das größte Rätsel der Menschheit? ! – Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2025 08:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nachdem mittlerweile knapp 100 Meditationsschüler (A.d.R. Stand September 2002) Tiahuanaco in Bolivien besucht haben, wollen wir uns mit diesem ungewöhnlichen Ort etwas näher befassen. Inmitten der herben, kargen Altiplano Landschaft, rund 20 km südlich vom Titicacasee und gut 70 km von La Paz entfernt, liegen in fast 4.000 m Höhe eindrucksvoll und rätselhaft die Ruinen [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Nachdem mittlerweile knapp 100 Meditationsschüler (A.d.R. Stand September 2002) Tiahuanaco in Bolivien besucht haben, wollen wir uns mit diesem ungewöhnlichen Ort etwas näher befassen.<br><br>Inmitten der herben, kargen Altiplano Landschaft, rund 20 km südlich vom Titicacasee und gut 70 km von La Paz entfernt, liegen in fast 4.000 m Höhe eindrucksvoll und rätselhaft die Ruinen von Tiahuanaco. Auf einem Gebiet von etwa 450.000 qm erstreckt sich das wohl wichtigste Kultzentrum Südamerikas, welches als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht.<br><br>Tiahuanaco war eines der bedeutendsten religiösen Zentren des Kontinents, wahrscheinlich war es auch ein wichtiges politisches Machtzentrum. Genau bestimmen lässt sich das nicht, denn das größte Ruinenfeld Boliviens steckt trotz intensiver Forschungsarbeit immer noch voller Rätsel. Vorsichtige Schätzungen beginnen bei 20.000 Einwohnern, mutige enden im sechsstelligen Bereich. Ob es sich um die Hauptstadt eines Reiches, ein zeremonielles Kultzentrum, einen Wallfahrtsort oder eine Handelsmetropole an den Ufern des seinerzeit wesentlich größeren Titicacasees handelte, ist völlig offen; einig sind sich die Experten lediglich darüber, dass von Tiahuanaco erheblicher Einfluss ausging. Die damals immens großen Wassermassen des Titicacasees müssen dem Gebiet wohl ein im Vergleich zu heute mildes Klima beschert haben, was zumindest auf eine dichtere Besiedelung schließen und das Vorhandensein einer größeren Stadt denkbar erscheinen lässt.<br><br>Leider boten die umfassenden Bauten mit ihren sorgfältig bearbeiteten Steinquadern ein allzu einladendes Baumateriallager. Nicht nur die Häuser der umliegenden Dörfer, sondern auch die kolonialzeitlichen Kirchen, die Adelspaläste und die Kathedrale von La Paz, ja sogar die Gleiskörper der Eisenbahn wurden aus den rötlichen Andesit Blöcken von Tiahuanaco gebaut. Daher bleiben auch die Ergebnisse der in den 50er Jahren begonnenen Rekonstruktionsarbeiten fragwürdig. Die von Fachleuten z. T. als dilettantisch bezeichneten Neuaufbauten sollten dazu veranlassen, die Aufmerksamkeit auf unauffälligere Objekte, die dennoch Authentisches auszusagen haben, wie z. B. die Akapana Pyramide, zu richten.<br><br><strong>Akapana</strong><br>Die Akapana erscheint heute wie ein künstlicher Hügel von 15 m Höhe. Wie diese Erdterrasse mit ihrem gezackten Grundriss von 180 × 135 m ursprünglich ausgesehen haben mag, ist ungewiss, man geht im allgemein davon aus, dass es sich um eine mehrstufige Pyramide gehandelt hat. Unter der Plattform vermutet man stützende Säulen und bei Suchgrabungen am Fuß des Bauwerkes stieß man auf eine Polygonale genannte Steinform; das sind mehr kantige Steinklötze mit einer eigentümlichen Wölbung, die nahtlos, mit meisterhafter Präzision aneinandergefügt wurden. Die Blöcke, von denen keiner wie der andere ist, fügen sich so exakt ineinander, dass nicht einmal eine Messerspitze in die Fugen zu dringen vermag.<br><br><strong>Kalasasaya<br></strong>Kalasasaya bedeutet „stehende Steine“ und bezieht sich auf die hier gefundenen Monolithen. Die 1,50 bis 7,50 m hohen Skulpturen widerstanden durch ihr enormes Gewicht den Begehrlichkeiten der Baumaterialbeschaffer. Es soll sich hier um ein Observatorium (Sternwarte) mit den gewaltigen Ausmaßen von 130 × 135 m handeln, in deren Zentrum ein halb unterirdischer, in die Erde eingelassener bzw. versenkter Komplex lag. Hier blieben viele Steinblockpfeiler der ursprünglichen Mauer erhalten, was eine gelungene Rekonstruktion ermöglichte.<br><br><strong>Intipunku</strong><br>Etwas nordwestlich steht das berühmte Sonnentor, welches aus einem einzigen, 2,80 m hohen und 3,60 m breiten Andesit Block geschaffen wurde und auf etwa 10 Tonnen Gesamtgewicht geschätzt wird. Irgendwann ist das Sonnentor umgestürzt und in zwei Teile zerbrochen, bevor es im Jahre 1908 wieder aufgerichtet wurde.