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	<title>Erleuchtung &#8211; Individuelle Meditation</title>
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		<title>Leserfrage zu Dalai Lama, Panchen Lama und Karmapa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jul 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Dalai Lama wird in den westlichen Medien als das weltliche und geistige Oberhaupt Tibets bezeichnet. Welche Aufgaben haben dann Panchen Lama und Karmapa? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns zunächst die Geschichte des tibetischen Buddhismus vergegenwärtigen. Es handelt sich hierbei um die im 7. Jahrhundert entstandene (im Westen missverständlich Lamaismus bezeichnete) Richtung [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Dalai Lama wird in den westlichen Medien als das weltliche und geistige Oberhaupt Tibets bezeichnet. Welche Aufgaben haben dann Panchen Lama und Karmapa?<br><br>Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns zunächst die Geschichte des tibetischen Buddhismus vergegenwärtigen. Es handelt sich hierbei um die im 7. Jahrhundert entstandene (im Westen missverständlich Lamaismus bezeichnete) Richtung des Buddhismus, die Elemente der vorherigen Bon-Religion aufgenommen hat. Etwa 1.000 n. Chr. setzte sich der Buddhismus endgültig durch und im 14. Jahrhundert übernahm der Klerus auch die weltliche Herrschaft, sodass Tibet ein buddhistischer Kirchenstaat wurde.<br><br>Im tibetischen Buddhismus haben sich folgende vier große Traditionslinien entwickelt:<br><br><strong>1. Nyingma-Schule<br></strong>Auch die „alte Schule“ genannt. Sie wurde im 9. Jahrhundert von Padmasambhava gegründet, dessen tibetischer Name Rinpoche heute ein Ehrentitel bedeutender Meister ist.<br><br><strong>2. Sakya-Schule<br></strong>Im 11. Jahrhundert entstandene Tradition, deren Einfluss im 13. Jahrhundert weit über Tibet hinaus reichte. Die Sakya geht davon aus, dass sich das Ziel am Weg erkennen lässt und gilt als liberal, da sie den Mönchen die Heirat erlaubt. (Die Sakya-Schule wurde von der Besonderen Lehre inspiriert. Marpa, der Übersetzer, hat sein Wissen aus der Besonderen Lehre nach seinem Indien-Aufenthalt in seinen tibetischen Aufzeichnungen dokumentiert.)<br><br><strong>3. Kagyu-Schule<br></strong>Wurde ebenfalls im 11. Jahrhundert gegründet, ist als Lehre der Praxis bekannt und im Westen weit verbreitet. Die Meditierenden sehen ihre Aufgabe darin, die Belehrungen, die ausschließlich mündlich von Lehrer zu Schüler weitergegeben werden, bis zur vollkommenen Reife zu praktizieren. Aufgrund der Kopfbedeckungen der Lamas bei religiösen Zeremonien werden sie (wie auch Nyingmapa und Sakyapa) Rotmützen genannt. Bis zu den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Gelugpas (siehe 4.) und deren mongolischen Verbündeten im 17. Jahrhundert, war Kagyupa die einflussreichste Schule Tibets. Karmapa ist der spirituelle Führer der Kagyupa und gilt heute als der dritthöchste buddhistische Würdenträger nach Dalai Lama und Panchen Lama. Die Tradition verlangt, dass sich Karmapa und Sharmapa, der zweithöchste geistige Führer der Kagyupa, gegenseitig als Inkarnation anerkennen. Die Person des 17. Karmapa ist umstritten. Da ist auf der einen Seite der vom Sharmapa anerkannte Trinle Thaye (geb. 1983) und auf der anderen Seite der vom Dalai Lama ernannte und von der chinesischen Besatzermacht bevorzugte Ogyen Trinley (geb. 1985). Die Unstimmigkeiten sind aufgrund einer gewissen Vakanz entstanden, aufgrund derer eine Wiedergeburt gesucht werden musste.<br><br><strong>4. Gelug-Schule</strong><br>Im 14. Jahrhundert gegründete und mittlerweile größte Schule Tibets, auch Gelbmützen genannt, deren weltliches Oberhaupt Dalai Lama ist. Zudem ist er heute das politische Oberhaupt Tibets. Seit seiner Flucht wurde die herausragende Stellung des jetzigen Dalai Lama noch verstärkt. Zum Schutz des tibetischen Buddhismus wird von ihm die spirituelle Führung aller vier Schulen systematisch angestrebt. Der traditionell geistige Führer der Gelugpa ist allerdings Panchen Lama, der einen höheren geistlichen Rang als Dalai Lama einnimmt. (Im Westen wird fälschlicherweise oft angenommen, dass Panchen Lama lediglich der Titel des Vorstehers des Klosters Taschilhunpo wäre.) Auch hier gibt es Streitigkeiten um die Person. Der „chinesische Panchen Lama“ (Gyainicain Norbu, geb. 1989) wurde von den Besatzern eingesetzt. Der vom Dalai Lama anerkannte Panchen Lama (Gedhun Choeki Nyima, geb. 1988) wird von den Chinesen gefangen gehalten und es gilt als unsicher, ob er noch lebt.