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	<title>Japan &#8211; Individuelle Meditation</title>
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	<title>Japan &#8211; Individuelle Meditation</title>
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		<title>Buchbesprechung – Zen-Geist, Anfänger-Geist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
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					<description><![CDATA[Buchbesprechung Zen-Geist, Anfänger-Geist, Unterweisungen in Zen-Meditationvon Shunryu Suzuki (Autor)Originalverlag: Theseus Verlag in Kamphausen Media GmbH, ISBN: 978-3-442-34576-2 Kurzbeschreibung Zen-Geist ist einer der rätselhaften Ausdrücke, die von Zen-Lehrern benutzt werden, um die Menschen auf sich selbst zurückzuwerfen, um sie zu veranlassen, ihren alltäglichen Geist zu hinterfragen und sich darüber zu wundem, was und wie dieser Geist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-large-font-size wp-block-paragraph">Buchbesprechung</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Zen-Geist, Anfänger-Geist, Unterweisungen in Zen-Meditation</strong><br>von Shunryu Suzuki (Autor)<br>Originalverlag: Theseus Verlag in Kamphausen Media GmbH, ISBN: 978-3-442-34576-2<br><br>Kurzbeschreibung<br><br><strong>Zen-Geist </strong>ist einer der rätselhaften Ausdrücke, die von Zen-Lehrern benutzt werden, um die Menschen auf sich selbst zurückzuwerfen, um sie zu veranlassen, ihren alltäglichen Geist zu hinterfragen und sich darüber zu wundem, was und wie dieser Geist eigentlich ist.<br><br>Die Unschuld dieser Nachforschung ist ein <strong>Anfänger-Geist, </strong>es ist der offene Geist, die Haltung, die sowohl Zweifel wie Zuversicht einschließt sowie die Fähigkeit, die Dinge immer frisch und neu zu sehen.<br><br><strong>Zen-Geist </strong>– <strong>Anfänger-Geist </strong>handelt davon, wie Zen zu praktizieren ist. Es geht ein auf Haltung und Atmung, auf die grundlegende Einstellung und das Verständnis, die Zen-Praxis möglich machen, auf Nicht-Dualität, Leerheit und Erleuch­tung. Man beginnt zu verstel.cn, was Zen wirklich bedeutet.<br><br>Die Biografie des Autors wurde schon an dieser Stelle (<a href="https://individuelle-meditation.org/buchbesprechung-shunryu-suzuki-oder-die-kunst/">Shunryu Suzuki oder die Kunst&#8230;.</a>) vorgestellt.<br><br>Wer ihn noch nicht kennt, ist mit diesem Buch über Zen mehr als gut beraten und sollte es unbedingt lesen! Suzuki ist in den 60ern von Japan nach Amerika ausgewandert und hat dort über Jahrzehnte hinweg junge und alte Amerikaner als Zen Schüler angenommen und unterrichtet. Unter anderem hat er auch das erste Zen Kloster im Westen gegründet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den vielen Jahren in Amerika hat er die „westliche“ Art zu leben und zu denken kennengelernt. Dadurch wird das Buch besonders zugänglich und gut verständlich. Seine ganze Geschichte wird in der Biografie erzählt und es wird auch das vorliegende Buch erwähnt.<br>Besonders für den „Anfänger“ ist dieses Buch hilfreich, gibt es doch Einsicht in den Zen-Gedanken genauso wie Anleitung für die Praxis. Wer sich alleine in Zazen übt und im Alltag versucht Zen zu e­ben, wird dankbar die vielen Impulse, die das Buch bzw. Suzuki Roshi gibt, annehmen. Suzuki spricht nicht viel von Erleuchtung oder Satori oder anderen Glückszuständen, die viele Übende so oft anstreben – einfach „sitzen“ &#8230;!<br>Das Buch ist auf Initiative einiger seiner Schüler entstanden, die erfolgreich seine Vorträge zu­sammengefasst haben. Es ist in kurze Kapitel gefasst, wohl den Vortragen entsprechend, aber aufeinander aufbauend, sodass sich dem Leser mit jedem Kapitel etwas mehr erschließt. Dieses Buch ist mehr als ein Ratgeber oder eine Anleitung; es enthält den Geist Suzukis – zumindest für den, der es aufmerksam zu lesen versteht.<br>Karin Mikel</p>
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		<title>Berühmte Personen des meditativen Weges</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Sep 2023 08:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berühmte Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
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		<category><![CDATA[Meister]]></category>
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		<category><![CDATA[persönliche Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Dogen Zenji 1200 – 1253 (auch Dogen Kigen oder Eihei Dogen) wurde nach der westlichen Zeitrechnung 1200 in Kyoto geboren. Mit 12 Jahren trat er in das Kloster Enryaku-ji ein. Nach drei Jahren hauptsächlicher theoretischer Unterweisung wollte er eine stärker praxisorientierte Schulung kennenlernen und trat daher in das Kloster Kennin-ji ein. Dort wurde Rinzai Zen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Dogen Zenji 1200 – 1253 (auch Dogen Kigen oder Eihei Dogen)<br><br>wurde nach der westlichen Zeitrechnung 1200 in Kyoto geboren. Mit 12 Jahren trat er in das Kloster Enryaku-ji ein. Nach drei Jahren hauptsächlicher theoretischer Unterweisung wollte er eine stärker praxisorientierte Schulung kennenlernen und trat daher in das Kloster Kennin-ji ein. Dort wurde Rinzai Zen unterrichtet, das sehr große Anstrengung unternimmt, um die Erleuchtung zu erlangen. Diese Schulung befriedigte ihn auch nicht und somit ging er 1223 nach China, um die ursprüngliche buddhistische Praxis zu studieren.<br><br>Nach langer Suche begegnete er dort dem Meister Tendo Nyojo, dieser lehrte Dogen die Einheit von Praxis und Erleuchtung. Nachdem Dogen tiefe Erleuchtung erfahren hatte und das Siegel der Bestätigung in der Soto-Zen Tradition bekommen hatte, ging er 1227 nach Japan zurück. Dort lebte er zehn Jahre in Kyoto, zuerst im Kloster Kennin-ji, dann im Kosho-ji.<br><br>Um seine Übertragungslinie vom Einfluss weltlicher Mächte, der Kaiserstadt, in der er lebte, fernzuhalten, zog er sich dann in eine Einsiedelei in den Bergen der Provinz Echizen (heute Fukui) zurück.<br><br>Aus seiner Hütte entwickelte sich im Laufe der Zeit ein großes Kloster, an dieser Stelle befindet sich heute das sehr bekannte Kloster Eihei-ji. Es ist bis heute, neben dem Soji-ji, das wichtigste Kloster des Soto-Zen. In den folgenden zehn Jahren widmete er sich der Verbreitung der Zazen Praxis und der Lehre des Dharma. Als er mit 52 Jahren erkrankte, übergab er die Leitung des entstehenden Klosters an seinen Schüler und Nachfolger Koun Ejo. Im Alter von 53 Jahren, kurz nachdem er nach Kyoto zurückgekehrt war, starb er dort.<br><br>Gemäß den Lehren der Soto-Schule betonte Dogen, dass Shikantaza die höchste und eigentliche Form des Zazen darstelle. Allerdings lehnte er die in der Rinzai-Schule betonte Schulung mithilfe von Koans keineswegs ab, was schon aus der Tatsache hervorgeht, dass er eine Sammlung von 300 Koans zusammenstellte, deren jedes er mit der Zen-Schulung anwendete.<br><br>Werke von Dogen Zenji sind unter anderem Fukan Zazengi und das Shobogeno Zuimonki. Sein Hauptwerk, das Shobogenzo („Die Schatzkammer des wahren Dharma-Auges“), gilt als eine der tiefgründigsten Schriften der Zen-Literatur und als das hervorragendste Werk der religiösen Literatur Japans bis heute. Im Kapitel Hotsu bodaishin („Erweckung des Bodhi-Geistes“) schreibt er: „Diejenigen, die den Buddha-Dharma nicht kennen und nicht an den Buddha-Dharma glauben, glauben nicht an das Prinzip der Augenblicklichkeit des Erscheinens und Vergehens aller Dinge. Wer an Tathagatas Schatzkammer des wahren Dharma-Auges und den wunderbaren Geist des Nirvana glaubt, glaubt auch an das Prinzip der Augenblicklichkeit des Erscheinens und Vergehens aller Dinge. Jetzt, wo wir den Lehren des Tathagata begegnen, fühlen wir zwar, dass wir klar verstehen, aber wir können lediglich eine Zeitperiode von einem tatksana oder länger wahrnehmen, und so vertrauen wir nur darauf, dass das Prinzip wahr ist. Wir sind nicht in der Lage, alle Dharmas zu kennen, die der Weltgelehrte gelehrt hat, und so können wir auch nicht die Länge eines ksana kennen. Deshalb sollten die Schüler niemals überheblich sein“.<br><br>Dogen Zenji gilt in Japan als eine der größten religiösen Persönlichkeiten und wird dort von allen buddhistischen Schulen wie ein Heiliger oder Bodhisattva verehrt. Missverständlich wird er leider oft als reiner Philosoph verstanden und gilt daher als der „tiefgründigste und eigenwilligste Denker“, den Japan hervorgebracht hat. Dabei wird übersehen, dass seine Schriften, auch wenn darin die tiefsten existentiellen Fragen des Menschen angesprochen werden, nicht etwa eine Existenzphilosophie darstellen. Was Dogen schrieb, entspringt nicht philosophischen Spekulation, ist nicht das Ergebnis von Denkprozessen, sondern Ausdruck einer unmittelbaren inneren Erfahrung der lebendigen Wahrheit des Zen.<br><br>„Tag und Nacht, was immer euch begegnet, ist euer Leben; daher sollt ihr euer Leben der Situation anpassen, der ihr im Augenblick begegnet. Verwendet eure Lebenskraft dazu, aus den Umständen, die auf euch zukommen, eine Einheit mit eurem Leben zu gestalten und die Dinge an ihren richtigen Platz zusetzen.“ Dogen Zenji.</p>