<br><br>Die Interpretationen der Abbildungen auf dem Sonnentor sind – wie könnte es anders sein – vielfältig. Die zentrale Figur mit dem mächtigen Strahlenkranz wird als Schöpfergott Viracocha oder Sonnengott Inti gedeutet. Arthur Posnansky, von dem später noch berichtet wird, erkannte im Sonnentor einen Kalender, der das Jahr in zwölf Monaten und 365 Tage aufteilte. Er datierte sowohl die Frühlings und die Herbst-Tagundnachtgleiche als auch die Winter- und Sommersonnenwende. Später wurde die Kalender-These vom Archäologen Prof. Schindler-Bellamy bestätigt. Mithilfe dieses Kalenders konnten eine ganze Reihe von astronomischen Daten abgelesen werden, wie z. B. die Häufigkeit der Schalttage, die geografische Lage des Ortes, Sonnenwenden, Planetenbahnen, die Schiefe der Ekliptik und Sonnenfinsternisse in allen Teilen der Welt. Es schien tatsächlich bekannt gewesen zu sein, dass die Erde eine rotierende Kugel ist und sich um die Sonne dreht. Auch die Himmelsrichtungen waren nicht unbekannt, denn die Hauptachse der Kalasasaya verläuft exakt von Ost nach West.<br><br><strong>Puma Punku</strong><br>Etwa 1 km weiter südlich befindet sich Puma Punku. Dort liegen tonnenschwere Steinblöcke, die u. a. mit Millimeter feinen, absolut exakten Rillen bearbeitet wurden, wobei die verwendete Technologie völlig ungeklärt bleibt. Die Diorit Blöcke, die verschiedene Verzierungen aufweisen, sind so hart, dass sie eigentlich nur mit modernsten Stahlfräs- und Bohrmaschinen bearbeitet werden können.<br><br>Die Steinbrüche sind zudem viele Kilometer entfernt, sodass es als Rätsel gilt, wie die über 100 Tonnen schweren Blöcke herbeigeschafft wurden, insbesondere da das Rad angeblich noch nicht bekannt war. Ebenso ungewiss ist, ob die offensichtliche Zerstörung durch Menschenhand oder durch eine Naturkatastrophe herbeigeführt wurde. Selbst die 1.000 Tonnen schwere Bodenplatte befindet sich nicht mehr in ihrer ursprünglichen Lage. Die Bedeutung der Anlage ist ebenfalls ungeklärt. Nach einer Legende wurde Puma Punku von den Göttern in einer Nacht erbaut. Manche halten es für ein nie vollendetes Mausoleum, einen Mondtempel oder auch für die Hafenanlage von Tiahuanaco.<br><br><strong>Das Alter des sog. „ältesten Heiligtums der Menschheit“</strong><br>Wer genug von den ganzen Rätseln hat, der sollte jetzt aufhören zu lesen. Wenn wir uns nämlich mit der Frage beschäftigen, wann Tiahuanaco überhaupt entstanden ist, wird es erst richtig kompliziert. Für diejenigen, die noch nicht aufgeben wollen, geht es jetzt weiter (im Wesentlichen unter Verwendung von den Teilen der anonym verfassten Internet – Seite <s>www.kassablanca.de/zo/thema/messages/pumapunku/pumapunku.html</s>, (A.d.R. diese Seite existiert nicht mehr) die sich durch weitergehende Recherchen nachvollziehen ließen): Die sogenannte Tiahuanaco Kultur wird auf den Zeitraum 100 v. Chr. bis 1.000 n. Chr. datiert und wäre schon so eine der ältesten Südamerikas. Eng damit in Zusammengang steht die etwas später anzusetzende Huari Kultur (600 &#8211; 1.200 n. Chr.), sodass sich ganz Peru, Bolivien und der Norden Chiles bereits vor der Inka-Zeit unter einem Kultureinfluss befand. Es spricht allerdings vieles dafür, dass die Bauten Tiahuanacos bereits wesentlich früher errichtet wurden und während der sogenannten Tiahuanaco Kultur lediglich bewohnt, jedoch nicht erbaut worden sind.</p>
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		<title>Wie hat die Lehre mein Leben verändert?</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/wie-hat-die-lehre-mein-leben-veraendert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 09:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Meditieren hat mich befähigt, meine Aufmerksamkeit kontrolliert zu steuern. Das bedeutet in der Praxis, dass ich das umsetzen kann, was ich mir vornehme.Die Haftung am Vergangenem oder an der zukünftigen Planung ist deutlich verringert, und somit die Effizienz der aktuellen Tätigkeit verbessert.Die Selbstdisziplin wurde gestählt.Die innere Freiheit durch den Verzicht erreicht.Außerdem habe ich erfahren, [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Das Meditieren hat mich befähigt, meine Aufmerksamkeit kontrolliert zu steuern. Das bedeutet in der Praxis, dass ich das umsetzen kann, was ich mir vornehme.<br>Die Haftung am Vergangenem oder an der zukünftigen Planung ist deutlich verringert, und somit die Effizienz der aktuellen Tätigkeit verbessert.<br>Die Selbstdisziplin wurde gestählt.<br>Die innere Freiheit durch den Verzicht erreicht.<br>Außerdem habe ich erfahren, was ich alles nicht bin, und somit erfahren, was ich bin.<br>Die emotionale Stabilität hat sich massiv gesteigert – durch das Seminar „Quelle und Kraft der Gedanken“ und durch die Meditation.<br>Die Beziehung zu meinen Kindern hat sich gebessert. Und meine Ehe würde ich, seit Heike auch meditiert, als glücklich bezeichnen.<br>Die Frustrationstoleranz grenze und der Umgang mit Schmerzen haben sich während der langen Sitzmeditationen deutlich verbessert. Erfahrung der Vergänglichkeit. Schmerzen als einen Freund anzunehmen.<br>Ich habe gelernt, was der Unterschied ist zwischen moralischem Handeln und über den Tisch gezogen zu werden. Mich mit Gebern zu umgeben und diese zu unterstützen.<br>Durch Yoga und vegane Ernährung habe ich gelernt Verantwortung für meine Gesundheit und die Natur zu übernehmen.<br>Einfluss nehmen auf das, was ich positiv verändern kann und alles andere bedingungslos akzeptieren.