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	<title>Einsicht &#8211; Individuelle Meditation</title>
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		<title>Die Legende von Muna und dem hohen Priester</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jun 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Prolog„Ich glaube nicht daran.“ – sagte das Mädchen. Der Priester, den sie angesprochen hatte, blieb ruhig und überreichte ihr eine fleischlose Mahlzeit. Muna, so hieß das Mädchen, setzte fort: „Wie kann ich beim Gedanken, dass ich sterben muss, glücklich sein? Es tut weh, wenn man stirbt und außerdem gibt es kein Leben danach!“ Der Priester [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Prolog<br></strong>„Ich glaube nicht daran.“ – sagte das Mädchen. Der Priester, den sie angesprochen hatte, blieb ruhig und überreichte ihr eine fleischlose Mahlzeit. Muna, so hieß das Mädchen, setzte fort: „Wie kann ich beim Gedanken, dass ich sterben muss, glücklich sein? Es tut weh, wenn man stirbt und außerdem gibt es kein Leben danach!“ Der Priester sagte nichts darauf und reagierte nicht. Jedoch erkannte er einen neuen Glanz in ihren Augen. Hatte sie sein nachdenkliches Hinsetzen auf dem Regenstuhl bemerkt, fragte er sich und bekam sofort die Antwort aus ihrem linken Mundwinkel, der sich wie ein Schatten hob – ja ihn sogar anlächelte. Dieses Lächeln traf ihn ins Herz, verriet ihre Freude und er wusste, was sie beide bisher nur ahnten – dass sie, das junge, unberührte Mädchen, den stummen Kampf gewann. Eine Stunde später kamen zwei weitere Priester, öffneten das Tor des Tempels, trommelten eine Weile und hörten dann plötzlich auf; in der Nachmittagshitze sitzend wie versteinert. Die Mädchen verteilten sich vor dem Opferaltar und nahmen träge ihre Plätze ein. Gelegentlich hörte man das Summen einer Fliege, die vom Schweiß auf der Stirn eines Priesters angezogen wurde. Der von Muna angesprochene Priester stand auf, vertiefte seinen Blick in die Augen eines jeden Mädchens, zeigte dabei mit dem Zeigefinger seiner rechten Hand auf die glühende Sonne und fing – wie jeden Tag seit Jahren – zu predigen an. Er wusste, dass das Leben seines Volkes von seiner Zeremonie abhängt. Im letzten Jahr hat Chacmool keinen Regen auf die Erde geschickt. Die Flüsse waren bereits seit einem Monat ausgetrocknet, der Dschungel verwelkte und die Maisfelder verödeten. Der König kam aus Uxmal zu Fuß und er, der Hohe Priester, erhielt zum zweiten Mal in seinem Leben einen Blutdiamanten.<br><br><strong>Der hohe Priester</strong><br>Er erinnerte sich an die in Coba verbrachte Zeit. Sein Vater hatte ihn eines Nachts geweckt und auf die Reise mitgenommen. Sie gingen tagsüber und ruhten sich nachts aus, obwohl er lieber nachts gegangen wäre. Schon als Kind mochte er die Hitze nicht und döste über Mittag in der Hängematte seines Vaters. Nach 28 Tagen erreichten sie Coba. Sein Vater ging zurück und ließ ihn allein. Die Eltern sah er nie mehr und er hörte auch nichts mehr von ihnen. Ein Jahr lang durfte er sich alles anschauen. Neugierig und träge wie er war, bewegte er sich wenig und ließ das Leben eines Priesters auf sich zukommen. Was er erfuhr, war für ihn interessant und brutal. Interessant, weil es seinen Mut herausforderte (mutig war er, das wusste er schon) und brutal, weil er Blut und Tod und zerhackte menschliche Körper sah. Er wusste jedoch nicht, dass man ihn auf die Probe stellte und beobachtete. Daher war er überrascht, als er nach einem Jahr erfuhr, dass er dem Initiationsmeister dienen sollte. Der Initiationsmeister hatte bereits fast alle Jahre seines Lebens zurückgelegt, wusch sich selten und stank nach Urin, weil er die eigene Blase nicht mehr unter Kontrolle hatte. Wo er sich hinsetzte, blieb ein feuchter Fleck zurück und – so erinnerte sich der Hohe Priester – dieser Fleck roch nach den Fäkalien einer Schildkröte. Und er wusste auch warum: Der Initiationsmeister trank als Medizin gegen seine Blasenschwäche die Auflösung getrockneter Schildkrötenfäkalien.