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		<title>Buchbesprechung – ZEN in der Kunst …</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2023 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Bogenschießen]]></category>
		<category><![CDATA[Zen]]></category>
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					<description><![CDATA[Buchbesprechung ZEN in der Kunst des BogenschießensEugen Herrigel wurde 1884 in Kehl geboren, Prof. in Heidelberg 1923, lebte von 1924 bis 1929 in Japan, verstorben 1955 in Partenkirchen/Obb.Autor Eugen Herrigel Verlag 0. W. Barth, ISBN-10: ‎ 3426291215, ISBN-13: ‎ 978-3426291214 Für MEDITATION AKTUELL haben wir das Buch gelesen und uns über den Inhalt Gedanken gemacht. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Buchbesprechung</strong></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph" style="font-size:17px"><strong>ZEN in der Kunst des Bogenschießens</strong><br>Eugen Herrigel wurde 1884 in Kehl geboren, Prof. in Heidelberg 1923, lebte von 1924 bis 1929 in Japan, verstorben 1955 in Partenkirchen/Obb.<br>Autor Eugen Herrigel Verlag 0. W. Barth, ISBN-10: ‎ 3426291215, ISBN-13: ‎ 978-3426291214</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Für MEDITATION AKTUELL haben wir das Buch gelesen und uns über den Inhalt Gedanken gemacht. Spannend, interessant und für direkte theoretische Informationen aus erster Hand ist das Buch eine ideale Literatur, nicht nur zum Einstieg in die Thematik des Zen. Sondern auch für diejenigen, die sich schon längere Zeit mit Meditation in ihren verschiedenen Formen beschäftigen. Mit „Zen in der Kunst des Bogenschießens“ schuf Eugen Herrigel einen Klassiker der Zen-Literatur aus westlicher Sicht, der in 12 Sprachen übersetzt werde.<br><br>Was der Autor von seinem japanischen Meister lernte und hier vermittelt, betrifft das Wesen jeder Meisterung einer Technik, die Essenz jeder künstlerischen Gestaltung, den Angelpunkt jeder von echter Spiritualität getragenen Lebenspraxis.<br><br>Nach dem Lesen dieses Buches ist leicht zu erkennen, dass es eines geeigneten Lehrers bedarf, um den gewählten Weg auch effektiv zu bege­hen. Daraus kann man schlie­ßen, dass mehr als nur theoretisches Wissen nötig ist, um Fortschritte zu machen. Man muss selbst praktizieren und üben, egal mit welchem Weg man sich befasst, der Lehrer ist lediglich da, um den Schüler immer wieder auf den Weg zu fuhren. Wie im Buch beschrieben, korrigiert der Lehrer nicht immer gleich den Schüler, sondern lässt diesen seine Erfahrung selbst sammeln, bis die Reife oder das Verständnis erlangt ist, damit der Schüler auf dem Weg weiter gehen kann. Die Fragen zeigen dem Lehrer, wo der Schüler steht und was als Nächstes kommen sollte.<br><br>In der Beschreibung im Buch konzentriert sich der Lehrer hauptsächlich auf die Praxis, er lehnt sogar theoretische Unterweisungen wei­testgehend ab. Beim Weg der Individuellen Meditation jedoch ist eine Schulung in der Praxis und eine parallel dazu ablaufende theoretische Unterweisung vorhanden. Dadurch erkennt und baut der Schüler seinen Weg selbst, und hierbei sind die seit letztem Jahr laufenden offenen Meditationsworkshops ein wichtiger Bestandteil.<br><br>Was an dieser Beschreibung von Herrigel auffällig ist und was jeder Schüler gut gebrauchen kann, ist der andauernde Wunsch des Schülers, sich dem Ziel zu nähern. Im Üben des Bogenschießens ist das Ziel für den Schüler scheinbar etwas offensichtlicher als in anderen meditativen Schulungen, da er durch die direkten Anweisungen des Lehrers der Meinung ist, ihn verstanden zu haben. Das bedeutet nur nicht, dass dieser oder irgendein Weg einfa­cher als der andere ist. Es kommt auf den Weg an und aus unserer Sicht ist es wünschenswert, nicht immer wie­der die gleiche Meditation zu praktizieren, eine Konditionierung der Übung zu ver­meiden. Beim Bogenschießen ist immer die gleiche Übung im Mittelpunkt, dies ist unserer Meinung nach keine Erleichterung für den Schüler, um den Weg erfolgreich zu gehen.<br><br>Das im Buch beschriebene „ES SCHIEßT“ ist in jeder Schulung der Meditation als das Loslassen aller Dinge bekannt. Es entsteht der Eindruck, dass es nichts Störendes mehr gibt, sondern man oder ‚ES IST‘ Dies ist die Aufhebung der Dualität, das Verschwinden des Unterschiedes des Seins und Nichtseins, die Freiheit.<br><br>Wir denken, für jeden ist das Buch lesenswert, auch wenn man schon lange nicht mehr darin gelesen hat, kann man es wieder einmal zur Hand nehmen und neues entdecken.<br>(Simona Vlajkov und Erwin Schutz)<br><br>Nächste Buchbesprechung:<br><strong>Die Vier Edlen Wahrheiten</strong><br>Die Grundlage buddhistischer Praxis</p>
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		<title>Koppenhagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 16:02:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Kopenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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					<description><![CDATA[14-10-09 Koppenhagen Heute war unser letzter Vormittag in Tokyo, an diesem Tag haben wir eine große Besichtigung vom Narita Flughafen unternommen und festgestellt, dass dieser Flughafen sich nicht im Wesentlichen von anderen großen Flughäfen unterscheidet. Sogar die Ästhetik ist nicht auf dem höchsten Niveau. Und die Waren die im Duty-Free angeboten werden entsprechen nicht dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400; text-align: left;">14-10-09 Koppenhagen</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Heute war unser letzter Vormittag in Tokyo, an diesem Tag haben wir eine große Besichtigung vom Narita Flughafen unternommen und festgestellt, dass dieser Flughafen sich nicht im Wesentlichen von anderen großen Flughäfen unterscheidet. Sogar die Ästhetik ist nicht auf dem höchsten Niveau. Und die Waren die im Duty-Free angeboten werden entsprechen nicht dem Angebot z. B. im Breuninger. Sogar ein Japanischer Dufthersteller (Isay Miake) war nicht zu finden, obwohl wir vier Duty-Free überprüft haben. Danach kamen Check-in und die Zeit im Flugzeug, insgesamt 12 Stunden. Zuerst haben wir den Plan für die Reise im nächsten Jahr fertig gemacht und dann hat jeder an seinem Computer die Fotos sortiert und mit den Zusatzdaten versorgt.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Ich habe das Buch von Miyamoto Musashi fertiggelesen und war viel zu schläfrig um irgend etwas noch zu machen. Dann haben wir ein bisschen geschlafen, Ferngesehen und Musik gehört. 2 x haben wir gegessen und jedes Mal war das eine äußerst traurige Geschichte. Bei der ersten so genannten Mittags-Mahlzeit sah anfänglich alles sehr viel versprechend aus. Ein frischer Salat mit dem extra Dressing von dem ich gedacht hatte, es sei Olivenöl, sonst hätte ich es nicht verwendet. Dann der üble Geschmack von den warmen Speisen, ganz schlimm. Dabei kam zusätzlich der Geruch vom Schweinefleisch von den anderen Gästen, dem wir nicht entkommen konnten. Und was ist passiert, meine Nase hat angefangen darauf zu reagieren, so dass ich Schnupfen bekommen habe und gehustet habe, und die Gäste wahrscheinlich gedacht haben, ist das jetzt die Schweinegrippe-Party, weil sie gezwungen waren an meinen „lauten Äußerungen“ teil zu haben. Ich wusste, dass das nur die Reaktion auf die Düfte aus der Bord-Küche war und bis zum Ende des Fluges wurden sie nicht mehr aus dem Flugzeug entfernt, sondern nur umgerührt durch die Klimaanlage und schön gleichmäßig auf den Raum verteilt. Die zweite Speise, ein so genanntes Abendessen war nicht besser als die erste, der Reis hatte eine gelbe Farbe (kein Safran war zu finden) und einen üblen Geschmack, Erwin und ich haben uns dann auf die Brötchen gestürzt und damit ein bisschen den Hunger gestillt. Jetzt sitzen wir in der Lounge und überlegen etwas Gescheites zu essen, sonst schlafen wir ein und der Blog geht nicht weiter.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Fazit über die Japanreise. Schade, dass es so schnell zum Ende kam. Wir haben gerade den Anlauf genommen und es wären noch einige wenige Orte gut zu besuchen. Wahrscheinlich würde es guttun, in einem Kloster für 3 Tage zu meditieren, dann wäre die Reise beendet.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Jede Reise sollte dann beendet werden, wenn die Teilnehmer anfangen Lust auf die Rückkehr zu haben. Da wir wussten wie viel Stress auf uns wartet, haben wir noch nicht so viel Lust bekommen, nach Hause zu gehen!</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Es tut gut zu wissen, dass ich in einem Jahr wieder nach Japan kommen werde.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;"><strong>Was werden wir von Japan vermissen?</strong></p>
