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	<title>Juen Xian &#8211; Individuelle Meditation</title>
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	<title>Juen Xian &#8211; Individuelle Meditation</title>
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		<title>Warum habe ich mein erstes Buch geschrieben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Apr 2024 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Albert-Ellis-Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Atos]]></category>
		<category><![CDATA[Atosmethode]]></category>
		<category><![CDATA[autogenes Training]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[faule Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[kognitiven Verhaltenstherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Mein erstes Buch schrieb ich auf meinem ersten Computer im Jahr 1987. Das Buch bezog sich auf Entspannung und Meditation, mit dem Titel „Auf der eigenen Spur“ und dem Untertitel „Relaxation und Meditation“.Damals war ich ein aktiver Vertreter von Entspannungsmethoden und hielt Seminare über autogenes Training. Nachdem ich 8 Jahre lang diese Seminare geleitet habe, [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left">Mein erstes Buch schrieb ich auf meinem ersten Computer im Jahr 1987. Das Buch bezog sich auf Entspannung und Meditation, mit dem Titel „<strong>Auf der eigenen Spur</strong>“ und dem Untertitel „Relaxation und Meditation“.<br>Damals war ich ein aktiver Vertreter von Entspannungsmethoden und hielt Seminare über autogenes Training. Nachdem ich 8 Jahre lang diese Seminare geleitet habe, beobachtete ich, was sich bei meinen Teilnehmern verändert hat und verglich sie mit anderen Menschen, die kein autogenes Training praktiziert haben.<br>Es stellte sich heraus, dass autogenes Training zwar den Teilnehmern kurzfristig gute Laune brachte, jedoch langfristig fingen sie an, sich selbst zu sabotieren und wichtige, nur unangenehme Verpflichtungen im Alltag zu vermeiden oder hinauszuzögern.<br>Gleich nachdem ich das Manuskript, vom Buch, zur Veröffentlichung abgegeben hatte, schlussfolgerte ich, dass autogenes Training ein schlechtes therapeutisches Mittel ist. Besonders die Aussage, dass autogenes Training allen Menschen zu empfehlen ist, fand ich sehr suspekt. Deshalb wollte ich an keiner Lesung meines Buches mehr teilnehmen.<br>Meine Überzeugung, dass Entspannungsmethoden sogar bei manchen psychischen Störungen schädlich sein könnten, verstärkte sich während meiner Fachausbildung am Albert-Ellis-Institut. Wo ich in Gesprächen mit meinen Kollegen erfuhr, dass autogenes Training nur ein Hilfsmittel bei emotionalen Aufregungen unterschiedlicher Herkunft ohne Bedenken angewandt werden könnte.<br>Andere <strong>Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie</strong> sind effizienter als das autogene Training. Daraus ergab sich für mich fast wie eine natürliche Folge die Frage, ob es besser wäre, sich nach einem „funktionellen“ geistigen Ausgangszustand zu sehnen, anstatt sich nur wohl und glücklich zu fühlen.&nbsp;<br>Noch eine besondere Wirkung der Entspannungsmethoden fiel mir ein: Sollten sie tatsächlich das Hinauszögern bei Teilnehmern fördern, dann wird auch das Praktizieren des autogenen Trainings eines Tages aufhören und das ist genau in der Tat passiert. Meine Teilnehmer gaben nach einer Weile das Praktizieren des autogenen Trainings auf.<br><br>In Deutschland entwickelte ich dann die ATOSMETHODE und schrieb darüber ein Buch.<br><br>Über die Atosmethode werde ich in einem der zukünftigen Blog-Einträge schreiben.<br><br>Deshalb wollte ich an den Lesungen meines Buches nicht mehr teilnehmen.&nbsp;<br><br>Milenko Vlajkov</p>
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		<title>Über die Kälte</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/ueber-die-kaelte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2021 21:15:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Suggestion]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Hotel bin ich angekommen, weil ich mich mit Erwin verabredet habe, wir wollte an den Texten weiterschreiben. Dieser Blog ist auch das Ergebnis dieses Treffens. Da ich ausschlafen wollte, bin ich vor 22 Uhr ins Bett gegangen und eingeschlafen. Leider bin ich schon eine Stunde nach Mitternacht wieder aufgewacht, weil es im Zimmer zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Im Hotel bin ich angekommen, weil ich mich mit Erwin verabredet habe, wir wollte an den Texten weiterschreiben. Dieser Blog ist auch das Ergebnis dieses Treffens.</p>
<p style="text-align: left;">Da ich ausschlafen wollte, bin ich vor 22 Uhr ins Bett gegangen und eingeschlafen. Leider bin ich schon eine Stunde nach Mitternacht wieder aufgewacht, weil es im Zimmer zu warm war. Die Fußbodenheizung hat ausgezeichnet funktioniert und ich habe zunächst überlegt, ob ich mit dieser Wärme zurechtkommen kann.</p>
<p style="text-align: left;">Nach einigen Überlegungen habe ich die Entscheidung getroffen, dass ich doch das Fenster öffnen sollte. Das tat ich dann auch und bin bei dem offenen Fenster wieder eingeschlafen. 30 Minuten später hat mich die Kälte geweckt. Die kalte Luft fiel vom Fenster links auf mich und berührte meinen Schultermuskel, der bereits vor Kälte schmerzte. Das war der Grund, der mich weckte und ich konnte vor Schmerzen nicht mehr schlafen.</p>
<p style="text-align: left;">Ich tat das, was ich am besten kann, ich fing an über verschiedene Lösungen nachzudenken und habe drei Alternativen herausgearbeitet.</p>
<ul style="text-align: left;">
<li>Eine Lösung bestünde darin, dass ich das Fenster schließen könnte, dabei wäre die Folge gewesen, dass es wieder warm werden würde und ich wieder aufwachen würde.</li>