<br>Ich habe gelernt, zu lernen, und dies als fortlaufenden Prozess zu sehen. Freude am Lernen zu haben. Ich bin jetzt eine Leseratte. Lerne Englisch und Gitarre. Mein Interesse ist allgemein gestiegen. Ich habe Zugang zu höchst interessanter Literatur bekommen.<br>Das Leben zu zelebrieren und zu genießen.<br>Dankbar dem Leben und der Lehre zu sein.<br>Tiefe Verbundenheit mit dem Meister.<br>Fantasie und Schöpfung als höchstes Gut zu sehen.<br>Die Lateinamerikareise war prägend.<br>Ein Gefühl, zu Hause angekommen zu sein.<br>Mich für die Lehre einzusetzen und sie zu verbreiten.<br>Gute Freundschaften mit den Meditierenden zu pflegen, mit der Absicht ein starkes Team zu werden, und den Geist zum Glänzen zu bringen!<br>Roland Eberle, Schüler von Milenko</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Meditationsmeister im Westen</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/meditationsmeister-im-westen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gendün Rinpotsche (auch Rinpoche geschrieben) wurde 1918 in Kahm, Ost Tibet, geboren. Er hatte von frühester Kindheit an tiefe Sehnsucht nach dem spirituellen Weg. Während der Sommermonate, wenn die Familie ihre Herden auf die Weiden führte, lebte die ganze Familie in einem großen Zelt. Gendüns Lieblingsspiel als kleiner Junge war, sich etwas abseits einer Hütte [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Gendün Rinpotsche (auch Rinpoche geschrieben) wurde 1918 in Kahm, Ost Tibet, geboren. Er hatte von frühester Kindheit an tiefe Sehnsucht nach dem spirituellen Weg. Während der Sommermonate, wenn die Familie ihre Herden auf die Weiden führte, lebte die ganze Familie in einem großen Zelt. Gendüns Lieblingsspiel als kleiner Junge war, sich etwas abseits einer Hütte aus belaubten Zweigen zu bauen, in der er sich in Meditationshaltung hinsetzte und verkündete: „Ich bin ein Einsiedler.“ Gendün erinnert sich an diese Zeit: „Obwohl ich damals noch keine religiöse Erziehung erhalten hatte, sehnte ich mich zutiefst nach dem heiligen Dharma. Ich beobachtete sehr genau das Leben meiner Eltern, die einfache und aufrichtige Leute waren. Ich sah, dass die Belange dieses Lebens sie ganz und gar in Anspruch nahmen, und sagte mir: Alle weltlichen Aktivitäten sind sinnlos und ohne Bestand. Worin besteht ihr Nutzen zur Zeit des Todes? Durch dieses intensive Nachdenken wandte sich mein Geist für immer von weltlichen Dingen ab. Mein Vater versuchte immer wieder, mir sein Handwerk beizubringen, nur all seine Mühe war vergebens. Es gelang mir einfach nicht, mit dem Werkzeug geschickt umzugehen. Meine Eltern waren um meine Zukunft besorgt. Schließlich gaben sie meiner wiederholten Bitte nach, einen Meister ausfindig zu machen, von dem ich den heiligen Dharma lernen könne. Sie entschlossen sich, mich in das nahegelegene Kloster von Khyodrag zu bringen, wo ich eine spirituelle Erziehung und gleichzeitig alles für meinen Lebensunterhalt Notwendige erhielt.“<br><br>So begann Gendün mit gerade sieben Jahren seine Lehrzeit im Kloster. Er lebte sehr einfach und befolgte in allem die Regeln der Klostergemeinschaft. Schon bald wurde er aufgrund seiner vorbehaltlosen Bereitschaft, anderen zu helfen und alles mit ihnen zu teilen, für viele ein Vorbild. Doch er interessierte sich weniger für die traditionellen Aktivitäten der Mönche, die aus Lektüre und Rezitation von Texten, Herstellen von Tormas, rituellen Tänzen und anderen formellen Studien bestanden. Anders als die übrigen Mönche wollte er vor allem meditieren und verbrachte, um dies zu erlernen, seine Egend zu Füßen der großen Meister im Kloster.<br><br>Während der Zeit seiner Ausbildung als Heranwachsender führte Gendün einige Einzel Retreats durch. Mit 17 Jahren erhielt er die volle Ordination und mit 21 Jahren begann er im Retreat Zentrum seines Klosters das traditionelle Dreijahresretreat.<br><br>Da er unerschütterliches Vertrauen und tiefe Hingabe besaß, war Lama Gendün ein makelloses Gefäß für die Lehre. Er konnte die Übertragungen seiner Lamas vollkommen in sich aufnehmen und sein Geist wurde vollständig von ihrem Geist durchtränkt. Er praktizierte die Sechs Yogas von Naropa, Unterweisungen zur Praxis mit den subtilen Kanälen und Winden. Von da an trug er nur noch ein einfaches Baumwolltuch, und aufgrund seiner Verwirklichung des Yogas innerer Hitze (Tummo) erlangte er die Fähigkeit, Schnee und Eis zu schmelzen. Sogar im tiefsten Winter brauchte er keine Heizung in seiner Zelle. Ein anderes Zeichen seiner tiefen Meditation war, dass er weder Hunger noch Durst hatte und nur noch sehr wenig aß und trank. Er erlangte direkte und bleibende Kenntnis auch der subtilsten geistigen Zustände.<br><br>Nach seinem Dreijahresretreat blieb er noch mehrere Jahre in strenger Zurückziehung im Kloster Khyodrak, wo er intensiv in Abgeschlossenheit meditierte. Seine Tür blieb verschlossen und der einzige Mensch, zu dem er Kontakt hatte, war sein Koch, der den Schlüssel zu seiner Zelle hütete.