<ol style="text-align: left;">
<li style="font-weight: 400;"><strong>Tempelbesichtigungen</strong></li>
<li style="font-weight: 400;"><strong>Gutes, frisches Essen</strong></li>
<li style="font-weight: 400;"><strong>Die Suche nach dem Essen</strong></li>
<li style="font-weight: 400;"><strong>Hübsche Japanerinnen</strong></li>
<li style="font-weight: 400;"><strong>Starbucks</strong></li>
<li style="font-weight: 400;"><strong>Sauberkeit und Ordnung</strong></li>
<li style="font-weight: 400;"><strong>Ich werde den herrlichen Blick über Tokyo aus meinem Zimmer im Hyatt vermissen</strong></li>
</ol>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Was werden wir nicht vermissen?</p>
<ol style="text-align: left;">
<li style="font-weight: 400;">die Menschenmassen</li>
<li style="font-weight: 400;">Lautstärke auf den Straßen</li>
<li style="font-weight: 400;">Mangelhafte Kommunikation mit den Einheimischen und Verständigungsprobleme</li>
<li style="font-weight: 400;">Ampeln die wie Vögel zwitschern</li>
</ol>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Kommentar:</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Es ist offensichtlich, dass Japan mit mehr Sachen im Plus abgeschnitten hat und diese angegebenen Mängel sind keine wahren Mängel, sondern eher erfundene, wir haben uns damit arrangiert und in Tokyo gut gelebt.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Wir können jetzt jedem mit einem guten Gewissen empfehlen die Reise mitzumachen, außer denjenigen, die durch unser Schreiben im Blog, den Eindruck haben, Japan so kennen gelernt zu haben, als wären sie dort gewesen.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Es liegt tief in der japanischen Seele, dass sie einerseits extrem traditionell sind und andererseits extrem modern, es fällt auf, dass diese zwei Welten nebeneinander existieren, ohne sich zu vermischen. Die Umgangsformen sind sehr traditionell und die Umstände in denen diese Umgangsformen praktiziert werden sind extrem modern. Eine auf die Spitze getriebene Höflichkeit fällt in jedem Augenblick auf und diesen angenehmen Umgang miteinander, den man im Deutschland auch vermissen kann.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Als wir nach Japan gegangen sind, hatten wir aufgrund der bisherigen Kenntnisse der Kultur die Erwartung, dass die Japaner relativ schweigsam und zurückhaltend sind. Wir waren in jeder Situation, bei der kleinsten Anfrage nach etwas und auch ohne, mit so einem Wortschwall empfangen, dass wir uns in unserem Inneren nicht dagegen wehren konnten. Die Angestellten bei Starbucks haben uns begrüßt und mindestens 3x mit unterschiedlichen Worten wiederholt.: guten Tag, ich begrüße sie herzlich und heiße sie herzlich willkommen, es ist eine Freude, dass sie zu uns gekommen sind, was kann ich für sie tun? Das hört sich in der deutschen Sprache nicht so normal und spontan an, wie in der japanischen, sie leben diese höfliche Kommunikation aus. Schweigsame Japaner gibt es wahrscheinlich nur noch in der Vergangenheit.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Einmal habe ich beobachtet, wie drei Freunde sich getroffen haben, eine Frau kam zu einer anderen Frau und einem Mann in einen Laden, sie hat etwas zu ihnen gesagt, dann haben sie sich vor ihr 3x verbeugt und daraufhin hat sie als Antwort sich nochmals 4 x verbeugt. Der Austausch der Verbeugungen war nicht gespielt, sondern es war offensichtlich, dass sie das als einen normalen Bestandteil im Umgang miteinander ausüben. Diese Verbeugungen waren sehr emotional mit der tief empfundenen Dankbarkeit ausgedrückt und mit einer Freude die wir nur in der Lage sind, mit einem lauten Lachen zu zeigen. Dann haben sie sich voneinander verabschiedet und der Austausch der Verbeugungen wurde wiederholt.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Es steht uns nun noch bevor die Eindrücke zu sortieren, die Bücher zu lesen, über die Orte uns noch ausführlicher zu informieren und die Kreativitätsmuster in den Eindrücken zu erkennen. Das was uns entspricht für uns zu behalten und das was wir bewundern, einfach nur zu konsumieren. Es war eine aufregende und inspirierende Reise. Obwohl wir sehr Vieles unternommen haben, ist es uns im Laufe der Zeit immer besser gegangen, so dass wir in einem guten erholten Zustand nach Hause kommen.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">
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		<title>Tokio-Bummel</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/tokio-bummel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 09:18:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Fischmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Shopping]]></category>
		<category><![CDATA[Tokyo]]></category>
		<category><![CDATA[Trommel]]></category>
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					<description><![CDATA[13-10-09 Tokyo Heute ist Erwin mit der U-Bahn zum Fischmarkt gefahren und hat sich gut zu Recht gefunden. Um 9 Uhr haben wir uns getroffen und sind zu unserem Kraftplatz gegangen. Nach einem guten Kaffee und einem sehr dürftigen Frühstück gingen wir zur Shinjuku-Station, weil es dort Kaufhäuser gab die wir besuchen wollten. Heute ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400; text-align: left;">13-10-09 Tokyo</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Heute ist Erwin mit der U-Bahn zum Fischmarkt gefahren und hat sich gut zu Recht gefunden. Um 9 Uhr haben wir uns getroffen und sind zu unserem Kraftplatz gegangen.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Nach einem guten Kaffee und einem sehr dürftigen Frühstück gingen wir zur Shinjuku-Station, weil es dort Kaufhäuser gab die wir besuchen wollten. Heute ist der Tag für Geschenke. Ich habe meine Geschenke-Pflicht zum größten Teil erledigt, da ich einige Japanische Rollen gekauft habe und ca. 20 Bücher. Was Erwin betrifft, hat er unglücklicherweise bis jetzt noch nichts gekauft. Ich habe angekommen, dass das für ihn eine schwere Arbeit sein wird, den ganzen Tag in Läden zu verbringen.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Wir hatten aber auch andere Ziele und Aufgaben; immer wieder einmal einen Kaffee zu trinken und etwas zu essen.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">In einem Elektronikladen haben wir 8 Etagen abgeklopft und die Fläche jeder dieser Etagen war riesig. Das Einzige das uns begeistert hat, dass auch der japanischen Philosophie entspricht, war ein kleiner Beamer, nicht größer als ein Handy (es gab auch welche die man direkt ans iPhone anschließen kann). Wir vermuten, dass er die Kraft nur für einen ganz dunklen Raum hat und nur für eine winzige Projektion.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Es war auch interessant, dass Apple in Japan stark im Kommen ist. Ich hatte den Eindruck, in diesem Elektronikkaufhaus, dass Apple ein Löwe ist und alle anderen Elektronikhersteller Hyänen, die ihn angreifen wollen. Apple befindet sich aber in der Mitte und kümmert sich nicht um die Hyänen, sondern macht sein Ding. Nämlich neue Programme, neue Produkte, Updates, neues Design, damit die Kunden unter Zugzwang gehalten werden und die Welt immer wieder überrascht wird. Wir hatten den Eindruck, dass Apple den anderen Technikherstellern in manchen Bereichen um Meilen voraus ist und dass diese versuchen zu folgen, aber der Abstand wird immer größer.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">In einer Etage mit den Fernsehgeräten haben wir alle möglichen Größen gesehen, vom L bis XL dann XXL, dann GXL dann G (gigantisch), dann noch GR (Gigantisch riesig). Was die Bildschirme nicht erreichen können, lässt sich mit einem Beamer erreichen, es ist möglich, jede Größe mit den Bildern auszustrahlen.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Noch eine Bemerkung ist wichtig hier zu machen, in jedem Kaufhaus sind mindestens 2 Etagen ausschließlich mit Restaurants ausgestattet. In Japan geht man offensichtlich gerne aus und das Essen steht sehr hoch in der Rangliste aller Bedürfnisse. Gleich an die zweite Stelle kommt wahrscheinlich das eigene Aussehen, dazu gehört Sauberkeit und eine äußerst gepflegte Erscheinung, die manchmal übertrieben vernachlässigt aussieht, mit Absicht.