<li>Die zweite Möglichkeit war die, dass ich mir die Bettdecke bis zum Hals hochziehen würde, damit die Kälte nicht an mich rankommen kann. Wenn ich mich von der frischen, kalten Luft abschneide, dann wäre es mir vielleicht wieder zu warm und ich würde aufwachen.</li>
<li>Was war die dritte Alternative? Ich kam auf die Lösung, wie Wu Jia am Kailash die Eisbergmeditation praktiziert hatte. Ich habe mich weiter erinnert, wie Solschenizyn in seinem Roman die Gefangenen im Gulag beschrieben hat und sie haben überlebt, obwohl sie unter den schlimmsten Kälteumständen gelebt hatten. Es gab auch einen Film aus dem Jahr 2011, den ich vor Jahren gesehen hatte, er handelte von Flüchtlingen aus einem Gulag in der Eiswüste Sibiriens mit Schnee und Nebel. Die Gefangenen waren kläglich gekleidet und im Film wurde die Kälte sehr dramatisch dargestellt, nur sie hielten die Kälte aus. So kamen allerdings am Schluss doch nur noch drei der Flüchtigen bis nach Indien.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Wenn sie in der Lage waren, so schlecht gekleidet und bei eisigen Temperaturen zu überleben, warum kann ich nicht die Kälte, die nur 15 Grad (allerdings plus) beträgt aushalten. Nur durch den Schmerz, der in einem Muskel entstand, der der Kälte ausgesetzt war, war ich beeinträchtigt.</p>
<p style="text-align: left;">Durch diese Überlegungen habe ich die Entscheidung getroffen, dass es eine Möglichkeit in meinem Geiste geben müsste, mich von innen heraus aufzuwärmen. Ich habe die Entscheidung getroffen, weiter im Bett zu bleiben, ohne mich bis oben hin zuzudecken und der Kälte, die als Luftstrom vom Fenster auf mich traf, ausgesetzt zu bleiben.</p>
<p style="text-align: left;">Ich stellte mir vor, dass ich durch ein inneres Feuer die Wärme von innen nach außen zu meiner betroffenen Stelle ausstrahle. Nach 15 Minuten merkte ich, dass es mir immer noch nicht gelungen ist, diesen Muskel zu erwärmen. Ich hatte meine Armbanduhr neben mir auf dem Nachtkästchen und erst nach 20 Minuten erkannte ich, dass der Schmerz nicht mehr stärker wurde, alles blieb gleich. Ich habe entschieden, dass ich mit diesen Schmerzen liegen bleiben kann und dabei bemühte ich mich weiterhin die Vorstellung zu haben, dass ich eine innere Hitze produziere und dass diese Hitze auf die Stelle ausgestrahlt wird, wo sich der Schmerz befunden hat. Nach etwas weniger als einer halben Stunde ist der Schmerz und die Empfindung der Kälte vergangen. Beide Seiten meiner Schultern fühlten sich jetzt gleich an. Da erkannte ich, dass ich es geschafft habe, die Kälte zu beseitigen. Ich habe mir eine posthypnotische Suggestion formuliert, diese sah folgendermaßen aus:</p>
<p style="text-align: left;">„Möge mein Geist meinen Körper weiterhin auf die gleiche Art warmhalten, egal wie die Kälte von außen auf mich zuströmt. Dieser Prozess soll bis zum Tagesanbruch andauern.“</p>
<p style="text-align: left;">Diese Suggestion habe ich mir dreimal wiederholt und durch diese Wiederholung und die entsprechende Vorstellung der Wärme bin ich eingeschlafen. Ich habe den Augenblick nicht erkannt, wo ich mich vom wachen Zustand in den Schlaf verloren habe. Erst bei Tagesanbruch wurde ich wieder wach und erkannte, dass ich keine Schmerzen in der Schulter hatte, obwohl meine linke Schulter weiterhin dem kalten Luftstrom vom Fenster ausgesetzt war. Das war eine überraschende neue Erkenntnis für mich, dass eine bildhafte Vorstellung es schafft, körperliche Prozesse zu steuern.</p>
<p style="text-align: left;">Am heutigen Morgen habe ich mich an noch etwas erinnert. Ich war 1994 eingeladen als Sprecher beim Weltkongress über geistige Heilungen, einen Vortrag zu halten. Der Kongress fand in Neus, in der Nähe von Düsseldorf statt. Dort bin ich mit einem Freund von mir hingefahren und war Zeuge einer Veranstaltung, bei der irgendwelche übernatürliche Mächte präsentiert wurden. Ein Italiener war in der Lage eine Magnetnadel, die in Nordsüdrichtung ausgerichtet war und als Kompass diente, zu bewegen. Er konnte sich aus der Ferne auf diese Nadel konzentrieren und es ist ihm gelungen die Nadel nach rechts in die Richtung Nordost zu bewegen. Das hat mich damals inspiriert und als ich nach Hause kam, das gleiche Experiment zu wiederholen. Ich nahm eine dünne Nähnadel, beschmierte sie mit Olivenöl und legte sie auf ein Stück Zeitungspapier, beides legte ich zusammen auf die Wasseroberfläche in einem Topf. Das Papier sog das Wasser auf und ging unter. Die Nadel schwebte im Wasser und lag in Richtung Nord-Süd auf der Wasseroberfläche. Ich wollte sie nun bewegen und fing an mich zu konzentrieren. Nach einer Weile bewegte sich die Nadel tatsächlich. Nicht nur dass sie sich bewegte, sie machte sogar eine ganze Runde im Topf. Dann ist es mir auch noch gelungen, sie in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen. Das nutzte ich als Anlass zur Vorbereitung für ein Seminar, das ich allen Teilnehmern präsentieren wollte. Ich wollte vom Kongress des geistigen Heilens erzählen und auch dieses Phänomen präsentieren.</p>
<p style="text-align: left;">Ich habe es erklärt und allen gesagt, dass sie es auch tun könnten. Ich dachte damals, dass sich unser Blut, in dem sich Eisen befindet, auch magnetisieren lässt. Indem ich nach rechts denke, sollte der Eisengehalt die Nadel lenken, davon war ich tief überzeugt.</p>
<p style="text-align: left;">Damals meldete sich ein Neurologe und fragte: „Warum hast du nicht die ganze Nadel auf eine Seite gezogen, sondern eine Rotation der Nadel verursacht?“</p>
<p style="text-align: left;">Daraufhin erkannte ich, dass die Nadel sich nach meinem Wunsch und nicht nach Naturgesetzen bewegte. Es muss noch etwas anderes im Spiel gewesen sein. Dieses Phänomen konnte und kann ich bisher nicht wissenschaftlich erklären und wie oben erwähnt, ist es für mich immer noch ein Rätsel, dass eine Vorstellung es schafft, Prozesse zu steuern.</p>