<br><br>Eines Tages besuchte ihn sein Wurzellama Tulku Tendsin von Khyodrak. Er ließ die Tür zu Lama Gendüns Zelle öffnen und sagte: „Es ist jetzt an der Zeit für dich hinauszugehen. Deine Meditation ist vollendet. Du hast Verwirklichung in der Praxis erlangt, und es ist nicht länger nützlich, in Zurückgezogenheit zu bleiben. Du bist wahrhaftig zu einem „Halter des Segens“, einem Vermittler unerschöpflicher Güte geworden und kannst von nun an durch ein Leben unter den Menschen zum Wohl der Wesen wirken. Deine Verwirklichung ist unumstößlich. Du bist wie ein goldener Fels, da kannst du dir sicher sein. Handle von jetzt an nach deinem eigenen Ermessen.“ Gendün ging also auf Pilgerreise und besuchte die heiligen Stätten von Tibet und Nepal, wo er viele Opferungen und intensive Wunschgebete machte. Danach begab er sich wieder ins Retreat und meditierte in verschiedenen Höhlen, die von großen Meistem der Vergangenheit wie Padmasambhava und Milarepa gesegnet waren.<br><br>Dort erwarb Gendün Rinpotsche seine Verwirklichung. Jeder, der ihm begegnete, spürte unmittelbar die Kraft seines spirituellen Einflusses, seiner Güte und die warme Ausstrahlung seines Mitgefühls.<br><br>Als sich Ende der fünfziger Jahre die Ereignisse in Tibet zuspitzten und das Land vollständig militärisch besetzt wurde, lebte Gendün Rinpotsche immer noch zurückgezogen in den Bergen. Da erschien ihm eine weibliche Schutzgottheit, die ihm riet, nach Süden aufzubrechen und ihm ihren Schutz für die Gegenwart und die Zukunft versprach. Ohne den Weg im mindesten zu kennen, begab er sich zusammen mit zwei Freunden auf den Weg. In der Gewissheit des Schutzes der Drei Juwelen gelang es ihnen, die chinesischen Linien zu durchqueren und nach Indien zu gelangen. Dort angekommen gingen sie zum 16. Gyalwa Karmapa, der Gendün Rinpotsche kurze Zeit später zu einem seiner Wohltäter in Kalimpong in Bengalen schickte. Dort lebte Gendün Rinpotsche etwa weitere zwölf Jahre in Zurückgezogenheit.<br><br>Jedes Jahr begab sich der Rinpotsche nach Rumtek, zum Kloster des 16. Karmapa in Sikkim und erhielt von ihm viele Übertragungen. Dann wurde er vom Karmapa zur Betreuung eines neuen Klosters nach Bhutan geschickt.<br><br>1974 wandte sich der Karmapa, der seine erste Reise in den Westen vorbereitete, mit folgenden Worten an Gendün: „Ich werde nach Amerika und Europa reisen. Die Menschen dort sind wohlhabend, nur sie kennen die Lehre des Dharma nicht und leiden deshalb sehr unter ihren Emotionen, wie Stolz, Eifersucht, Begierde und Hass. Nur eine authentische spirituelle Praxis kann ihr Leid lindern und sie zur Befreiung führen. Wenn alle Voraussetzungen für die Weitergabe der Lehren des großen Fahrzeugs zusammenkommen, wird es deine Aufgabe sein, sie im Westen zu verbreiten. Dagegen gibt es nichts einzuwenden, ich kenne die Zeichen. Ich weiß, dass du ein Lama bist, der seine Praxis zum Abschluss gebracht hat. Für dich ist jetzt die Zeit gekommen, zum Wohl der Wesen zu wirken.“<br><br>Gendün erinnert sich an seine Reaktion: „Von der Aussicht auf solch eine Aufgabe fühlte ich mich völlig erschlagen. Ich sagte nichts, denn ich war unfähig zu antworten.“ Karmapa legte mir seine Hand auf den Kopf und sage lächelnd: „Ein Gönner hat mir einen Teil seines Besitzes in Frankreich geschenkt. Wir sollten dort ein großes Zentrum aufbauen, von dem sich die Lehre des Dharma verbreiten kann. Viele Menschen im Westen können dadurch Zugang zu den Lehren Buddhas finden, und das wird sehr hilfreich für sie sein. Du wirst also nach Europa gehen. Sei unbesorgt, du besitzt das zur Erfüllung dieser Aufgabe notwendige Karma. Die Zeit ist für dich gekommen, ans Werk zu gehen.“<br><br>Lama Gendün Rinpotsche kam im August 1975 in Frankreich an. Von da an widmete er sich ohne Unterbrechung der ihm durch Gyalwa Karmapa anvertrauten Aufgabe: den unverfälschten Dharma im Westen zu verbreiten. Seine Aktivität führte ihn in die meisten Länder Europas. Er machte Dhagpo Kagyu Ling in der Dordogne zu einem bedeutenden Dharma Zentrum und gründete 1984 Dhagpo Kündröl Ling in der Auvergne mit seinen Retreat Zentren, Praxis Klöstern und dem großen Tempel.<br><br>Lama Gendün Rinpotsche war Mönch, Yogi und vollendeter spiritueller Meister. Der 16. Gyalwa Karmapa gab ihm die gesamte Übertragung der Kagyü Schule und macht ihn damit zu einem seiner Linienhalter. Gendün Rinpotsche hat maßgebend an der Verwurzelung des Dharma in Europa mitgewirkt und verließ seinen Körper am 31. Oktober 1997.<br></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Der 16. Gyalwa Karmapa (Rangdjung Rigpe Dordje):<br>„Mit Jigmela lasse ich euch mein Herz, mit Gendün Rinpotsche ein reines Juwel.<br><br>„Ich habe keine Lebensgeschichte. Ich habe nur Tee getrunken und Tsampa gegesssen.“<br>Gendün Rinpotsche</p>
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		<title>Meditation nach Maß</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/meditation-nach-mass/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