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Nach diesem Elektronikkaufhaus sind wir ins Hotel gekommen und sich beim Concierge informiert, wo man in Tokyo Geschenke für zu Hause kauft. Wir wurden zum Orient Bazar geschickt, der sich im Stadtteil Shibuya befindet. Der Aufenthalt in dem ganzen Bezirk war eine prachtvolle Erfahrung, für Augen, Sinne und Ohren und unsere ästhetischen Bedürfnisse. Es handelt sich um einen sehr vornehmen Teil Tokyos in dem dieser Bazar war. Zuerst machten wir eine Runde im Orient Bazar und kamen zum Schluss, dass wir da wieder zurückkommen wollen. Wir hatten schon Hunger und wollten essen gehen. Ich habe auch eine Trommel gesehen und sie hatte eine Seele. Wir wollten nachher fragen ob man sie nach Europa verschicken kann und was das kostet. Sie war deutlich günstiger als die Trommel von gestern. Erwin hatte einen Zettel, den er vom Concierge bekommen hat und darauf hat er eine Empfehlung für ein Organik Food Restaurant gefunden. Darunter haben wir fälschlicher Weise wieder ein vegetarisches Restaurant verstanden. Wir haben nicht mehr als 4 Minuten gebraucht um dieses Restaurant zu finden, es lag in einer Nebenstraße von Shibuya. Als wir das Restaurant betreten haben, habe ich mich nicht besonders wohl gefühlt. Dann hat Erwin gesehen, dass alles nach der Philosophie von Rudolf Steiner zubereitet wird, weder Erwin noch ich hatten ein gutes Gefühl, aber wir haben nicht darüber gesprochen und einfach mitgemacht, haben uns in die Schlange gestellt und lange gewartet. Zuerst kauft man einen Coupon und mit dem hat man das Recht so viel zu essen wie man kann. Die ausgestellten Speisen sahen nicht besonders appetitlich aus: Ein verkommener Salat mit den, vom langen Stehen, schlapp gewordenen Blättern, eine schlecht riechende Gemüsesuppe und endlich auch etwas Gutes, Tofu Schnitte, was wir anfänglich nicht wussten als wie die Speisen gewählt haben, japanischen Pickels, deutlich unterdurchschnittlicher Qualität und noch eine erträgliche Miso-Suppe. Als wir uns hingesetzt haben, hatte ich den Blick auf ein Podest gerichtet, auf dem mehrere Frauen in der tiefen japanischen Haltung gesessen und gegessen haben. Rechts von mir über Erwins Schulter sah ich eine Frau die ihre Brust frei gemacht und ihrem Sohn zum Trinken angeboten hat. Ihr Sohn war schon ziemlich groß, er konnte stehen und im Stehen hat er sich an die Arbeit gemacht. Mit dem Mund an der einen Brust und mit der Hand an der anderen. Als es ihm langweilig geworden ist, hat er die Mutter verlassen und ist zwischen den Tischen an anderen Frauen vorbeigelaufen. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass von den 50 Plätzen im Restaurant 2 Männer, incl. Erwin und mir waren und 48 Frauen. Links von dieser Frau in der Ecke saß ein junger Mann, der einen besonderen Essens Stil praktizierte, er aß direkt aus dem Teller wie ein Hund, danach kamen noch zwei Frauen und setzten sich ihm gegenüber, so dass ich ihn nicht mehr sehen konnte, so hat sich meine Erfahrung erleichtert und verbessert. Allein die 48 Frauen haben uns nicht geholfen, uns besser zu fühlen!</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Wie zwei begossene Pudel haben wir nach dem Essen diesen düstern Ort verlassen (es hat etwas vom Duft und Stimmung des Stuttgarter Restaurants Iden gehabt, was natürlich keine gute Werbung für dieses Restaurant ist). Auf der Suche nach einem Trost gingen wir in eine vornehme französische Konditorei und ich machte meinen Sinnen eine Freude, mit einem kleinen winzigen Kuchen aus Bitterschokolade, Erwin entschied sich für ein Karamelltörtchen, der Kaffee war auch sehr gut, nur für Erwin etwas bitter. Er hatte sich deutlich an Starbucks gewöhnt und hat angefangen Kaffee zu genießen, es bekommt ihm auch gut. Danach führte unser Weg in diesen Orient Bazar zurück, wo wir dann erfahren haben, dass ein Trommelversand nach Deutschland 100.000 Yen kosten würde, und jetzt gaben wir auf. Eine Idee besteht noch, dass die Gruppe im nächsten Jahr evtl. dem Gruppenleiter eine Freude im Trommelladen macht.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Es steht uns noch bevor einen Teeladen zu finden, in einem waren wir, aber haben nicht das gefunden, was wir gesucht haben, nämlich den japanischen pulverisierten Grünen Tee, den man mit einer Bambusbürste aufschlagen kann. Noch besser, wenn der Tee ein bisschen angebrannt wäre. Nach Shibuya sind wir – Vorsicht, nicht mit dem Taxi – sondern mit der Kombination von 2 U-Bahnen gefahren und haben uns in unendlichen U-Bahntunnels und den 4 U-Bahn-Stockwerken gut zu Recht gefunden (trotz der gewaltigen Menschenmenge).</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Um diesen Blog zu schreiben, haben wir uns eine Stunde Ruhe gegönnt und jetzt gönnen wir euch den Spaß diesen Bericht zu lesen – zum Wohl.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">
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		<title>Tempel, Samurai und Nationalmuseum</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/tempel-samurai-und-nationalmuseum/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 11:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[12-10-09 Tokyo – Altstadt Gut, dass heute Montag ist und nicht mehr Wochenende. Die Auflösung warum wir diesen Blog so anfangen, werdet ihr noch erfahren. Es war wieder ein langer Tag. Wir wollten mindestens fünf unterschiedliche Sehenswürdigkeiten besichtigen, die sich noch dazu in unterschiedlichen Stadtteilen von Tokyo befinden. Es ist uns gelungen, wie immer, nur [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400; text-align: left;">12-10-09 Tokyo – Altstadt</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Gut, dass heute Montag ist und nicht mehr Wochenende.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Die Auflösung warum wir diesen Blog so anfangen, werdet ihr noch erfahren.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Es war wieder ein langer Tag.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Wir wollten mindestens fünf unterschiedliche Sehenswürdigkeiten besichtigen, die sich noch dazu in unterschiedlichen Stadtteilen von Tokyo befinden. Es ist uns gelungen, wie immer, nur eine Hälfte zu besuchen. Schon diese Hälfte hat uns sehr viel Spaß gemacht. Beim Concierge haben wir uns gründlich informiert, wie wir unsere Ziele erreichen können. Wir wollten eigentlich zu Fuß nach Asakusa gehen aber dann wurde uns gesagt, dass die Zugfahrt schon eine halbe Stunde dauert, und nicht irgendeine Zugfahrt, sondern ein lokaler Shinkansen. Ausgestattet mit einem Caffe latte tall HOT (weil es einen kalten, auch mit Eiswürfel gibt!!!), sind wir mit dem Zug nach Asakusa gekommen.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Unser erstes Ziel war der Sensoji-Tempel, und jetzt bekommt ihr die Antwort auf die Einführung des Blogs, warum wir uns gefreut haben. Asakusa ist ein alter Teil von Tokyo, da leben die alt eingesessenen Tokyaner Bürger. Sie lehnen alle anderen Stadtteile ab und behaupten das alle anderen nur Neulinge oder Zugezogene sind, das wahre Tokyo befindet sich dort. Von der Asakusa Station zum Tempel hätten wir eine halbe Stunde gebraucht, wenn wir uns nicht unterwegs aufgehalten hätten. Die erste Station war ein Trommelladen, in dem ich eine Trommel mit einer Seele ausprobiert habe. Ich habe andere Trommeln auch probiert, aber diese eine hatte eine Seele, nur diese mit der Seele war so teuer, dass ich die Idee sie zu kaufen sofort aufgegeben habe. Dann sind wir zum Tempel gegangen, in einem Menschenfluss der uns dorthin getragen hat. Im Tempelhof sind wir nur knapp dem Ertrinken entkommen, wir sind nur im Stau gestanden, nur Schritt für Schritt ging es voran. Heute war eigentlich ein regulärer Arbeitstag und trotzdem waren so viele Menschen im Tempel und um ihn herum (es war Chrysanthemen-Fest). Alles sah sehr kitschig aus und in Deutschland würde man sagen, eine große Kirmes oder Kirchweih. Tempelbauten wie alle andere die wir bereits gesehen haben, haben auf uns keinen besonderen Eindruck gemacht. Wir haben die Ehrenrunde gemacht, gesehen was alles zu sehen war und dann in ein Taxi gestiegen und wir sind zum Sengakuji-Tempel gefahren.