<br>Zunächst musste er selbst diese Auflösung trinken, bevor der Initiationsmeister sie trank. Einmal hatte er sich geweigert – und das kostete ihn seinen Nabel. Während er schlief, warf der Initiationsmeister ein Netz über ihn, wickelte ihn darin ein und band ihn an einem Baum fest, schnitt ein Loch ins Netz, dort wo der Nabel war, und riss den Nabel aus dem Bauch heraus. Er schrie wie ein Ferkel. Sein Herr zeigte jedoch keine Gnade. Das aus dem Bauch fließende Blut spürte er nicht und er erinnerte sich auch nicht mehr daran, dass der Initiationsmeister die Wunde zusammennähte, mit Kräutern behandelte und Blutegel ansetzte. Er überlebte, aber an der Stelle des Nabels formte sich eine hässliche Narbe. Er traute sich nie mehr, seinem Meister etwas zu verweigern.<br><br><strong>Erste Einsicht</strong><br>Als Muna ihm sagte, dass die Zeremonie den Regen nicht bewirken könne, glaubte er ihr zunächst nicht. Sie war jedoch so hartnäckig in ihrer Überzeugung, dass er anfing, sich Gedanken darüber zu machen. Er forderte das Mädchen heraus und musste letztlich zugeben, dass sie recht hatte. Die Regel war, dass er, der Hohe Priester, mit dem Opfer nicht sprechen durfte. Sollte er dennoch mit einem Opfer sprechen, so wäre er nicht mehr der Hohe Priester. Der Regengott hätte dann keine Gnade mit<br>dem Volk und würde erst dann Regen auf die Erde schicken, wenn der richtige Priester das richte Opfer darbringt. Das Opfermädchen wurde aus allen Mädchen eines Jahrganges gewählt, die im Kloster als Opfernonnen lebten. Spricht eine Opfernonne mit dem Hohen Priester, so darf sie nicht mehr als Opfermädchen gewählt, sondern nur als Übungsmädchen getötet werden. Damit der Hohe Priester und seine zwei Gehilfen in der Lage sind, die Opferzeremonie fehlerfrei und zügig auszuführen, müssen sie regelmäßig üben. Diese Übungen bestanden unter anderem darin, das Herz so schnell aus dem Brustkorb der Opfernonne zu reißen, dass es in der Hand noch zappelt und erst dann allmählich zur Ruhe kommt. Muna sprach mit dem Hohen Priester – damit war sie nicht mehr rein und nicht mehr in der Gnade des Regengottes. Sie dürfte also nicht geopfert werden. Der hohe Priester hatte heimlich mit Muna gesprochen. An sich dürfte er den Blutdiamanten vom König nicht annehmen. Stattdessen müsste er selbst dem Chacmool geopfert werden. Er wusste, dass Muna dies auch bekannt war. Er wusste zudem, dass sie recht hat – und er hatte Angst, dass der Regen nicht kommen würde. Trotzdem führte er die Zeremonie durch und riss an jenem Opfertag Munas Herz aus dem Brustkorb.<br><br><strong>Zweite Einsicht</strong><br>Zunächst kam Wind auf, dann folgte der Regen in großen Tropfen. Der hohe Priester erklärte, dass der Tempel von nun an Munas Namen tragen würde, weil Muna das Volk vor der Dürre gerettet habe. Sein Gesicht lief blutrot an und er spürte, dass seine dunkle Haut sich verfärbte. Seine Wangen brannten vor Scham und er begriff, dass Muna bei Chacmool auf ihn wartete. Zusammen mit dem Himmel weinte er und schrie „Muuunaaa“; und als sich alles in Schlamm und Sumpf verwandelte, verließ er weinend den Tempel und verschwand für immer.<br><br><strong>Epilog</strong><br>Als die Spanier kamen, fanden sie das Kloster mit dem Tempel im Zentrum einer Siedlung, die in der Zwischenzeit als Muna bekannt war. Sie erklärten die Opfernonnen zu ihren Konkubinen, töteten alle Priester, vernichteten das Kloster mit dem Tempel und benutzten die Fundamente des Tempels für eine neue Kirche. Die noch immer im Zentrum des Dorfes als einziger Zeuge der Legende über den hohen Priester und das Opfermädchen steht.<br>(MV)</p>



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		<title>Wie hat die Lehre mein Leben verändert?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 09:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Meditieren hat mich befähigt, meine Aufmerksamkeit kontrolliert zu steuern. Das bedeutet in der Praxis, dass ich das umsetzen kann, was ich mir vornehme.Die Haftung am Vergangenem oder an der zukünftigen Planung ist deutlich verringert, und somit die Effizienz der aktuellen Tätigkeit verbessert.Die Selbstdisziplin wurde gestählt.Die innere Freiheit durch den Verzicht erreicht.Außerdem habe ich erfahren, [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Das Meditieren hat mich befähigt, meine Aufmerksamkeit kontrolliert zu steuern. Das bedeutet in der Praxis, dass ich das umsetzen kann, was ich mir vornehme.