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					<description><![CDATA[Betrachtung über den Weg der individuellen Meditation Milenko Vlajkov ist ein Meditationsmeister, der seit 1984 die Lehre der individuellen Meditation im Westen vertritt und verbreitet. Seit 1992 lebt und unterweist er die Meditationspraxis in Süden Deutschlands. Das Programm umfasst Vorträge und Workshops zum Thema der individuellen Meditation und der persönlichen Entwicklung. Täglich kurze Übungen bereiten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Betrachtung über den Weg der individuellen Meditation</strong><br><br>Milenko Vlajkov ist ein Meditationsmeister, der seit 1984 die Lehre der individuellen Meditation im Westen vertritt und verbreitet. Seit 1992 lebt und unterweist er die Meditationspraxis in Süden Deutschlands. Das Programm umfasst Vorträge und Workshops zum Thema der individuellen Meditation und der persönlichen Entwicklung. Täglich kurze Übungen bereiten den Schüler darauf vor, einmal im Jahr eine Meditationswoche mitzumachen, bei der er die erste Einsicht in die wahre Natur aller Dinge bekommen kann. Ein Gespräch am Vorabend eines Workshops hat mich dazu bewegt, diesen Artikel zu schreiben.<br><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color"><em>Frage: Können Sie mit dem Unterschied zwischen den verschiedenen Meditationswegen und dem Weg der individuellen Meditation etwas verdeutlichen?</em><br></mark><br><strong>Milenko:</strong> Alle Meditationsansätze und Meditationslehren einschließlich der wissenschaftlichen Meditationen basieren darauf, dass der Schüler eine Anweisung bekommt und diese dann praktiziert, manchmal auch jahrelang. Wenn der Schüler eines Tages die notwendige schwingungslose Konzentration erworben hat, kann er eine anspruchsvolle Aufgabe bekommen, um die spirituelle Realität zu erforschen. Im Unterschied dazu wechselt die individuelle Meditation die Aufgaben in regelmäßigen Abständen, denn unser Ansatz basiert darauf, dass der Schüler möglichst viele, unterschiedliche Meditationen bekommt, damit sein Geist ständig gefördert wird.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Sind das die gleichen Prinzipien, wie sie die Lernpsychologie entdeckt hat?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Ja, diese Prinzipien verweisen darauf hin, dass wir nur dann unerwünschten Gewohnheiten abbauen können, wenn sie der Übende mit immer neuen, ungewöhnlichen Sachen beschäftigt. Gewohnheitsmäßig praktizierte Meditation verfestigten den vorhandenen Zustand und der Schüler macht keinen Fortschritt mehr. Die Aufgabe eines guten Meisters ist es, darauf zu achten, dass seine Schüler ihre ineffizienten Denk- und Verhaltensmuster abbauen, indem sie sich der Automatismen bewusstwerden.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Können sie etwas genauer darauf eingehen, welche Kriterien sie anwenden, um die entsprechenden Meditationen für den Schüler zu bestimmen?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Wichtige Faktoren, die die individuelle Meditation berücksichtigen und die in keiner anderen Lehre beurteilt werden, sind z.B. das Alter des Übenden, das Geschlecht, die geistige und körperliche Verfassung, die Lebensumstände, der Beruf, die Einstellung und die Fähigkeit, mit der Meditation umzugehen, dass schon vorhandene Wissen und die Erfahrung des Schülers.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Was wird damit erreicht, wenn die persönlichen wichtigen Faktoren zur Bestimmung der Meditation herangezogen werden?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Das Ziel und die Kriterien für die richtige Meditation sind eigentlich, dem Übenden die Aufgabe zu erteilen, die er gerade nach erledigen, jedoch nicht vollkommen umsetzen kann. Der Übende soll so herausgefordert sein, wie jemand, der mit letzten Kräften ans Ziel kommt und am Ziel sogar vor Erschöpfung zusammenbricht, damit er tatsächlich die Blockaden im Geiste abbauen kann. Die Meditation als solche ist eine kleine Übung, die immer dazu dient, die phylogenetisch jüngsten Funktionen des Bewusstseins zu fördern und zu erhalten.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Zum Begriff „phylogenetisch“ ist zu sagen, dass damit die stammesgeschichtlich jüngsten Entwicklungsstufen der Menschheit gemeint sind, wie z. B. das Denkvermögen, die Logik und die Kreativität. Welche Bedeutung und welche Verbindung haben phylogenetische Funktionen zur Meditation?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Diese jüngsten Faktoren der Menschen sind am sensibelsten. Wenn sie nicht gepflegt werden und wenn man das nicht berücksichtigt und sie nicht benutzt, dann werden diese Funktionen am ehesten zurückgebildet. Wir beschäftigen uns damit, weil wir davon ausgehen, dass das einzige Bekannte, was wir haben, dieses Leben ist und dass wir in diesem Leben so viel wie möglich erreichen wollen. Wir wollen nicht mit der Wiedergeburt und mit Karma spekulieren, da es keine hundertprozentigen Beweise dafür gibt. Wir wollen uns in unserem Inneren von allen Blockaden wie Haften und Gier befreien. Nur wir wollen nicht das Menschliche in uns vernichten.