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Dieser Tempel hat einen besonderen Wert in der Geschichte Japans. Ein Fürst hatte einen Konflikt mit dem Berater des Shoguns, in dessen Palast in Edo. Dieser Beamte hat den Fürst mehrmals beleidigt und sich ihm gegenüber verächtlich verhalten. Der Fürst konnte das nicht mehr hinnehmen und hat sein Schwert gegen diesen Beamten gezogen und einen Schwertkampf durchgeführt. Beim Kampf hat er den Beamten am Kopf und an der Schulter getroffen. Es ist ihm allerdings nicht gelungen ihn zu töten, weil sie unterbrochen wurden. Nach dem damaligen Gesetz durfte man keinen Kampf im Palast des Shoguns führen. Wer sich in irgendeinen Konflikt einlässt, wird bestraft. Nach dem Gesetz werden beide Seiten bestraft und so trägt auch der Angegriffene die Mitverantwortung und wird mit bestraft. Diesmal hat der Shogun nur den einen, den Fürsten, am gleichen Nachmittag zum Tode verurteilt und durch Sepukko (der Kopf wurde abgeschlagen, wie bei Frauen) getötet. Damit die Erniedrigung und Abwertung noch größer werden, hat der Shogun den ganzen Besitz des Fürsten beschlagnahmt, die ganze Familie entehrt und ihr den Fürstentitel entzogen. Der Sohn hat daraufhin Harakiri gemacht und die Frau ist zu einer Nonne geworden und ist in ein Kloster gegangen. Seine treuen Samurai, insgesamt 47 (obwohl er 48 hatte), haben sich verschworen, sie wollten den Kopf seines Feindes auf seinen Grabstein legen und dadurch ihrem Herrn ihre Treue zeigen. Der 48te Samurai war ein Kind von 16 Jahren und seine Eltern hatten ihm nicht erlaubt sich den anderen Samurai anzuschließen. Deshalb macht er auch Harakiri, bevor die Samurai auf den Rachefeldzug gegangen sind. Die Samurai haben dann den Beamten gefunden, ihn von seinem Kopf befreit, den Kopf zum Grab ihres Herrn gebracht, dort gewaschen und ihm damit gezeigt und gesagt, dass die Rechnung beglichen wurde und sie ihre Pflicht getan haben. Dann haben sie noch einen Brief über die Aktion und mit der Begründung dafür geschrieben und ihr Anführer hat diesen Brief dem Shogun persönlich überreicht. Der Shogun hat die 46 Samurai zum Tode durch Sepukko verurteilt, was sie auch angenommen haben und vorher selbst Harakiri gemacht haben. Der Anführer wurde von der Schuld befreit, den Grund dafür weiß ich nicht, erst im Buch über die 47 Samurai werde ich es herausbekommen. Natürlich erzähle ich all dies, weil die 47 Samurai dort ruhen wo ihr Herr begraben wurde, im Tempel Sengakuji. Dort haben wir den Tempel besichtigt, die Grabsteine der 47 Samurai gesehen, einen Film uns darüber angeschaut und das Museum mit den persönlichen Dingen der Samurai und ihren Abbildungen und Holzstatuen angesehen. Auch die Briefe in japanischer Kalligrafie sind dort ausgestellt, als Dokumente die für alle Zeiten dazu dienen, die Wahrheit allen Besuchern zu sagen. Es ist ein edler Ort, ein ruhiger Ort und wir haben uns genauso gefühlt.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Nach dieser Besichtigung war es schon Zeit für das Mittagessen und wir gingen in ein Restaurant, an dem Stand „vegetable Restaurant 10ZEN“ in der Hoffnung, dass wir endlich auf ein wirklich echtes vegetarisches Restaurant in Japan getroffen sind; aber das war nicht der Fall, in jeder Speise gab es Schwein, Huhn oder Rind. Allerdings hat die Küche sich bereit erklärt, für uns etwas Vegetarisches zuzubereiten. Nach dem Mittagessen hatte ich die Hoffnung, irgendwo einen guten Kaffee zu trinken. Die Hoffnung blieb auf der Strecke, es gab zwei hässliche Cafes im Park wo sich das Nationalmuseum befindet, so habe ich auf den Kaffee verzichtet und mit Erwin den ganzen Nachmittag im Museum verbracht. Das Museum bietet durch die Geschichte Japans einen Verlauf von der Steinzeit bis heute. Es war für uns interessant, nochmals diese Geschichte zu erleben, weil wir die ganzen Orte besucht hatten, die für die Entwicklungsgeschichte Japans bezeichnend waren, wie zum Beispiel die Asakusa-Periode (in der Nähe von Nara entstanden), dann die Edo-Periode aus der Zeit der Shogune in Tokyo, oder die Kamakura-Periode, als das die Hauptstadt von Japan war.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Voller interessanter Eindrücke sind wir dann mit dem Zug zurückgefahren und haben ein bisschen gefeiert, in einem sehr angenehmen Japanischen Restaurant in der 14ten Etage eines Hochhauses in Shinjuku. Die Bedienungen waren wie Geishas gekleidet, in traditionellen Kimonos und das Verhalten des Personals hat das ganze Bild toll ergänzt. Wir haben uns so wohl gefühlt, so angenommen und angenehm behandelt, dass wir das Restaurant der Gruppe im nächsten Jahr herzlich empfehlen können. Das gute Essen hat den ganzen Eindruck nur noch abgerundet.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Zum Schluss war noch der Starbucks unterwegs geöffnet und in dieser letzten Freude beenden wir heute diesen Blog, indem wie unseren Kaffee trinken.</p>
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		<title>Ginza-Bummeln etc.</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/ginza-bummeln-etc/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 10:09:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Ginza]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Tokyo]]></category>
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					<description><![CDATA[11-10-09 Tokyo Am heutigen Morgen wollten wir nicht mehr zu Starbucks gehen, da wir gestern Abend im Hotel sehr gut gegessen haben und sogar ein Sake-Set testeten. Unsere Erwartung betreffend den Sake war, dass es sehr schlecht schmecken wird. Wir waren angenehm überrascht, es hat nach nichts geschmeckt, deshalb hatten wir keinen Grund, es weiter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400; text-align: left;">11-10-09 Tokyo</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Am heutigen Morgen wollten wir nicht mehr zu Starbucks gehen, da wir gestern Abend im Hotel sehr gut gegessen haben und sogar ein Sake-Set testeten.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Unsere Erwartung betreffend den Sake war, dass es sehr schlecht schmecken wird. Wir waren angenehm überrascht, es hat nach nichts geschmeckt, deshalb hatten wir keinen Grund, es weiter zu trinken. Die Bedienung hat uns sehr bedeutungsvoll angeschaut, als sie das ganze Sake-Set fast unberührt vom Tisch abgetragen hat. Der Rest war deutlich besser, gegrillter Lachs, gekochte Aubergine, japanischen Pickels, klebriger Reis, gebratene Ginko-Nüsse, Tofu-Tomaten-Salat. Interessanterweise haben wir uns nicht voll gefühlt – nach dem Essen, sondern nur angenehm satt.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Der Schlaf war gut, bis 5 Uhr, danach kam Yoga, Meditation, Duschen und Lesen. Um 8 Uhr sind wir zum Frühstück gegangen und haben dort die Sau rausgelassen. Ich habe nicht nur Müsli und Obst gegessen, sondern noch dazu drei Brötchen mit einem schlimmen Milchkaffee. Diesmal ist Erwin mir gefolgt und hat auch diese schlimme Erfahrung geteilt und einen Milchkaffee getrunken.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Heute stand uns bevor die Stadt Tokyo kennen zu lernen. Mehrere Optionen waren im Spiel:</p>
<ol style="text-align: left;">
<li style="font-weight: 400;">Sensoji Tempel bekannt auch als Asakusa-Kannon-Tempel</li>
<li style="font-weight: 400;">Kaiserlicher Palast</li>
<li style="font-weight: 400;">Asakusa – Gegend</li>
<li style="font-weight: 400;">Ginza – Stadtteil</li>
<li style="font-weight: 400;">Shinjuku-Gegend</li>
</ol>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Shinjuku haben wir ausgeschlossen, da wir hier wohnen und wir haben uns mit der Gegend schon etwas vertraut gemacht.