<br><br>Zurück zur Eingangsfrage: Welche Funktionen haben die drei vorgenannten tibetischen Würdenträger?<br><br><strong>Dalai Lama:<br></strong>Der weltliche Führer der Gelug-Linie und das politische Oberhaupt von Tibet. Seit seiner Flucht nach Indien ist er zudem – auch gegen den erklärten Willen von Teilen der anderen Schulen bestrebt, als spiritueller Führer des gesamten tibetischen Buddhismus anerkannt zu werden, um diesen schützen und erhalten zu können.<br><br><strong>Panchen Lama:</strong> Spiritueller Führer der Gelug-Linie.<br><br><strong>Karmapa:</strong> Spiritueller Führer der Kagyu-Linie.<br><br>Als Hoffnungsträger für die Zeit nach Dalai Lama gilt der von ihm anerkannte Karmapa. Sollte allerdings keine Einigung erzielt werden, droht eine deutliche Schwächung des tibetischen Buddhismus.<br><br><strong>Geheime Lehren Tibets</strong><br>Der Vollständigkeit halber ist noch zu erwähnen, dass es neben den vier großen offiziellen Traditionslinien und deren Verzweigungen auch geheime Lehren Tibets gibt. Diese haben die vorbuddhistische Religion in den Buddhismus integriert und als eine der buddhistischen Lehren, basierend auf Tantra, weiterentwickelt. Die Lehren teilen sich in mehrere Richtungen, deren Extreme die körperliche und die imaginäre Tantra-Praxis ist. Eines haben alle Religions-Richtungen gemeinsam: Das Ziel ist, die Gottes-Natur (Buddha-Natur bzw. wahre Natur aller Dinge) zu erkennen, welche als Erleuchtung bzw. im Buddhismus als Nirwana bezeichnet wird.<br>(MS)</p>



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		<title>Über die Erleuchtung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jul 2021 06:19:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Erleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[persönliche Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn sich jemand auf den Weg zum eigenen geistigen Gipfel macht, dann ist der Meister verpflichtet, diese Person mit den Etappen des Weges vertraut zu machen. Diese Etappen bestehen aus den vier großen Hindernissen. Das erste Hindernis bezeichne ich als Farben und Lichter (auch Begierde). Mit diesem Hindernis werden alle Verlockungen im Leben dargestellt. Ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Wenn sich jemand auf den Weg zum eigenen geistigen Gipfel macht, dann ist der Meister verpflichtet, diese Person mit den Etappen des Weges vertraut zu machen. Diese Etappen bestehen aus den vier großen Hindernissen.</p>
<p style="text-align: left;"><u>Das erste Hindernis bezeichne ich als Farben und Lichter (auch Begierde). </u></p>
<p style="text-align: left;">Mit diesem Hindernis werden alle Verlockungen im Leben dargestellt. Ein Meditierender ist ständig den Reizen von außen, den eigenen Vorstellung, Gedanken und Erinnerungen ausgesetzt. Dieser Fluss des Geistes liefert dem Meditierenden extrem verlockende Möglichkeiten, die den Geist von der wichtigsten Angelegenheit (dem Weg zum geistigen Gipfel zu bauen) ablenken. Beispielsweise sitzt jemand in der Meditationshaltung auf dem Hocker, hat seine Knie auf dem Kissen, die Hände zusammenhaltend und der Geist beginnt wild zu spielen, indem er dem Meditierenden ins Ohr flüstert: „Hast du schon deinen Kaffee getrunken – ja – aber nur einen kläglichen Espresso. Nur da geht noch einer mit einem bisschen besseren Espresso, mit etwas Zucker.“</p>
<p style="text-align: left;">Verzichtet der Meditierende dann auf die Unterbrechung der Meditation, dann kommt der nächste Gedanke.</p>