<p style="text-align: left;">Sollte jemand von den Lesern mir eine wissenschaftliche Erklärung anbieten können, wäre ich sehr dankbar.</p>
<p style="text-align: left;">Viele Grüße Milenko</p>
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		<title>Was ist eine meditative Einsicht?</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/was-ist-eine-meditative-einsicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2021 17:20:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[In den traditionellen fernöstlichen Lehren werden die Begriffe Einsicht, Erleuchtung oder Erwachen mit ähnlichen Bedeutungen verwendet. Beispielsweise ist in der Yogatradition die 7te Stufe der geistigen Entwicklung die Meditation. Die 8te Stufe wird als Samadhi bezeichnet und das ist die Folge des Meditierens. Diese Stufe kann man allerdings nicht erzwingen und in der Yogatradition wird [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den traditionellen fernöstlichen Lehren werden die Begriffe Einsicht, Erleuchtung oder Erwachen mit ähnlichen Bedeutungen verwendet.</p>
<p>Beispielsweise ist in der Yogatradition die 7te Stufe der geistigen Entwicklung <span style="font-size: 16px; font-style: normal; font-weight: 400;">die Meditation</span><span style="font-size: 16px;">. Die 8te Stufe wird als Samadhi bezeichnet und das ist die Folge des Meditierens. Diese Stufe kann man allerdings nicht erzwingen und in der Yogatradition wird damit die Erleuchtung gleichgesetzt.</span></p>
<p>In der buddhistischen Tradition wird das Wort Erleuchtung durch die Wörter wie Satori, Samadhi oder Kensho ersetzt. Dabei werden in Japan die Wörter Kensho oder Satori oft als Synonym benutzt, obwohl aus der Beschreibung dieser beiden Begriffe eindeutig zu erkennen ist, dass das Kensho sich auf die augenblickliche Erfahrung des erwachten geistigen Zustandes bezieht und Satori sich auf den dauerhaften, erwachten menschlichen Geist bezieht.</p>
<p>Die Bezeichnung Einsicht stammt aus der westlichen Zivilisation und synonym dafür ist Erkenntnis, oder augenblickliches  Verstehen der Zusammenhänge. Diese Erkenntnis ergibt sich durch dauerhaftes Bemühen etwas zu erkennen und sie passiert plötzlich.</p>
<p>In der Kreativitätslehre ist die Erkenntnis über die Zusammenhänge, oder das plötzliche Herausfinden einer Lösung eines Problems, mit dem man sich jahrelange beschäftigt hat, eine kreative Einsicht. Solche Einsichten passieren einem nur dann, nachdem man aufgehört hat ständig zu versuchen das Problem zu lösen.</p>
<p>Die erste Probe des Geistes, die uns bekannt ist in der Geschichte unserer Lehre passierte im 9ten JH, als Chao Chou sich die Frage gestellt hat: „Was ist Wu?“</p>
<p>Wenn wir als westliche Menschen davon ausgehen, dass das Wort Wu uns unbekannt ist und für uns nur einen Klang darstellt, der aus zwei Buchstaben besteht, dann können wir die Tiefgründigkeit dieser Frage nicht verstehen. Wenn wir dazu aber wissen, dass das Wort Wu auf Chinesisch entweder ‚nichts‘ oder ‚ohne‘ bedeutet, dann können wir ahnen, auf welche Suche sich Chao Chou gemacht hat und die nichtbegreifliche Bedeutung der Frage herauszubekommen. Sein Meister hieß Wu Jia und er hatte diesen Namen vor den Toren des Shaolinklosters bekommen. Ein Lehrer hat ihn so benannt, nachdem er ihn befragt hatte, woher er kam und wie er hieß, denn auf die Frage wie er hieß antwortete er, dass er keinen Namen hat. Daraufhin beschloss der Lehrer ihn Wu Jia zu nennen, das bedeutet buchstäblich ‚ohne Namen‘. Der Name steht immer im Zusammenhang mit der Herkunft eines Menschen und der Name bezeichnet auch das Heim oder die Herkunft desjenigen, der diesen Namen trägt. So war es im traditionellen China und indem er gesagt hatte, dass er keinen Namen hat, hatte er gesagt, dass er wurzellos ist, dass er weder Name noch Heim hat.</p>
<p>Chao Chou hat im Verlauf der Beschäftigung auf der Suche nach der Antwort auf die Frage ‚Was ist Wu‘?‘ erkannt, dass sein Meister ein ‚Nichts‘ geworden ist. Dieses einfache Nichts hat das Schicksal seines Meisters bestimmt. Dieses Nichts musste sein Meister gleichzeitig als ‚Etwas‘ und als ‚Nichts‘ vertreten. Daraus ist eine neue Lehre entstanden.</p>
<p>Im Grunde dieser Lehre befindet sich die Suche nach dem was ist. Wenn etwas ist, dann muss sich dieses Etwas irgendwo befinden. Wenn man folgerichtig zu denken anfänge, dann fände man heraus, dass die Reihenfolge von etwas den Suchenden am Ende zum Nichts bringt. Das Nichts ist der Träger aller Dinge, die etwas sind.</p>
<p>Wenn aber etwas sich im Nichts befindet, dann kann dieses Etwas nicht existent sein, sondern nur eine Täuschung. Daraus ergab sich eine tiefe Erkenntnis des gegenwärtigen Meister dieser Lehre, dass nur etwas was entstanden ist, unbeständig ist. Das was nicht entstanden ist, was entstehen könnte, solange es entstehen kann, hat ein ewiges Leben. Die Begrenztheit der entstandenen Dinge ist im Augenblick der Entstehung bestimmt. Dafür sprechen auch alle Lebensformen, die uns bekannt sind. Wenn das Leben in irgendeiner Form entstanden ist, dann ist es automatisch vergänglich. Ist etwas aber nur als Möglichkeit vorhanden, dann kann es als Möglichkeit ewig bestehen.</p>
<p>Der nächste Schritt in der Erkenntnis der Lehre, die ich vertrete, besteht darin, dass man sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt und versucht die unvoreingenommene Wahrheit zu erkennen. Natürlich werden sich Philosophen und andere Denker dagegen wehren, dass die Wahrheit überhaupt erkennbar ist. Was ich euch mitteilen kann ist das, dass die Wahrheit zugänglich ist, für jeden unvoreingenommen und reinen menschliche Geist. Um den Geist aus einem unreinen Geist zu einem Instrument der Wahrheitserkenntnis zu entwickeln, muss man sich auf einen langen Weg machen. Die Wahrheit ist etwas, das sich hinter den Kulissen der Scheinwelt befindet.</p>