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: In welchem Zusammenhang steht das Befreien von Haften und das Vernichten des Menschlichen?<br></mark></em><br><strong>Milenko: </strong>Hier ist ein großer Unterschied zum Buddhismus und Hinduismus, die davon ausgehen, dass man sich vom Haften befreien muss, um die Erleuchtung zu erlangen. Das wird z. B. im Buddhismus dadurch erreicht, dass man keine Gedanken, Absichten oder Wünsche hat. Es gibt hierzu ein bekanntes Schlagwort, was auch in anderen Traditionen bekannt ist, nämlich „im Hier und Jetzt“ zu leben.<br>Das Ziel der Lehre der individuellen Meditation ist, den Übenden zu befähigen, sich je nach Bedarf von allen Wünschen zu befreien, die er nicht erfüllen kam. Solange wir leben, ist es angenehmer, mit den Wünschen zu leben und auf die, die wir nicht erfüllen können, so zu verzichten, als hätten wir sie überhaupt nicht. Wenn wir letztendlich wissen, wir werden sterben, dann ist es besser, alle Wünsche zu löschen und endgültige Erleuchtung laut der buddhistischen Tradition zu erlangen und ins Nirvana zu gehen. Die Voraussetzung dafür ist jedoch ein hoch geschulter Geist.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Bedeutet das, dass es möglich ist, in diesem Leben Erleuchtung zu erlangen?</mark></em><br><br><strong>Milenko: </strong>Das ist eine sehr ungenaue Frage, weil wir zuerst den Begriff der Erleuchtung definieren sollten. Wenn die Erleuchtung darin besteht, inneren Frieden zu haben, dann ist es möglich; wenn die Erleuchtung darin besteht, ewiges Glück zu haben oder in ewiger Ekstase zu leben, dann ist es nicht möglich. Wenn die Erleuchtung darin besteht, in einem ewig harmonischen Zustand zu bleiben, dann ist es auch nicht möglich.<br>Die Hoffnung, ewig glücklich zu sein, entspricht nicht der menschlichen Natur. Ewig glücklich zu sein ist genauso fesselnd, genauso hemmend für die Entwicklung wie die Idee, ewig unglücklich zu sein. Wenn aber die Erleuchtung darin besteht, Einsicht in die wahre Natur aller Dinge zu bekommen und wenn diese Einsicht jederzeit, bei jeder nächsten Gelegenheit, bei jeder nächsten Aufgabe, wie eine blitzartige Einsicht auf jede Antwort kommt, dann ist es möglich. Das ist einfach ein plötzliches Erwachen.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Frage: Habe ich einen Vor- oder Nachteil, wenn ich schon seit längeren Jahren meditiere?</mark></em><br><br><strong>Milenko:</strong> Das hängt davon ab, ob du nur eine Meditation oder unterschiedliche Meditationen praktizierst und ob diese Aufgaben deinen Bedürfnissen und deiner Situation entsprechen. Im Sommer sollte eine Meditation eine abkühlende und beruhigende Wirkung haben, damit die Person die Hitze gut verträgt. Praktiziert die Person dieselbe Meditation im Winter, kühlt sich der Übende noch mehr ab und setzt die eigenen Abwehrkräfte dadurch herab. Das ist so, als wurde jemand im Winter viel Eis essen, um die Kälte nicht mehr so deutlich zu spüren. So ist es auch mit der Meditation, d. h., wenn die Meditation passend ist, den Jahreszeiten und den Umständen angepasst, dann kann die Meditation einen Nutzen haben. Nur nach einem Jahr hat die Meditation sowieso die Entwicklungskraft verloren und die Person braucht eine andere, anspruchsvollere Aufgabe, sonst wird die Meditation zur Gewohnheit und blockiert die Weiterentwicklung.<br><br><em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-ast-global-color-0-color">Herr Vlajkov, ich bedanke mich für das informative Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Bekanntmachen und Entwickeln der Lehre der individuellen Meditation.<br></mark></em>(ES)</p>
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		<title>Mein Meister und ICH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 May 2021 17:51:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditationsschüler]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach ein paar Dutzend Begegnungen mit meinem Meister Dhaly Charma, hatte ich den Eindruck, dass ich ihn gut kannte und dann passierte etwas Seltsames. Wir saßen an einem Herbstabend am Fuße des Westhanges am Berg Učka und zündeten ein Lagerfeuer an. Dhaly begann das Gespräch:&#160;„Erinnerst du dich an unser zweites Treffen, als ich dich vor [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Nach ein paar Dutzend Begegnungen mit meinem Meister Dhaly Charma, hatte ich den Eindruck, dass ich ihn gut kannte und dann passierte etwas Seltsames. Wir saßen an einem Herbstabend am Fuße des Westhanges am Berg Učka und zündeten ein Lagerfeuer an.