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Wir entschieden uns für einen Stadtbummel in Ginza. Den Tempel wollten wir nicht an einem Sonntag besichtigen, weil wir vermutet haben, dass „alle“ Japaner diesen Tag dazu verwenden. Es blieb uns Ginza übrig und wir wollten dorthin zu Fuß gehen, ohne zu wissen, dass die Entfernung etwa 16 km ist. Wir haben nur auf der Karte gesehen, dass die Chuo-dori Straße, die neben unserem Hotel in beide Richtungen verläuft auch in Richtung Nordosten uns nach Ginza bringen wird (das Abmessen mit der Daumenbreite funktioniert nicht immer gut, ist Erwins Meinung). Unter der Voraussetzung, dass die Karten des Tourist-Infos entsprechend der Himmelsrichtungen dargestellt ist, sind wir unbedacht los, wir sind in die Straße gegangen, nicht auf die Straße, weil der Anfang tunnelartig unterhalb der Stadtebene verläuft und in die vorbestimmte Richtung gegangen. In meinem iPhone habe ich einen Kompass und den haben wir benutzt. Als wir zur Shinjuku Station gekommen sind, verschwand die Straße und erschien nicht mehr. Zuerst sind wir an der Station vorbeigelaufen und dann weiter, in der Hoffnung die Chuo-dori wieder zu finden. Der Kompass hat uns Richtung Nordosten geführt. Die Straßen wurden dann plötzlich fast menschenleer. Wir haben nur gelegentlich düstere Gestalten, halbnackte oder komisch angezogene Menschen mit pathologisch auffälligem Verhalten gesehen, manchmal mit der versteckten Aggression getroffen und waren uns einig, dass wir uns mitten in einem Teil befinden, wo Japanische Gangster das Sagen haben. Das war wahrscheinlich das Drogen- und Prostituiertenviertel von Tokyo. Schweigend sind wir weitergelaufen, links, rechts, wieder links, dann rechts, dann sind wir in einen Stadtteil gekommen, der einer ruhigen Wohn-Siedlung entsprochen hat. Hochhäuser und kleine Läden an der Straßenecke, mit Obst und Gemüse und Haushaltswaren. Wahrscheinlich sind wir über 5 bis 6 km gelaufen, dann stellten wir fest, dass wir uns verlaufen hatten. Wir wussten nicht wo wir waren, da die Japaner sich nicht die Mühe machen alle Straßen mit Namen zu bezeichnen. Da ich im Handy einen Internetzugang habe, konnten wir den Punkt auf der Erde lokalisieren, wo wir uns befunden haben. Diese Stelle hat am Bildschirm angefangen ständig zu blinken. Zuerst habe ich als Ziel den Meiji-Schrein angegeben, da wir uns in der Meiji-Straße befunden haben. Die Google Maps brachte uns zu einem Punkt, wo es keinen Schrein gab, nur ein Starbucks, um etwa einen Meter haben wir den Eingang verfehlt. Natürlich war das unsere Troststation statt des Schreines.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Dort habe ich dann Ginza, chuo-dori eingetippt und wir haben die Info bekommen, dass dieses Ziel über einen kleinen Umweg, wo wir uns befanden, nur 16,3 km entfernt war. Natürlich habe ich nach den Abkürzungen gesucht, in der Hoffnung, dass wir alles innerhalb einer Stunde erreichen können. Meine Hoffnung war viel zu optimistisch. So sind wir der blinkenden und der angezeigten Google-Route gefolgt und kamen an gewissen Schienen vorbei, zu einem Eingang zu einem Garten, mitten zwischen den Hochhäusern. Es war ein wunderschöner Zen Garten mit einem kleinen Teich in der Mitte, in dem dicke und große Karpfen geschwommen sind, teilweise 60 cm. Dann zeigte mein Handy, dass es am Ende seiner Kräfte war, der Akku war fast leer, darauf sagte Erwin, „dann müssen wir mit Taxi fahren, alles hat auch etwas Gutes“. Ich sagte, wir gehen noch ein bisschen zu Fuß, solange die Batterie hält. Erwin ist mir gefolgt, genauso wie beim Starbucks mit der Kaffee Bestellung. Wir gingen noch ein paar km, zuerst über eine Brücke und dann in eine schmale Straße die zuerst abwärts und dann Bergaufwärts führte, bis wir auf eine riesige Straße getroffen sind, von dort aus in Richtung einer noch größeren Straße über die es eine Fußgängerüberführung gab. Wir überquerten sie und landeten vor einer großen Tempelanlage. Wenn wir schon da waren, mussten wir sie uns auch gleich anschauen. Natürlich befand sich der Tempel auf einem Hügel, obwohl man das von der Straße aus nicht deutlich erkennen kann. Zuerst kam ein großes Holztor, danach noch ein paar Gebäude und dann die Treppe die nach oben führten und ganz oben auf einem Plateau stand der Tempel. Nach unserer bisherigen Erfahrung haben wir uns alles angeschaut und nichts Neues erfahren, außer dass wir eine Hochzeit o. ä. gesehen haben. Dann sind wir zur Straße gegangen und haben uns ein Taxi gesucht, so sind wir nach Ginza gekommen. Das Taxi hat für die Strecke ca. 20 Minuten gebraucht, dazu ist der Fahrer nur keine 50 gefahren, sondern, da wo es ging schneller. Was darauf hinweist, dass die Entfernung mindestens 15 km betrug. Ginza kann man als ein Einkaufsmekka der Welt bezeichnen.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Zwei Straßen werden ab Samstagnachmittag und Sonntag gesperrt und in Fußgängerzonen umgewandelt. Wir können uns nicht erinnern ob es einen uns bekannten Modehersteller dort nicht gegeben hat. Sogar Abercrombie &amp; Fitch machen dort ihren Laden demnächst auf. Ich glaube nicht, dass alle wissen, was A&amp;F sind. Als ich mit meiner Tochter im Sommer in New York war, habe ich etwas über A&amp;F gelernt. Es sind zwei junge Freunde, die ihren eigenen Modestil kreiert haben und eine spezielle Marketingstrategie dazu. Zurzeit haben sie an der 5th Av. in NY ein Kaufhaus, das sehr mager beleuchtet ist. Es ist fast so dunkel, dass der Besucher nur ahnt, wo sich was befindet, die Atmosphäre ist wie in einer Disco, mit der lauten Musik. Alles ist so sauber, als würden Japaner es in Ordnung halten. Im ganzen Kaufhaus duftet es relativ intensiv, nur äußerst angenehm. Ein Höhepunkt meines Besuches waren halbnackte junge gut gebaute Männer die als Verkäufer gearbeitet haben. Es war sehr stimmungsvoll eingerichtet. Ich vermute, das A&amp;F in der Ginza Straße nach dem gleichen Modell eröffnet werden wird und dass sie in Japan einen unglaublich großen Erfolg haben werden. Denn wir konnten bis jetzt beobachten, dass alle jungen Leute auf alles stehen was einen Namen hat. Sei es Louis V. oder GAP oder Bananarepublic oder andere Mode-Macher. In der Hoffnung in Ginza Elektronik und Technikläden zu finden, haben wir uns mit der Masse fortbewegt. In manche Kaufhäuser sind wir gegangen und festgestellt, dass sie auf allen 7 oder 8 Etagen nur Kleidung und Schmuck verkauft haben. Unsere Suche nach der Technik war erfolglos.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Es war nicht überraschend, dass wir in der Ginza Straße einen großen Applestore gesehen haben, der dazu noch geschlossen war. Es war Zeit fürs Mittagessen. Zwischen dem Frühstück und Mittagessen haben wir mindestens 10 bis 15 Km zurückgelegt, eher gegen 15 und wahrscheinlich alles verbraucht, was wir zum Frühstück gegessen hatten. Mit gutem Gewissen haben wir in einem japanischen Restaurant uns Tempura mit allen möglichen Beilagen und Vorspeisen bestellt haben. Danach waren wir wieder fit für weiteres Bummeln.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Einige Buchhandlungen haben wir gesehen und in einer auch etwas gekauft. Danach wollten wie mit dem Zug zurück zur Shinjuku Station fahren, die Abfahrt Station war mindestens 1 km von der Stelle entfernt wo wir waren. Wir machten uns auf den Weg durch die Masse, es fühlte sich so an, als wären wir in einem Urwald, in dem alles so verwachsen ist, dass man nicht einen Meter vor sich sehen kann. Von dieser Station aus, erkannten wir eine Rundlinie die am anderen Ende der Strecke unsere Station hat, nach ungefähr 10 Haltestellen sind wir nach Shinjuku gekommen. Wir wussten, dass es in der Station auch eine große Buchhandlung gibt. Es ist nicht erwähnenswert, aber ich sage trotzdem, dass Erwin beim letzten Kaffee nicht mitmachen wollte oder nicht mehr konnte. In der Buchhandlung haben wir noch zwei Bücher gekauft und den bekannten Weg zum Hotel zurückgelegt.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Wir ruhten uns kurz aus, und jetzt in meinem Zimmer, schrieben wir diesen Bericht. Wir hoffen euch mindestens annähernd die Stimmung und Atmosphäre zu vermitteln, die wir heute erlebt haben. Jetzt kommen noch die Fotos und dann ist die Zeit zum Essen. Ich habe hier den Eindruck, dass ich hier an nichts anderes denke als an das Essen, als wäre das die allerwichtigste Beschäftigung, dass ich hier tue.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Wir sammeln auch viele Eindrücke, wir prägen sie uns ein, denken darüber nach, sprechen darüber und bilden unsere Meinung.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Ein interessantes Detail ist während unseres Spazierganges passiert. Vor einem Haus haben wir Abstellplätze für Fahrräder gesehen, zuerst fragten wir uns wie die Fahrräder in die zweite Etage kommen. Ich habe mir vorgestellt, wie eine kleine Japanerin das schwere Fahrrad vom Boden über den Kopf auf das Gestell stellt und bin zum Schluss gekommen, dass das nicht möglich ist. Erwin hat sich wahrscheinlich einen kräftigen Sportler vorgestellt, der wahrscheinlich gerade von seiner Tour gekommen ist und das gleiche schwere Fahrrad mit Leichtigkeit hochhebt und in das Gestell stellt. Im gleichen Augenblick haben wir beide angenommen, dass dieses Gestell sich irgendwie hinunterschieben lassen kann. Wir wollten es überprüfen. Also zogen wir am Gestell in unsere Richtung, es gab nach, aber nur ein bisschen, weil darunter sich ein abgestelltes Fahrrad befand. Wir schoben es nach rechts, es ging nicht das nächste Fahrrad blockierte es. Wir entdeckten dann, dass es sich in beide Richtungen schieben lies und so schoben wir es nach links und dadurch machten wir den Platz frei für das obere Gestell. Es gab nach, fast bis zum Boden, so dass es einfach ist, auch für eine kleine schwache Japanerinnen ihr Fahrrad auf das Gestell zu setzen. Es war wieder eine Einsicht über die technische Gabe dieser Kultur.</p>