<p>Diese Scheinwelt ist wie ein Spiel der herbstlichen Blätter im Wald. Wenn der Wind weht, diese gelbliche, herbstliche Farbe ist schön und verführerisch. Sie ist nur etwas was entstanden ist, was auch vergehen wird, was nicht existent ist. Wer sich von den Täuschungen des Geistes irreführen lässt, der befindet sich nur auf der Suche nach Spaß oder Freude. Diejenigen, die bereit sind diese Scheinwelt zu verlassen und hinter die Kulissen zu schauen, sind tatsächlich an der reinen Wahrheit interessiert.</p>
<p>Wie sollte dann der Weg aussehen, der einem ermöglicht, die wahre Welt so zu sehen, wie sie ist?</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass jeder der diesen Text liest, auch die Antwort kennt.</p>
<p>Das ist die Meditation.</p>
<p>Die Meditation hat unter anderem die Aufgabe den sich selbst täuschenden Geist von den Geistestäuschungen zu befreien und die Kulissen der Welt, die Scheinwelt auseinanderzunehmen, um den Blick dahinter zu werfen. Erst dann kann der Geist die Wahrheit erkennen. Was steht einem jeden menschlichen Geist im Wege, um die Wahrheit direkt intuitiv und spontan zu erkennen, das sind vor allem die Einstellungen.</p>
<p>Die erste Einstellung entsteht auf einer biologischen Basis. Unser Nervensystem ist so geartet, dass es in der Lage ist, auf gewisse innere und äußere Reize auf eine bestimmte Art zu reagieren. Das sind die biologischen Programme, die allen menschlichen Wesen auf die eine oder andere Art gegeben sind. Eine Reaktion kann einen angenehmen oder unangenehmen Zustand verursachen. Keine Reaktion verläuft ohne Spuren, ohne einen Tropfen der Zufriedenheit oder Unzufriedenheit erlebt zu haben. Durch diese Erfahrungen deren sich diejenigen, die sie erfahren haben, nicht bewusst sind, bildet sich der voreingenommene Geist.</p>
<p>Wenn der Geist sich einer Voreingenommenheiten bewusst geworden ist, dann kann mancher den Wunsch bekommen sich von den Voreingenommenheiten zu befreien. Leider passiert das nur wenigen, die meisten bleiben in der Welt der eigenen Einstellungen gut behütet und zufrieden.</p>
<p>Wer durch die Selbsterkenntnis getrieben wird, sich von den Unreinheiten des eigenen Geistes zu befreien, der entscheidet sich, den Weg der Selbsterkenntnis mit Hilfe der Meditation zu gehen. Dabei ist es allerdings nicht Jedem gegeben, bis zum Ende seines eigenen Lebens den reinen Geist zu erlangen.</p>
<p>Jeder Fortschritt auf diesem Weg entfernt eine Schicht oder einen Teil des Schleiers der Geistestäuschungen. Die Welt zeigt sich dann in der wahren Pracht einem Jeden der meditiert.</p>
<p>Natürlich ist die Krönungsmeditation aller Meditationen diese, die Chao Chou in die Welt gebracht hat, es ist die Suche nach der Antwort auf die Frage „Was ist Wu?“. Das ist offensichtlich eine Frage, auf die es keine logische Antwort geben kann. Diese Meditation ist nur dann sinnvoll, wenn der Meditierende sie über eine längere Zeit praktiziert, ohne dabei den Wunsch zu haben, sie irgendwann beantworten zu müssen. Allein der Weg mit der Beschäftigung der Frage schärft den Geist und entfernt die geistigen Unreinheiten, sodass der menschliche Geist plötzlich in seiner nichtexistierenden Form sich selbst erkennen kann. Die zweite Frage, die den gleichen Wert wie die erste hat, lautet: „Wer bin Ich?“. Dabei kann der Meditierende nur dann Fortschritte machen, wenn er unter der Leitung eines Meisters sich selbst sucht und gleichzeitig die Selbsterkenntnis verneint, um überhaupt weiterzugehen. Durch diese Selbstverneinung erkennt der Meditierende tiefere Schichten der eigenen Existenz, bis er eines Tages plötzlich auf dem eigenen nichtexistierenden Geist landet.</p>
<p>Herzliche Grüße Milenko</p>
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		<title>Positives Denken – eine kritische Betrachtung</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/positives-denken-eine-kritische-betrachtung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2021 10:26:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter dem Begriff „Positives Denen“ lassen sich vielen Ansätze vereinigen und verstehen. Beispielsweise zählt u. U. auch die positive Psychotherapie dazu, aber auch die christliche Denkweise lässt sich auf das Positive Denken zurückführen. Grundsätzlich basiert das Positive Denk auf der Behauptung, dass alles was passiert einen Sinn hat. Egal, ob die Geschehnisse für die Betroffenen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Begriff „Positives Denen“ lassen sich vielen Ansätze vereinigen und verstehen.</p>
<p>Beispielsweise zählt u. U. auch die positive Psychotherapie dazu, aber auch die christliche Denkweise lässt sich auf das Positive Denken zurückführen.</p>
<p>Grundsätzlich basiert das Positive Denk auf der Behauptung, dass alles was passiert einen Sinn hat. Egal, ob die Geschehnisse für die Betroffenen gut oder schlecht ausgehen, sie sollten im Grunde immer als etwas Gutes betrachtet werden.</p>
<p>Wenn etwas an sich gut ist, dann muss man das nicht noch verschönern, es bleibt weiterhin gut in seinen Auswirkungen.</p>
<p>Wenn etwas jemandem Unannehmlichkeiten bereitet, dann empfiehlt das Positive Denken, in diesen Unannehmlichkeiten auch etwas Gutes zu sehen:</p>
<p>Weil er jahrzehntelang geraucht hat, bekommt jemand beispielsweise Lungenkrebs. Dann kann dieser Mensch in diesem Ereignis eine Katastrophe sehen und denken, dass es schrecklich sei, dass ihm sowas passiert ist. Dann hat er nicht nur das körperliche Leiden, sondern auch noch Angst, dass es schrecklich ist und er es auf Dauer nicht ertragen kann. Wenn er sich den Krebs schönreden würde, dass das beispielsweise eine Botschaft an ihm ist, dass er endlich mit dem Rauchen aufhören sollte, dann ist sein Gewissen beruhigt und er kann mit dem Rauchen aufhören. Dabei ist die Frage, ob diese sogenannte Gewissensmassage nützlich ist, oder ob es einen nützlicheren Denkansatz geben kann?</p>