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Dhaly begann das Gespräch:<em>&nbsp;„Erinnerst du dich an unser zweites Treffen, als ich dich vor die endgültige Wahl stellte, die Entscheidung zu treffen, die Lehre von mir zu übernehmen und mein Schüler zu werden oder dieses Treffen zu vergessen?“</em></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">„<em>Natürlich erinnere ich mich an jedes Wort.</em>“</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><em>„Du hast mich gefragt, wie du dich bei mir für die Übertragung des Wissens bedanken kannst, und dann sagte ich zu dir, du würdest schon den Wag dazu finden. Jetzt, wo es schon fast gewiss ist, dass du die Rolle des Linienhalters dieser edlen Linie übernehmen wirst, möchte ich dir über die Wohltätigkeit und Wohltäter erzählen. In der Geschichte dieser Lehre gab es viele ihnen, sowohl unter den Schülern als auch unter den Meistern. Seit Anbeginn der Zeit hat man vom Meister nicht erwartet, sich irgendwo anstellen zu lassen und seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Um den Meister kümmerten sich seine Schüler und Gönner. Mit der Einführung des Geldes als Handelsinstrument änderte sich alles und insbesondere wurden einige menschliche Werte devalviert. Da Menschen verderbliche Ware sind, wurde die Güte durch persönliches Interesse ersetzt. Während sich in der Vergangenheit jeder mit der Gemeinschaft identifizierte, zu der er gehörte (Familie, Stamm oder Siedlung), verwenden die Menschen jetzt das Wort ‚ich‘ und drücken damit die Größe ihres eigenen Egos aus. Früher sagten sie ‚wir‘, worunter die Verantwortung für alle zu verstehen war, während die Menschen jetzt voneinander entfremdet sind und dabei oft nicht einmal die Verantwortung für ihre Allernächsten verspüren. Da das ultimative Ziel jeder persönlichen Entwicklung darin besteht, die Wege zur Erreichung des Zustandes des reinen Geistes zu meistern, wirst du heute von mir eine meditative Aufgabe bekommen, die dich zum reinen Geist führen wird. Die Frage, die du versuchen wirst zu beantworten, und zwar mit allen Kräften, schonungslos und leidenschaftlich, lautet: Wie kann man von einem unreinen zu einem reinen Geist gelangen?</em>“</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Als ich die Frage hörte, dachte ich: &#8222;<em>ICH kann es schaffen.</em>&#8220; Im Laufe der nächsten sechs Jahre berichtete ich meinem Meister regelmäßig alle drei Monate, welche Entdeckungen ich gemacht hatte, in der Hoffnung, dass er eine der Antworten akzeptieren wird. In den ersten zwei Jahren wuchs in mir die Begeisterung und in mir loderte das Feuer der Sehnsucht nach einer Lösung. Jedoch bewegte ich mich nicht von der Stelle und wie jedes Feuer allmählich, so fing auch meines nach zwei Jahren an nachzulassen und zu verlöschen. In den nachfolgenden zwei Jahren begriff ich, dass mein ICH ausbrannte und als Folge des Misserfolges wurde das ICH durch Verzweiflung ersetzt. „Gibt es überhaupt eine Lösung, oder ist es nur die Art und Weise den eigenen Geist zu schärfen?“, fragte ich mich. Mir wurde klar, dass mein ICH sich in vielen getarnten Ausgaben meldete, sowohl in meinen Verhältnissen zu meinem Meister als auch zu allen anderen Wesen und Dingen, die ich mochte und nicht mochte. Ich traf die Entscheidung, einen ‚Waffenstillstand‘ mit meinem ICH zu schließen. Wenn ich nicht in der Lage bin, auf mein ICH zu verzichten, dann sollte ich mich daran nicht stören lassen. Ich erlaubte ihm, wild zu laufen und sich auf alle möglichen Arten zu äußern. Ich wurde hochmütig und stolz und fing an, mein, den anderen vermeintlich überlegenes Wissen zu genießen. Dadurch machte ich mir mein eigenes ICH sichtbar. Am Ende dieser zwei Jahre erlosch jedoch der Wunsch mich mit meinem Ego zu identifizieren. Es war, als wäre ich jemand anderes geworden, eine Leere ohne Identität. Danach begann die Reifungsphase. Melancholie und Resignation überwältigten mich, Monat für Monat schlug ich mich durchs Leben. Ich konnte keine zufriedenstellende Lösung für meinen Meister finden. Ich begann zu glauben, dass diese großartigen Einsichten, die er ablehnte, sowieso für mich nie mehr zu erlangen wären. Ich wurde apathisch, nur aus Pflichtgefühl und mit einem unbezwingbaren Willen meditierte ich trotzdem weiter zu dem Thema des Weges vom unreinen zum reinen Geist.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Eines Tages, nachdem ich sechs Jahre über den Weg nachgedacht hatte, bot ich meinem Meister fast ängstlich eine lakonische Antwort an: „<em>Die Lösung besteht im Geben!</em>“</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Dhaly zuckte, wie vom Blitz getroffen und sagte: „<em>Wie meinst du es?</em>“</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">„<em>Unreinheit wird mit noch mehr Unreinheit gereinigt, die Krankheit wird mit Gift behandelt und der Geist mit eigenem Schmerz, der durch das Geben verursacht wird. Erst wenn das Geben den Schmerz erzeugt, konfrontieren wir uns mit unserem wahren Ego und sind erst dann bereit, dieses ICH durch WIR zu ersetzen, mein Meister. So habe ich auch beschlossen, mich um dich und all diejenigen zu kümmern, die mich brauchen, denn dann habe ich nichts zu verlieren.