<p style="font-weight: 400; text-align: left;">Zufrieden sind wir weiter gegangen.</p>
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		<title>Kamakura</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/kamakura/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 10:52:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Kamakura]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich aufgestanden bin, stand ich unter leichtem Stress; um eine private Angelegenheit zu klären habe ich über eine Stunde gebraucht, das dazu geführt hat, dass wir den geplanten Zug nach Kamakura verpassten. Ihr könnt raten wo wir den Tag angefangen haben, ich sage nichts mehr dazu. Nach diesem kraftvollen Ort sind wir zum Shinjuku-Bahnhof [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Als ich aufgestanden bin, stand ich unter leichtem Stress; um eine private Angelegenheit zu klären habe ich über eine Stunde gebraucht, das dazu geführt hat, dass wir den geplanten Zug nach Kamakura verpassten.<br />
Ihr könnt raten wo wir den Tag angefangen haben, ich sage nichts mehr dazu. Nach diesem kraftvollen Ort sind wir zum Shinjuku-Bahnhof gefahren. Vorher ist es uns gelungen, in einem Bankomaten bei der Post etwas Bargeld zu holen. So ausgestattet fanden wir uns am Bahnhof sofort gut zurecht und fuhren in einem Lokalzug zuerst stehend, danach sitzend nach Kamakura. Es ist eine der alten Hauptstädte Japans. Die Stadt ist berühmt als so genannte Tempel- und Samuraistadt. Das erste Shogunat wurde in Kamakura gegründet.<br />
Es gibt vier Zen-Tempel in Kamakura, die mit der Philosophie der Samurai in enger Verbindung stehen. Ein Samurai sollte seinen Geist genau so wie seine Waffe beherrschen, er sollte in der Lage sein, sich mit dem Schwert genau so wie mit seiner Schwertkunst zu vereinigen, so dass sein Geist nichts anderes enthält. Die meisten Samurai haben zusätzlich ein hartes Zen-Training mitgemacht, um die Achtsamkeit so zu verbessern, dass ihnen keine Änderung der Kampfumstände entkommt, und dass sie auf jede Veränderung intuitiv, das heißt optimal reagieren.<br />
Als wir den Bahnhof verlassen haben, sagte ich Erwin, ich kann mir kaum vorstellen, dass Menschen in Kamakura ohne Starbucks auskommen können. Darauf antwortete Erwin, ich kann mir das schon vorstellen (man muss wissen, dass Kamakura eine kleine Provinzstadt mit eher einem Dorfcharakter ist, als eine große Stadt, so sah es auch am Bahnhof aus), dann erblickten wir unmittelbar hinter der nächsten rechten Ecke ein Starbucks. Daran vorbei ließ sich nicht gehen, ohne zuerst den Kraftstoff zu tanken, und dann sind wir zum großen Buddha gegangen. Auf unserem Weg zur großen Buddhastatue (Daibutsu) sind wir zuerst zum Hasedera-Tempel gegangen, weil er ganz zufällig direkt am Wegrand auf uns wartete, besucht zu werden. Im Tempel haben wir eine große Holzstatue von Buddha gesehen. Ich konnte mich durch die Konzentration daran erinnern, dass das Holz von Nara nach Kamakura geschwommen ist und es Leute aus Kamakura herausgefischt haben, weil sie gesehen haben, wie dieses Holz im Wasser glänzt. Sie stellten die Statue am Fuße eines Hügels auf und bauten darum herum einen Tempel. Dieser Tempel steht immer noch an der gleichen Stelle. Die Statue ist zur Zeit vergoldet und hat eine schöne Form. Nicht zu sagen, das wir zuerst für den Eintritt bezahlt haben und danach noch extra Tickets fürs Museum. Es war für uns interessant zu sehen, dass 33 Inkarnationen von Bodhisatva Avalokiteshvara (des zukünftigen Buddha) als Statuen dort auf einem Podest vor einer Wand ausgestellt sind. Avalokiteshvara war in seinem Leben sehr vielseitig, er hatte bei den Wiedergeburten alle Rollen eingenommen, von einem hungrigen Geist bis zu einem bösen Geist, ein Mädchen, eine alte Frau, bis zu einem Helden und einem Priester. Es ist empfehlenswert diese Ausstellung zu sehen. Nach dem Museum sind wir zu einem im Prospekt beschriebenen Weg geleitet worden und wir machten wie alle Anderen die Runde, mit einem herrlichen Blick auf den Pazifischen Ozean über die Bucht von Kamakura.<br />
Überall gab es kleine Zen-Gärten, mit noch kleineren Teichen, in denen diesmal keine großen, sondern kleine Fische geschwommen sind. Von diesem Tempel sind wir zu Fuß zur großen Buddhastatue gegangen. Sie wiegt über 100 Tonnen und macht einen sehr mächtigen Eindruck. Neben der Statue haben wir uns pflichtbewusst fotografiert und stellen diese Photos hier aus. Nach der Statue mussten wir zuerst zu Fuß zum Bahnhof zurück, um von dort in ein Taxi einzusteigen, das uns zum Engakuji-Tempel fuhr. Es ist der wichtigste aktive Tempel in Kamakura, 2 x im Winter werden Meditationswochen im Tempel abgehalten und eine im Sommer. Außerdem werden Laien tägliche Meditationen von 6 – 7 Uhr angeboten. Als wir zum Tempel gekommen sind, haben wir ein enormes Kindergeschrei gehört und jemand hat etwas auf einem rapartigen Japanisch ständig gesprochen. Unmittelbar vor dem Tempel ist eine große Fläche die voller Menschen war. Hier spielten Kinder und Zuschauer jubelten ihnen zu. Von dort aus sind wir weiter nach oben gegangen, weil die Anlage terrassenartig verteilt ist. Wie viele Treppen wir gegangen sind haben ich nicht gezählt, erst zum Schluss habe ich angefangen zu zählen. Nachdem wir die Teile des Tempels angeschaut haben wo sich die Meditationshallen befinden, wurden wir mit Pfeilen zu einem Hügel geleitet, mit den Worten „Nationaler Schatz“ und das wollten wir sehen. Wer würde da nicht neugierig werden, auf eine solche Aussage? Es führten 133 Treppenstufen auf den Berg, ziemlich steile und unbequeme Treppen, die Stufen waren hoch. Zuerst dachten wir, dass der nationale Schatz ein klägliches Restaurant mit einer herrlichen Aussicht ist, auf den zweiten Blick entdeckten wir eine alte Glocke die in Japanisch beschriftet ist und einen großen ästhetischen Wert hat. Sie wurde in der Kamakura-Periode gegossen. Wir haben auch versucht, ein Gebäude zu finden, in dem angeblich Buddhas Zahn aufbewahrt wird, obwohl wir überall hinliefen, wo es erlaubt war zu gehen, konnten wir diesen „Zahntempel“ nicht finden. Etwas enttäuscht sind wir dann mit dem Lokal-Zug von Kita-Kamakura zurückgefahren, um von dort aus wieder etwas zum Mittagessen zu finden. Es ist nicht erwähnenswert, außer das es uns so beeindruckt hat, dass wir gleich danach zum Starbucks gegangen sind.<br />
Danach zurück zur Shinjuku-Station in Tokyo gefahren.<br />
Wir stellten dort fest, dass wir uns von gestern bis heute schon fast wie Einheimische orientieren. Wir richten uns nach Gebäuden und dem allgemeinen Eindruck, wobei wir die Himmelsrichtungen intuitiv spüren. Die Stimmung in der Großstadt ist anders als in irgendeiner anderen Stadt bei uns in Deutschland. Wir sind meistens mit den Autos unterwegs, hingegen Japaner bewegen sich am liebsten mit dem Zug oder zu Fuß und deshalb sind die Züge und die Straßen voll, auch am Samstag Abend, oder erst recht.<br />
Die Stadt ist besonders schön wenn alles beleuchtet ist. Nicht vergessen zu erwähnen wollte ich, dass zu diesem Tag einen wesentlichen Teil das herrliche Wetter beigetragen hat.<br />
Damit beenden wir den heutigen Bericht und machen im Anschluss den Plan für morgen.</p>
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		<title>Nikko</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 19:27:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
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					<description><![CDATA[Um 4 Uhr wurde ich wieder wach, stand auf, packte alle Sachen für den Umzug ins andere Hotel und las das Buch „Alleiniger Samurai“. Um 8 Uhr kam Erwin zu mir und wir machten uns auf den Weg nach Nikko. Beim Consierge in unserem Hotel haben wir die Anweisung bekommen, wie wir mit unseren Railpässen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um 4 Uhr wurde ich wieder wach, stand auf, packte alle Sachen für den Umzug ins andere Hotel und las das Buch „Alleiniger Samurai“. Um 8 Uhr kam Erwin zu mir und wir machten uns auf den Weg nach Nikko.<br />