<p>Was kann jemanden gegen die zukünftigen Unannehmlichkeiten stärken? Sich etwas Schlimmes schönzureden oder die Unannehmlichkeit so wahrzunehmen und über sich ergehen zu lassen, wie es ist?</p>
<p>Die potenziellen Vertreter des Positiven Denkens würden sich wahrscheinlich nur für ihre sinnvolle Erklärung der Unannehmlichkeit entscheiden und das letztendlich als ‚Gottes Wille‘ betrachten. Allein die Aussage: „Wer weiß, wozu das doch gut ist?“ weist schon darauf hin, dass es gut ist, weil es genau so gelaufen ist. Da man sich häufig noch viel schlimmere Dinge ausmalen kann, verharmlost man die geschehene Unannehmlichkeit an sich.</p>
<p>Beispielsweise: Das Gute an meinem Lungenkrebs ist, dass ich erkannt habe, dass ich aufhören sollte zu rauchen. Das ist objektiv betrachtet nur eine Zuschreibung der betroffenen Person und tatsächlich gibt es objektiv betrachtet nichts Gutes am Lungenkrebs. Die unangenehmen Folgen sind, dass jemand sich unzähligen Untersuchungen ausgesetzt sollte, dass er vorübergehend arbeitsunfähig ist, dass er operiert wird und dass seine Zukunft ungewiss ist. Auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er weiterhin gesund leben kann, deutlich geringer ist als ohne Lungenkrebs. Sogar ohne emotionale Folgen könnte sich seine Lage deutlich verschlechtern, außerdem sind nicht alle bereit mit dem Rauchen aufzuhören.</p>
<p><strong>Was wäre dafür die Lösung vom kognitiven Standpunkt aus? </strong></p>
<p>Die Lösung bestünde darin, die Unannehmlichkeit als Tatsache so zu betrachtet, es ist nichts Gutes, dass ich an Lungenkrebs erkrankt bin und die Tatsache ist, dass ich es ertragen kann, alles über mich ergehen zu lassen und versuche wieder gesund zu werden. Ob es mir gelingen wird, wieder gesund zu werden, weiß ich nicht. Aber ich werde mein Bestes tun, um meine Genesung zu fördern. Unter anderem werde ich aufhören zu rauchen und anfangen gesund zu leben und alles was in meiner Macht steht dafür zu tun, um die Genesung zu beschleunigen.</p>
<p>Das wäre der kognitive Ansatz; sich nicht die unangenehmen Dinge schönzureden, sondern sie als Umstände zu akzeptieren, in denen man sich befindet.</p>
<p>Wenn die schlechten Umstände verharmlost werden, dann ist das ein Selbstbetrug, dadurch weicht man von der Wahrheit ab. Durch das Positive Denken wird bei den emotionalen Problemen nur eine vorübergehende emotionale Erleichterung erzielt. Es ist eine verzerrte Denkweise und diese Menschen leiden unaufhörlich, sie befinden sich ständig auf der Suche nach neuen Denkansätzen des Positiven Denkens.</p>
<p>Positives Denken ist sogar in unserer Umgangssprache versteckt, indem man einfach sagt: „alles ist gut!“, oder „wer weiß wozu das gut ist?“. All diese und ähnliche Aussagen basieren auf dem Denken, dass das, was passiert auch gut so ist und das, obwohl ich nicht weiß warum, aber wenn es passiert ist, dann ist es gut so, dass es passiert ist. Dann muss ich mich nicht mehr damit beschäftigen.</p>
<p>Alleine die Frage, „wer weiß wozu das gut ist?“ ist häufig nicht eine tatsächliche Frage die man sich stellt, sondern man findet sich mit dem Geschehenen ab, anstatt zu versuchen das Geschehen zu seinem Vorteil zu beeinflussen oder direkt als Wahrheit zu erkennen und bedingungslos zu akzeptieren.</p>
<p>Man findet sich mit dem Geschehenen ab, anstatt es zu akzeptieren und dadurch wird die unangenehme Wirklichkeit verharmlost.</p>
<p>Diejenigen, die auf diese Art denken schwächen sich emotional ab. Sie verharmlosen die vorhandenen Unannehmlichkeiten &#8211; sie können nicht gestärkt werden. Wenn etwas plötzlich auf sie zukommt, dann könnten sie das nicht mehr verharmlosen, z. B. Zahnschmerzen oder eine Blinddarmentzündung oder ein Autounfall. Das kann man dann nicht mehr beeinflussen und dann sind Leute nicht mehr bereit, diese Schwierigkeit oder diese Schmerzen zu ertragen. Ich hatte schon viele Patienten, die durch Positives Denken versucht habe, die  Dinge zu verharmlosen und zu beeinflussen. Aber Positives Denken bringt einem nur dann Erleichterung, wenn man glaubt, dass es auch weggeht. Aber wenn etwas über eine längere Zeit nicht vergeht, dann verliert der Mensch die Hoffnung und beginnt sich aus dieser Unannehmlichkeit sogar eine Katastrophe auszumalen. Dadurch bildet sich eine katastrophisierende Denkweise und die Menschen machen sich emotional schwach. Man kann sich an das Leben gewöhnen, nach einer Weile, wenn man erkannt hat, dass sich Dinge nicht mehr ändern lassen, dann beginnt man darunter zu leiden. Man erwartet, dass es eigentlich wieder weggeht, weil es bisher durch Positives Denken verharmlost wurde. Aber wenn ein Schmerz nicht wieder vergeht, da er sogar objektiv weh tut, entsteht ein innerer Konflikt zwischen dem was man erwartet und zwischen dem was geschieht. Dieser innere Konflikt zermürbt den Geist und es zerfrisst die Geisteskraft, der Mensch wird dadurch emotional schwach.</p>
<p>Man fühlt sich durch das Positive Denken getröstet, aber man wird damit keine Lösung für die Unannehmlichkeiten finden. Deshalb ist das auf Dauer eine verheerende Denkweise, die aus den Menschen hilflose Menschen macht. Sie entwickeln dann den Glauben an irgendwelche übernatürlichen Kräfte, oder an einen religiösen Ansatz, aber sie verlassen sich nicht auf sich selbst.</p>
<p>Der wahre Ansatz entspricht der Suche nach der Wahrheit, nach dem Erkennen der Wahrheit, egal wie unangenehm sie ist, um sich mit der Wahrheit zu arrangieren und zu behaupten, ich kann es aushalten, ich kann mich damit zurechtfinden. Ich kann mein Bestes tun und was ich beeinflussen kann werde ich beeinflussen und was ich nicht selbst beeinflussen kann werde ich hinnehmen, wie es ist.</p>
<p><strong>Das ist die Weisheit des Lebens.</strong></p>
<p>Herzliche Grüße Milenko</p>
<p>Nicht alle Leser sind meine Schüler, deshalb ist es neutraler formuliert als bisher</p>