</em>&#8222;</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Der Meister akzeptierte die Antwort bedingt, indem er sagte: „<em>Ich werde dich beobachten, weil ich immer noch nicht weiß, ob dies nur dein kognitives Konstrukt ist oder die echte Transformation zum reinen Geist.“</em></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Er beobachtete mich die nächsten 19 Jahre. Ich besuchte ihn zuletzt im November 1999 in Kathmandu und gab ihm den letzten Bericht über die Lehre und UNS. Er sagte zu all dem: „<em>Jetzt kann ich ruhig gehen!</em>“</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Während ich von innen beobachtete, wie sich die Veränderung vollzog, wurde mir nach diesen 19 Jahren alles klar.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>In der ersten Phase machte der Meister mein Ego sichtbar.</strong></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>In der zweiten <strong>Phase</strong></strong> <strong>sah ich mein getarntes Ego.</strong></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>In der dritten <strong>Phase</strong></strong> <strong>erkannte ich, dass die Lösung im Geben sei. Als das Geben zum Ego wurde, wurde ich frei, denn niemand kann mir jetzt noch etwas wegnehmen.</strong></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Noch etwas sagte mir mein Meister: „<em>Der Weg eines Meisters ist schwieriger als der Weg zur Meisterschaft.“</em></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Damals glaubte ich ihm nicht, aber jetzt weiß ich, dass es wahr ist: Der Meister wird von allerlei Schmutz seiner Schüler ‚verschmutzt‘ und weiß nie im Voraus, ob er den Weg der Meisterschaft für jeden Einzelnen zurücklegen wird. Der Weg vom Schlamm zu den himmlischen Höhen ist für jeden einzigartig und es bleibt mir nur übrig zu beobachten, wie die Schüler stolpern und hinfallen. Obwohl ich weiß, dass mein Rat ihnen helfen würde, würden sie ihm nicht folgen, weil sie denken würden (so wie ich damals), da spricht das Ego des Meisters!</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Für alle Unklarheiten und Fragen sprecht mich bitte offen an.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Euer Meister</p>
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		<title>Sonntag in Stuttgart</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 11:56:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditationsschüler]]></category>
		<category><![CDATA[Meditationstage]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich sitze im Institut und frage mich, warum meine Meditationsschüler zum Meditationstag nicht kommen wollen. Vielleicht wird sich jemand trauen, diese Frage im Kommentar zu beantworten. Der Meditationstag findet an einem Samstag im November und an einem Sonntag statt. Es gibt nur zweimal im Jahr, nämlich an diesen Tagen, einen Meditationstag zu besuchen. Er besteht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Ich sitze im Institut und frage mich, warum meine Meditationsschüler zum Meditationstag nicht kommen wollen. Vielleicht wird sich jemand trauen, diese Frage im Kommentar zu beantworten. Der Meditationstag findet an einem Samstag im November und an einem Sonntag statt. Es gibt nur zweimal im Jahr, nämlich an diesen Tagen, einen Meditationstag zu besuchen. Er besteht aus einer Trommelmeditation, 5 langen Sitzmeditationen und einem Vortrag &#8211; das Thema ist diesmal über die Förderung der eigenen Kreativität. Es ist eine einmalige Gelegenheit, diesen Vortrag zu hören und die Gelegenheit zu bekommen, einen höheren geistigen Zustand zu erreichen.<br />
Es kann sein, dass einer der Gründe die Entfernung ist. Von z.B. Wuppertal oder Düsseldorf nach Stuttgart ist eine lange Strecke. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, mich einzuladen, um einen der Meditationstage in Wuppertal oder Düsseldorf abzuhalten, statt auf einen Meditationstag zu verzichten.<br />
Persönliche Entwicklung lässt sich am Geisteszustand erkennen: glänzt der Geist und zeigt sein Feuer, fällt es dem Übenden leicht, zu einem Meditationstag zu kommen. Er freut sich, seinen Zustand mit anderen zu teilen. Unlängst habe ich eine interessante Überlegung gehört: Als einer meiner Meditationsschüler einen anderen gefragt hatte, warum er nicht zu einer speziellen Meditationswoche kommt, beantwortete dieser, dass er bei dieser Woche selbst nichts bekommen würde, nur die Anderen würden durch seine Anwesenheit &#8222;profitieren&#8220;. Wenn ich an der Stelle des ersten Schülers wäre, hätte ich gesagt, dies sei der Grund mehr zu so einer Woche zu kommen. Gibt es etwas Angenehmeres und Besseres, als zu wissen, dass wir mit dem Glanz des eigenen Geistes andere fördern und glücklich machen.</p>
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