Beim Consierge in unserem Hotel haben wir die Anweisung bekommen, wie wir mit unseren Railpässen kostenlos nach Nikko kommen können. Unser Abenteuer fing um 8:30 Uhr an und wir kamen um 11:30 in Nikko an. 2 x mussten wir umsteigen und einmal hatten wir sogar eine Wartezeit von 1h 15 Minuten, die wir nutzten, um etwas zum Frühstück zu essen. Der erste Kaffee, obwohl er der erste war, hat überhaupt nicht geschmeckt. Ich musste mich mit dem zweiten trösten, der auch viel zu bitter war. Trotzdem wurde unsere Laune im Laufe der Zeit immer besser. Wir waren in den Zügen meistens mit Europäern und Amerikanern zusammen, die auch Nikko besuchen wollten. Außerdem entdeckten wir, dass jede U-Bahnstation in Tokyo ein großer Komplex mit vielen Läden und Restaurants ist. Ich glaube nicht, dass sich so etwas erleben lässt, ohne den Ort selbst zu besuchen. Keine Kamera ist in der Lage, diese Messchenmenge zu erfassen, die auf einen zukommt, wenn die Züge in der Rushhour fahren. Obwohl wir zigtausende Menschen heute früh getroffen haben, hörten wir niemals, das jemand anfängt, den Speichel zum Spucken im Mund zu sammeln. Keiner spuckte. Obwohl wir als einzige in die richtige Richtung gelaufen sind (alle anderen liefen in die falsche Richtung, nämlich uns entgegen), sind wir ohne Zusammenstöße zum Zug gekommen.<br />
In Nikko am Hauptbahnhof an dem wir ausstiegen, haben wir uns entschieden, mit einer Privat-Bahn zurückzufahren und ihr liebe Leser seid auch in den Genuss dieses Zuges gekommen – der Blog entsteht während der Rückfahrt.<br />
Was ist Nikko und warum besuchen wir dieses winzige Dorf in den Bergen? Es gibt zwei Gründe dafür:<br />
1. Der Gründer des modernen Japans Tokugawa Ieyasu hat im Laufe seines Lebens für sich einen Schrein bauen lassen, wo seine Asche aufbewahrt werden sollte.<br />
2. Der Rin-noji Tempel, der im Jahr 848 vom Priester Ennin gegründet wurde, befindet sich auch hier.</p>
<p>Während wir zu Fuß zur archäologischen Stätte gelaufen sind, habe ich mich mit dem größten Apfel auseinander gesetzt, den ich je in meinem Leben gesehen und gegessen habe. Der Apfel war so groß, dass ich die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf mich gezogen habe, manche lächelten mich an, manche guckten nur zu und ein Mann aus Amerika erklärte mir, wie Japaner so riesige Äpfel bekommen. Sie schneiden alle kleinen Äpfel bevor sie heranwachsen können ab, so dass die restlichen Äpfel am Baum gezwungen sind, so groß zu werden, aus Angst, dass sie, sollten sie klein bleiben, auch abgeschnitten werden. So etwas existiert unter den Menschen und ist bekannt als zweckmäßiges Verhalten, dass die Äpfel sich auch so verhalten wusste ich noch nicht, aber es war interessant, so eine Erklärung zu hören. Ich würde es als „willkürliche Zweckmäßigkeit“ bezeichnen.<br />
Wir gingen brav zuerst zu einem Eintrittsgeldschalter und die Frau die dort saß sagte uns, dass wir hier nur ein Ticket für die Besichtigung einer heiligen Brücke kaufen können, aber es für uns besser ist, ein Kombiticket für alle Stätten im Park zu kaufen, was es hier nicht gab, sondern weiter oben am Weg. Wir bedankten uns sehr dafür, weil sie unserer Meinung nach an unsere Geldbeutel gedacht hatte und uns vor unnötigen Kosten schützen wollte. Wir folgten den Pfeilen und kamen zu einem Parkplatz und kauften ein Kombinationsticket mit fünf Coupons. Als wir den ersten umsetzen wollten, in einem Gebäude mit Eintritt, sagte uns die Frau, die dort als Kontrolle saß, dass wir uns ein zusätzlich gelbes fürs Museum kaufen sollten, unseres hatte keine Gültigkeit hier. Wir gingen wieder zum Schalter zurück und kauften uns das gelbe Ticket. Die Frau lachte uns verständnisvoll an, als wollte sie uns willkommen heißen und wir fingen an, unsere Museumsrunde abzulaufen. Es dauerte insgesamt 15 Minuten, mit Toilettenpause (5 Minuten) wir haben ein paar schöne Dinge gesehen, der Rest waren irgend welche Schriften (ohne Übersetzung). Dann kam das Highlight des Tages, ein herrlicher, großer Zen-Garten mit einem Teich, in dem viele riesige Koi-Karpfen geschwommen sind. Als ich ihnen meinen Finger anbot, kam ein Fisch zu mir und lies sich von mir streicheln, dann brachte Erwin mir etwas Futter für die Fische und wir beobachteten wie sie jedes Korn von der Wasseroberfläche holten. Es war genauso harmonisch wie in anderen Zen-Gärten die wir schon vorher gesehen hatten.<br />
Die nächste Station war der große Tempel, es handelt sich um einen aktiven Tempel, in dem Mönche einen regelmäßigen Gottesdienst abhalten. Die Runde im Tempel machte uns Freude, weil wir sehr schöne Statuen aus der Nara-Periode gesehen haben, vor allem drei hölzerne Buddhastatuen, von denen eine 8 m hoch war, hat uns gut gefallen und zwei Statuen der Klosteräbte (Ryogen und Tenkai), an der Seite, hatten eine beeindruckende Mimik im geschnitzten Holz.<br />
Nach dem Hauptgebäude sind wir zur Schatzkammer des Tempels gegangen, in der ein Priester einen Gottesdienst für die Verstorbenen abhielt. Wir setzten uns und hörten ihm zu wie er sich mit dem Gebet an das immer größer werdende Feuer wendete. Er wiederholte einige Sätze mehrmals, in einer Geschwindigkeit, für die ihm jeder Rapper neidisch wäre. Er hatte eine sehr angenehme Stimme und begleitete sich selbst mit den Klängen von den Gegenständen die er um die Feuerstelle herum angeschlagen hat. Es war eine Mischung von Metall- und Holzklängen. Nach 5 Minuten waren wir so weit, dass wir gewusst haben, alles wird sich noch ein paar Mal wiederholen (er hatte noch sehr viele Holzandenkenstäbchen hinter sich) und wir sind zum nächsten Ziel gegangen.<br />
Hier geht es um die drei Affen. Wahrscheinlich die drei berühmtesten Affen in der Geschichte der Menschheit. Sie befinden sich in jedem Buch über Japan und repräsentieren die alltägliche Weisheit, indem einer von ihnen die Ohren mit den Händen zu hält, der andere die Hand auf dem Mund hat und der dritte beide Hände über die Augen legt. Die Bedeutung dieser Symbolik ist: über das Böse spricht man nicht, hört man nicht und sieht man nicht. Die Geschichte ist aber viel tiefsinniger. Es geht um einen Mutteraffen, die zuerst ihren Sohn in der Ferne beobachtet, dann rät sie ihm sich mit dem bösen Dingen nicht zu beschäftigen, er verliebt sich, heiratet bekommt Kinder und seinen Kindern gibt er den gleichen Rat weiter. Nach der Affenstelle gingen wir zum Schrein in dem die Seele von Tokugawa Ieyasu ruhen soll. Angeblich wurden Anfang des 17ten JH 37 Gebäude errichtet und prachtvoll geschmückt. An der Fertigstellung der Anlage waren 15000 Handwerker aus ganz Japan beteiligt. Durch die aufwendigen Schnitzereinen und Malereinen an den Gebäuden muss man diese alle 10 Jahre auffrischen, um das auf Dauer aufrecht zu erhalten. Deshalb ist jedes Mal zwischen diesen 10 Jahren irgendwo eine Baustelle wo gerade diese Erhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Nach dem Tokugawa Ieyasu Schrein gingen wir zurück, wo sich diese berühmte heilige Brücke befindet. Lächelnd sind wir zur gleichen Frau gegangen und haben ihr siegerisch unsere Kombitickets gezeigt. Sie zeigte deutlich auf ein gelbes Ticket, wir sagten, dass wir die Kombitickets gekauft haben, sie bedeutete uns, dass dieses Ticket hier nicht gilt und wir eben das gelbe kaufen sollten. Wir guckten uns an und wollten diese Brücke jetzt nicht mehr betreten. Wenn die Gruppe im nächsten Jahr kommt, kann sie selbst entscheiden, ob sie etwas dafür spenden möchte.</p>
<p>Von vorigen Berichten wisst ihr, dass jetzt der Mittagstisch dran war, auch wenn es schon Zeit für den Nachmittagskaffee gewesen ist. Auf dem Weg zum Bahnhof sahen wir einen Eingang in ein Restaurant und die Abbildungen der Speisen sahen so gut aus, dass wir uns getraut haben in diesem Restaurant zu essen. Das war einfach gut, dass wir dort gegessen haben, der ganze innere Raum des Restaurants ist voller Andenkenzettel, welche die Gäste über Jahre an die Wände mit Reisnägeln befestigt haben, wir haben das auch gemacht, nachdem wir unsere Speisen gekostet haben. (siehe Foto, vielleicht findet ihr unsere Zettel nächstes Jahr). Nach dem Essen wollte sich Erwin noch einen Gruschladen ansehen, der Eingang dieses Ladens bestand aus einem verrosteten Metallgestell, es war hässlich und unordentlich und der ganze Laden lud nicht zum Besuch ein. Wir gingen in den Antiquitätenladen und stießen in der allerletzten Ecke des Ladens auf eine kleine Kiste mit japanischen alten Kalligraphierollen und Malereien. Wir schauten sie uns an und mussten einige von ihnen mitnehmen. Dazu kamen noch ein Arahat und ein Bettelmönch.<br />
Bei einem Meditationsabend im Institut werden wir sie ausstellen.<br />
Ich freue mich, dass ich diesen Ort nochmals besuchen werde.<br />
Auf dem Weg zurück sahen wir drei Frauen, die vor uns gelaufen sind. Sie waren so anders gekleidet, verglichen zu den Frauen in Europa, dass ich sie gebeten habe, sie fotografieren zu dürfen und das könnt ihr sehen.</p>
<p>Das ist alles, noch kein Starbucks in Sicht und eine schöne Geschichte.</p>
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