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		<title>Über die Erleuchtung</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/ueber-die-erleuchtung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jul 2021 06:19:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Erleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[persönliche Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn sich jemand auf den Weg zum eigenen geistigen Gipfel macht, dann ist der Meister verpflichtet, diese Person mit den Etappen des Weges vertraut zu machen. Diese Etappen bestehen aus den vier großen Hindernissen. Das erste Hindernis bezeichne ich als Farben und Lichter (auch Begierde). Mit diesem Hindernis werden alle Verlockungen im Leben dargestellt. Ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Wenn sich jemand auf den Weg zum eigenen geistigen Gipfel macht, dann ist der Meister verpflichtet, diese Person mit den Etappen des Weges vertraut zu machen. Diese Etappen bestehen aus den vier großen Hindernissen.</p>
<p style="text-align: left;"><u>Das erste Hindernis bezeichne ich als Farben und Lichter (auch Begierde). </u></p>
<p style="text-align: left;">Mit diesem Hindernis werden alle Verlockungen im Leben dargestellt. Ein Meditierender ist ständig den Reizen von außen, den eigenen Vorstellung, Gedanken und Erinnerungen ausgesetzt. Dieser Fluss des Geistes liefert dem Meditierenden extrem verlockende Möglichkeiten, die den Geist von der wichtigsten Angelegenheit (dem Weg zum geistigen Gipfel zu bauen) ablenken. Beispielsweise sitzt jemand in der Meditationshaltung auf dem Hocker, hat seine Knie auf dem Kissen, die Hände zusammenhaltend und der Geist beginnt wild zu spielen, indem er dem Meditierenden ins Ohr flüstert: „Hast du schon deinen Kaffee getrunken – ja – aber nur einen kläglichen Espresso. Nur da geht noch einer mit einem bisschen besseren Espresso, mit etwas Zucker.“</p>
<p style="text-align: left;">Verzichtet der Meditierende dann auf die Unterbrechung der Meditation, dann kommt der nächste Gedanke.</p>
<p style="text-align: left;">Meine Schüler berichten häufig, dass sie ganz kreative Ideen bekommen, wie sie ein aktuelles Problem lösen. Und sie fragen mich, ob sie diese Lösungen während der Meditation dann aufschreiben sollten. Meine Antwort lautet prinzipiell, wenn man sich beim Meditieren unterbricht, sollte man die gleiche Meditation nochmals wiederholen. Ist eine Lösung so wichtig für den Meditierenden, dann hat es sich gelohnt, die Meditation abzubrechen und nochmals neu zu starten. Ist eine Meditation unterbrochen, dann hat sie nicht den Zweck der täglichen Meditation erfüllt. Deshalb die Empfehlung, die gleiche Meditation am selben Tag nochmals zu machen.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn Meditierende berichtet, dass sie sich in einem Lichtstrahl befindet, oder ihre Chakras spüren oder sehen können, dann erklären diese selbsternannten Meister den Meditierenden für erleuchtet. Solche Meister bieten auch eine Erleuchtung über ein Wochenende an.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn jemand während des Meditierens Stimmen hört, oder eine Lichtsäule sieht, oder die Energie spürt, oder irgendwelche Felder um sich herum spürt, gehören alle diese Phänomene dem Hindernis der Farben und Lichter an. Hat der Meditierende einmal dieses Hindernis überwunden, ist er allerdings auch weiterhin nicht davor befreit, Rückfälle zu erleben. Beim weiteren Meditieren können immer wieder Phänomene wie Farben und Lichter auftauchen.</p>
<p style="text-align: left;"><u>Das zweite Hindernis ist Reinheit und Frieden.</u></p>
<p style="text-align: left;">Wenn der Meditierende endgültig die Farben und Lichter hinter sich gelassen hat, dann erreicht er irgendwann den Zustand der Glückseligkeit. Das zeigt sich, indem der Meditierende mit allen in Frieden lebt.</p>
<p style="text-align: left;">Er hat beim Meditieren gelernt, seine Nucleus Accumbens anzusprechen und beim Meditieren entsteht ein glückliches Gefühl. Die meisten Meditierenden betrachten das als eine Erleuchtungserfahrung, oder zumindest deuten sie es sich so, dass sie zum Meditieren talentiert sind.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn sie keinen wahren Meister begegnen, der ihnen den weiteren Weg weist, dann blieben sie auf dieser Stufe stecken.</p>
<p style="text-align: left;">Begegnen Sie eines Tages einem richtigen Meister, kann es passieren, dass der Meister sie im Dialog zur wahren Einsicht bringt. Den Dialog mit dem Meister bezeichne ich als Kontaktpunkt, dabei ergibt sich die Möglichkeit, das erste wirkliche Erwachen zu erleben. Dieses augenblickliche, kurzfristige Erwachen enthält in sich auch eine Gefahr, die Gefahr des Selbstverliebens. Es ist die Stufe der <u>Erleuchtung, das dritte Hindernis</u>.</p>
<p style="text-align: left;">Dann kommt eine wichtige Etappe, indem der Meister aufklärt, dass der Meditierende nichts ist, dass er nichts erreicht hat und dass er sich von sich befreien soll. Gelingt es dem Meister, den Narzissmus des Schülers zu zerstören und zu zerbrechen, dann bleibt dem Schüler nichts mehr übrig. Sein Ego hat der Meister mit Füßen getreten und ihn vernichtet. Erst jetzt ist der Schüler für eine wahre Selbsterkenntnis bereit. Der Meister schickt ihn in die Welt. Er schickt ihn weg und wenn der Schüler immer noch an der Selbsterkenntnis interessiert ist, dann wird er immer wieder für sich die Rückzüge aus der Welt in Anspruch nehmen, bis er sich mit vollem Bewusstsein selbst erkannt hat. Dann erkennt er, dass es an der Zeit ist, in das wahre Leben zurückzukehren.</p>