<br>Die Haftung am Vergangenem oder an der zukünftigen Planung ist deutlich verringert, und somit die Effizienz der aktuellen Tätigkeit verbessert.<br>Die Selbstdisziplin wurde gestählt.<br>Die innere Freiheit durch den Verzicht erreicht.<br>Außerdem habe ich erfahren, was ich alles nicht bin, und somit erfahren, was ich bin.<br>Die emotionale Stabilität hat sich massiv gesteigert – durch das Seminar „Quelle und Kraft der Gedanken“ und durch die Meditation.<br>Die Beziehung zu meinen Kindern hat sich gebessert. Und meine Ehe würde ich, seit Heike auch meditiert, als glücklich bezeichnen.<br>Die Frustrationstoleranz grenze und der Umgang mit Schmerzen haben sich während der langen Sitzmeditationen deutlich verbessert. Erfahrung der Vergänglichkeit. Schmerzen als einen Freund anzunehmen.<br>Ich habe gelernt, was der Unterschied ist zwischen moralischem Handeln und über den Tisch gezogen zu werden. Mich mit Gebern zu umgeben und diese zu unterstützen.<br>Durch Yoga und vegane Ernährung habe ich gelernt Verantwortung für meine Gesundheit und die Natur zu übernehmen.<br>Einfluss nehmen auf das, was ich positiv verändern kann und alles andere bedingungslos akzeptieren.<br>Ich habe gelernt, zu lernen, und dies als fortlaufenden Prozess zu sehen. Freude am Lernen zu haben. Ich bin jetzt eine Leseratte. Lerne Englisch und Gitarre. Mein Interesse ist allgemein gestiegen. Ich habe Zugang zu höchst interessanter Literatur bekommen.<br>Das Leben zu zelebrieren und zu genießen.<br>Dankbar dem Leben und der Lehre zu sein.<br>Tiefe Verbundenheit mit dem Meister.<br>Fantasie und Schöpfung als höchstes Gut zu sehen.<br>Die Lateinamerikareise war prägend.<br>Ein Gefühl, zu Hause angekommen zu sein.<br>Mich für die Lehre einzusetzen und sie zu verbreiten.<br>Gute Freundschaften mit den Meditierenden zu pflegen, mit der Absicht ein starkes Team zu werden, und den Geist zum Glänzen zu bringen!<br>Roland Eberle, Schüler von Milenko</p>



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		<title>Salzige Träume</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Meditation Aktuell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jul 2023 08:00:20 +0000</pubDate>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Ein Schüler erzählte einmal seinem Meister, dass er einen salzigen Traum hatte, in dem sein Körper das Wasser so lange behielt, dass er wie ein Ball rund wurde und nicht mehr gehen, sondern nur rollen konnte. Daraufhin erwiderte der Meister, die Träume seien, wie alle anderen Gedanken, nur die Täuschungen des Geistes und es sei ratsam, sie an sich vorbeiziehen zu lassen.<br><br>Einige Wochen später erzählte der Schüler seinem Meister, er habe wieder einen salzigen Traum geträumt und in diesem Traum waren andere Menschen voller Wasser und rollten wie die Bälle im Klosterhof. Er selbst hatte kein Wasser mehr in seinem Körper und fühlte sich trocken wie Staub. Der Meister erwiderte wieder, die Träume seien nur die Täuschungen des Geistes.<br><br>Im dritten Traum, der gleich danach kam, träumte der Schüler von Mönchen, die trocken wie Staub waren. Sich selbst hat er im Traum verloren. Dem Meister erzählte er, dass er die Angst davor spürte, sich nicht mehr finden zu können. Er wusste auch nicht, ob er im Traum oder in der Wirklichkeit war. „Du hast dich noch nicht verloren“ – sagte der Meister. „Die Träume sind, wie alle anderen Gedanken, nur die Täuschungen des Geistes. Lasse sie an dir vorbeiziehen. Verliere deine Angst und dann komme wieder.“<br><br>Am nächsten Morgen fand der Schüler heraus, dass er nicht mehr weiß, ob er im Traum oder in der Wirklichkeit lebt. Er fühlte sich wie Salz, konzentriert und knirschend, trocken und feucht, salzig, nur leer wie ein Strohhalm. Er spürte weder Angst noch Freude.<br><br>Als er seinen Meister wieder besuchte und erzählte, wie er sich verloren habe, nahm der Meister eine Hand Salz und tat es hinein in einen Topf voller Wasser. Er richtete seinen Blick direkt in die Pupillen seines Schülers und fragte: „Hast du dich wirklich verloren?“<br><br>Daraufhin wurde der Schüler rot im Gesicht, verbeugte sich und flüchtete kopflos aus dem Raum.</p>
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