<p style="text-align: left;">Meine Schüler berichten häufig, dass sie ganz kreative Ideen bekommen, wie sie ein aktuelles Problem lösen. Und sie fragen mich, ob sie diese Lösungen während der Meditation dann aufschreiben sollten. Meine Antwort lautet prinzipiell, wenn man sich beim Meditieren unterbricht, sollte man die gleiche Meditation nochmals wiederholen. Ist eine Lösung so wichtig für den Meditierenden, dann hat es sich gelohnt, die Meditation abzubrechen und nochmals neu zu starten. Ist eine Meditation unterbrochen, dann hat sie nicht den Zweck der täglichen Meditation erfüllt. Deshalb die Empfehlung, die gleiche Meditation am selben Tag nochmals zu machen.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn Meditierende berichtet, dass sie sich in einem Lichtstrahl befindet, oder ihre Chakras spüren oder sehen können, dann erklären diese selbsternannten Meister den Meditierenden für erleuchtet. Solche Meister bieten auch eine Erleuchtung über ein Wochenende an.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn jemand während des Meditierens Stimmen hört, oder eine Lichtsäule sieht, oder die Energie spürt, oder irgendwelche Felder um sich herum spürt, gehören alle diese Phänomene dem Hindernis der Farben und Lichter an. Hat der Meditierende einmal dieses Hindernis überwunden, ist er allerdings auch weiterhin nicht davor befreit, Rückfälle zu erleben. Beim weiteren Meditieren können immer wieder Phänomene wie Farben und Lichter auftauchen.</p>
<p style="text-align: left;"><u>Das zweite Hindernis ist Reinheit und Frieden.</u></p>
<p style="text-align: left;">Wenn der Meditierende endgültig die Farben und Lichter hinter sich gelassen hat, dann erreicht er irgendwann den Zustand der Glückseligkeit. Das zeigt sich, indem der Meditierende mit allen in Frieden lebt.</p>
<p style="text-align: left;">Er hat beim Meditieren gelernt, seine Nucleus Accumbens anzusprechen und beim Meditieren entsteht ein glückliches Gefühl. Die meisten Meditierenden betrachten das als eine Erleuchtungserfahrung, oder zumindest deuten sie es sich so, dass sie zum Meditieren talentiert sind.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn sie keinen wahren Meister begegnen, der ihnen den weiteren Weg weist, dann blieben sie auf dieser Stufe stecken.</p>
<p style="text-align: left;">Begegnen Sie eines Tages einem richtigen Meister, kann es passieren, dass der Meister sie im Dialog zur wahren Einsicht bringt. Den Dialog mit dem Meister bezeichne ich als Kontaktpunkt, dabei ergibt sich die Möglichkeit, das erste wirkliche Erwachen zu erleben. Dieses augenblickliche, kurzfristige Erwachen enthält in sich auch eine Gefahr, die Gefahr des Selbstverliebens. Es ist die Stufe der <u>Erleuchtung, das dritte Hindernis</u>.</p>
<p style="text-align: left;">Dann kommt eine wichtige Etappe, indem der Meister aufklärt, dass der Meditierende nichts ist, dass er nichts erreicht hat und dass er sich von sich befreien soll. Gelingt es dem Meister, den Narzissmus des Schülers zu zerstören und zu zerbrechen, dann bleibt dem Schüler nichts mehr übrig. Sein Ego hat der Meister mit Füßen getreten und ihn vernichtet. Erst jetzt ist der Schüler für eine wahre Selbsterkenntnis bereit. Der Meister schickt ihn in die Welt. Er schickt ihn weg und wenn der Schüler immer noch an der Selbsterkenntnis interessiert ist, dann wird er immer wieder für sich die Rückzüge aus der Welt in Anspruch nehmen, bis er sich mit vollem Bewusstsein selbst erkannt hat. Dann erkennt er, dass es an der Zeit ist, in das wahre Leben zurückzukehren.</p>
<p style="text-align: left;"><u>Dieses vierte Hindernis,</u> die zerstörte Erleuchtung. Diese Stufe ist begleitet von Selbstzweifel und von der mangelnden Geisteskraft. Die meisten Meditierenden sind nicht in der Lage, den Mut aufzubringen, sich nach dem Höhenflug des dritten Hindernisses und nach dem Sturz in die Tiefe des Selbstzweifels daraus wieder zu erheben und auf dem Weg weiterzumachen. Nur beim richtigen Meister sind sie gut aufgehoben. Deshalb ist der Ausdruck in den fernöstlichen Traditionen, dass der Schüler eine torlose Schranke passieren sollte, auch der richtige Ausdruck.</p>
<p style="text-align: left;">Wer ist die torlose Schranke für den Schüler, natürlich der Meister auf dem Weg zum eigenen geistigen Gipfel.</p>
<p style="text-align: left;">Herzlich eurer Meister</p>
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