<p style="text-align: left;"><u>Dieses vierte Hindernis,</u> die zerstörte Erleuchtung. Diese Stufe ist begleitet von Selbstzweifel und von der mangelnden Geisteskraft. Die meisten Meditierenden sind nicht in der Lage, den Mut aufzubringen, sich nach dem Höhenflug des dritten Hindernisses und nach dem Sturz in die Tiefe des Selbstzweifels daraus wieder zu erheben und auf dem Weg weiterzumachen. Nur beim richtigen Meister sind sie gut aufgehoben. Deshalb ist der Ausdruck in den fernöstlichen Traditionen, dass der Schüler eine torlose Schranke passieren sollte, auch der richtige Ausdruck.</p>
<p style="text-align: left;">Wer ist die torlose Schranke für den Schüler, natürlich der Meister auf dem Weg zum eigenen geistigen Gipfel.</p>
<p style="text-align: left;">Herzlich eurer Meister</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Über Plagiate</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/ueber-plagiate/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2021 10:44:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Anlass für dieses Schreiben war die Tatsache, dass jemand in Amerika meine Idee über den Weg der Persönlichen Entwicklung für sein eigenes Schreiben benutzt hat. Dabei verwendete er Inhalte aus meinem Buch ‚Wie zähmt man einen Elefanten und Affen?‘ und hielt es nicht für nötig, die eigentliche Herkunft der Idee anzugeben. Außerdem habe ich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Anlass für dieses Schreiben war die Tatsache, dass jemand in Amerika meine Idee über den Weg der Persönlichen Entwicklung für sein eigenes Schreiben benutzt hat. Dabei verwendete er Inhalte aus meinem Buch ‚Wie zähmt man einen Elefanten und Affen?‘ und hielt es nicht für nötig, die eigentliche Herkunft der Idee anzugeben. Außerdem habe ich schon vor längerer Zeit den Begriff ‚Individuelle Meditation‘ in die Welt gesetzt und heute habe ich festgestellt, als ich den Begriff bei Google eingetippt habe, dass nicht meine Ideen zuerst erscheinen. Nirgendwo konnte ich erkennen, dass meinen Namen mit der Idee der Individuelle Meditation in Verbindung gebracht wurde.</p>
<p>Was geistige Güter sind, darüber lässt sich natürlich streiten. Ich möchte hier vom Standpunkt eines Inhabers verschiedener geistiger Güter das erläutern:</p>
<p>Alle sind sich darüber einig, dass etwas, was offiziell veröffentlicht wurde und dadurch bekanntgegeben wurde, zum geistigen Gut es Autors gehört. Dabei bleiben leider manche Fragen unbeantwortet, z. B. wenn jemand einen öffentlichen Vortrag hält und seine Ideen erläutert, sind dann die Anwesenden verpflichtet, zu der Ideen, die sie im Vortrag gehört hatten, auch die Quelle weiterzugeben, oder dürfen sie das weitergeben, ohne den Autor zu erwähnen?</p>
<p>Ist es auch ein Plagiat, wenn jemand das Wissen unabsichtlich weitergibt, ohne die Quelle zu erwähnen und dadurch ein Nutzen für sich bekommt? Sei es, dass sein Bekanntheitsgrad größer wird, oder Leute beginnen die Weisheit ihm zuzuschreiben oder ihn als einen großen Autor zu betrachten.</p>
<p>Meine Position im Bezug darauf lautet, dass jedes neue Wissen der Person zuzuschreiben ist, die dieses Wissen als erstes in die Welt brachte. In meinen Überlegungen gehe ich sogar noch weiter. Diejenigen, die das neue Wissen gehört haben, sollten selbst den Wunsch in sich haben, dieses Wissen untrennbar von der Quelle weiterzugeben. Dies betrachte ich als die moralische Verpflichtung jedes Menschen, der die Möglichkeit hat, sich aus der Quelle eines kreativen Menschen zu bereichern. Darüber hinaus verdient der Mensch, der eine Neuheit in die Welt gesetzt hat, einen Respekt von denjenigen, die etwas Neues erfahren haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><u>Was ist dabei eine wertvolle Neuheit für die anderen?</u></p>
<p>Etwas Neues ist nur dann eine wirkliche Neuheit, oder eine kreative Tat, wenn es die Domäne, auf die sich die Neuheit bezieht, verbessert oder erweitert. Wenn das eine Neuheit ist, die keine der oben angegebenen Auswirkungen hat, dann handelt es sich um keine allgemeine kreative Tat.</p>
<p>In meinen Vorträgen vor ungefähr 20 Jahren habe ich angefangen die Kreativität neu zu definieren. In Bezug auf die Domänen, in denen eine kreative Tat stattfindet, unterscheide ich objektive und subjektive Kreativität.</p>
<ul>
<li>Eine objektivkreative Tat erfüllt die Kriterien, die ich oben schon erwähnt habe. Sie vertieft, erweitert und verbessert die Domäne, auf die sie sich bezieht.</li>
<li>Eine subjektivkreative Tat bezieht sich auf das Leben der einzelnen Person. Wenn die Domänen, auf die sich eine Neuheit bezieht, die eine Person selbst entwickelt oder entdeckt hat, diese verbessert, erweitert oder vertieft, dann ist das eine subjektive kreative Tat, unabhängig davon, ob das noch jemand anderes entdeckt hat.</li>
</ul>
<p>Die subjektive Kreativität kann manchmal auch der objektiven Kreativität entsprechen. Sollte jemand nachträglich entdeckt habe, dass seine kreative Tat schon vorher bekannt war und diese Person immer noch diese Idee vertritt, als gäbe es die Idee vorher noch nicht, dann ist das ein unabsichtliches Plagiat.</p>
<p>Beispielswiese, in der Geschichte des kognitiven Ansatzes in Coaching, Beratung und Therapie war der Gründer der Rational Emotiven Verhaltenstherapie, Albert Ellis.</p>
<p>Der erste, der den kognitiven Ansatz 13 Jahre später in die Psychotherapie eingeführt hatte, tat das gleiche, Aron Beck. Bisher habe ich nur eine Auszeichnung seitens Aron Becks für Albert Ellis gefunden, in der Prof. Beck Albert Ellis als den Urgroßvater der kognitiven Therapie bezeichnet hat. Was eher einer Abwertung als einer Honorierung entspricht.</p>
<p>Aron Beck und seine Nachfolger betrachten ihn, Prof. Beck, als den Gründer der Kognitiven Therapie, wobei die KT nur eine Abweichung oder Folge der REVT ist, die Albert Ellis gegründet hat.</p>
<p>Ohne wahre Anerkennung des Ursprungs kognitiven Ansatzes in der Psychotherapie Albert Ellis als Ursprungs anzugeben und trotzdem sein Wissen als das eigene nach außen darzustellen ist für mich ein Plagiat. Das gleich ist, wenn jemand sich zu einem Meditationsmeister erklärt und beginnt seine Mediationen seinen Klienten und Meditierenden zu verabreichen, die dieser Mensch von mir gelernt hat und den ganzen Ansatz von mir übernommen hat, ohne mich zu erwähnen und mich als die Quelle zu erwähnen, ist ein Plagiat.</p>
<p>Plagiate sind zurzeit immer schwieriger zu entdecken, weil sie in Podcast, in YouTube, in Instagram und allen sozialen Medien zu finden sind. Da diese Domäne undurchsichtig ist, kann jeder sich mit fremdem Federn schmücken. Nur diejenigen, die sich in der Domäne umfassend auskennen, sind in der Lage diese Plagiate zu erkennen.</p>
<p>Ist das Plagiat nur dann, wenn jemand das wortwörtlich verwenden, ohne den Autoren zu erwähne? Oder ist ein Plagiat auch eine Idee, die unmissverständlich mit anderen Worten nach außen kommuniziert wird? Wenn es sich um Ideen handelt und nicht um ein Gedicht oder Roman, oder wissenschaftlichen Abhandlung, dann ist jede Idee ohne genannten Autor ein Plagiat.</p>
<p>Es reicht nicht aus, einmal zu behaupten, dass ich mein ganzes Wissen von dem und dem gelernt habe und dass man dann die Idee nach außen präsentiert, als wäre es ihre eigene Idee.</p>
<p>Dann sind das auch hintereinander zustande gekommene Plagiate.</p>
<p>Letztendlich habe ich beobachtet, dass manche meiner Schüler nicht die richtige Einstellung haben, die auf eine reife Beziehung zwischen Meister und Schüler hinweisen. Wer seinen Meister in der Öffentlichkeit kritisiert, der kritisiert sich selbst.</p>
<p>Unlängst hatte ich einen interessanten Dialog mit einem meiner Meditationsschüler. Dieser hat den Zweifel geäußert, ob alles richtig ist, was er von mir gelernt hat.</p>
<p>Meine Antwort darauf, war es, dass er frei ist wegzugehen.</p>
<p>Ich habe Angst etwas zu verpassen, wenn ich weggehe.</p>
<p>Das war dann der Grund für ihn, dass er bei mir geblieben ist.</p>
<p>Diese Art der Beziehung zum Meister ist eine unreife und unechte Beziehung seitens des Schülers. Eine reife und echte Beziehung sollte darin bestehen, dass der Schüler von ganzen Herzen die Idee seines Meisters nach außen präsentiert, solange er von den Ideen überzeugt ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der reduktionistischen Theorie der wissenschaftlichen Erklärung gewisser Phänomene wird der Canon von C. Lloyd Margan als Erklärungsmuster empfohlen, der lautet: Wenn ein kompliziertes Phänomen sich auf die einfacheren Phänomene zurückzuführen lässt, ohne dabei das Übermaß an Bedeutung zu haben, dann empfiehlt es sich, durch die Anwendung einfacher Prinzipien das Phänomen zu erklären. Erst dann, wenn etwas überflüssig bleibt, empfiehlt es sich eine Erklärung zu konstruieren, welche die beste Vorhersage für das Phänomen hat und gleichzeitig das Phänomen kausal am besten erklärt.</p>
<p>Das ist die Grenze zwischen der reduktionistischen und konstruktivistischen Erklärung desselben Phänomens. Dort wo die Macht der reduktionistischen Erklärungen aufhört, dort beginnt der wahre Konstruktivismus.</p>
<p>Der sogenannte aufgeblasene Konstruktivismus, wie er in der Tradition der Postmoderne entstanden ist, hat eine Verfälschung der wissenschaftlichen Wirklichkeit zur Folge. Wenn jemand in der Postmoderne einen wissenschaftlichen Text übernimmt und den Autor benennt und dies Idee dann missbraucht, dann handelt es sich nicht um ein Plagiat, sondern um einen Missbrauch der geistigen Güter anderer Personen. Ein solcher Missbrauch ist ein noch schlimmeres Delikt als ein Plagiat, weil dadurch der objektive Schaden entsteht, sondern auch noch der Ruf des echten Autors der ursprünglichen Idee ruiniert werden kann.</p>
<p>Wie aus dem ganzen Text zu erkennen ist, lautet meine Position hierzu, dass beim Umgang mit dem fremden Wissen selten ‚<em>neutral sein‘</em> kann. Entweder wird der Autor respektiert und nach außen gepriesen, oder er wird gar nicht erwähnt und als Folge wird ihm sein Wissen gestohlen. Der andere, der an dieses Wissen herangekommen ist, beginnt es als das eigene Wissen nach außen zu vertreten.</p>
<p>Bezogen auf die Beziehung zwischen dem Schüler und seinem Meister lässt sich alles in der Welt korrigieren. Indem die Schüler gegenüber ihren Lehrern den Respekt zeigen würden, solange die Lehrer diesen Respekt verdienen.</p>
<p>Das setzt aber auch noch etwas anderes voraus. Nämlich, dass die Schüler das Recht haben, das Wissen, dass ihnen vermittelt wird kritisch zu betrachten.</p>
<p>Wie kann jemand das Wissen kritisch betrachten? Das geht nur, wenn das Ego des Betrachters zurückgesetzt wird.</p>
<p>Bei meinem letzten Vortrag habe ich eine neue Metapher für das Ego präsentiert. Das Ego ist wie eine Litfaßsäule, sie hat ihre Form im unteren Bauch, wo viel aufgeklebt wurde hat sie einen Bauch einen belastenden Bauch, und wo nicht so viel übereinander geklebt wurde, ist sie schlanker. Ein Ego besteht aus Etiketten, aus Annoncen, aus Plakaten etc., die jemand sich selbst angeklebt hat. Wie kann diese Person das auf sie zukommende Wissen unvoreingenommen betrachten und bewerten? Das geht nur, wenn diese Etiketten, die Plakatierungen und alles was das Wahrgenommen verfälscht, zurückgesetzt wird. Jedem Menschen besteht eine lange Arbeit, um sich als eine Litfaßsäule zu betrachten, um dann endlich zu erkennen, was auf die untersten Schichten geklebt wurde und was als geistige Bezeichnungen vorhanden ist alles lässt sich auf die Einstellung der betreffenden Person zurückführen.</p>
<p>Bei der Bildung einer einfachen Einstellung spielt zunächst eine Wahrnehmungsfähigkeit der betreffenden Person eine wichtige Rolle. Was ursprünglich wahrgenommen wird ist noch keine verfälschte Information. Dieser Reiz von außen oder von innen hat eine Auswirkung auf die Algorithmen im inneren System die diese Informationen als einen angenehmen oder unangenehme Reiz empfinden. Die daraus entstandene Empfindung färbt die Bewertung der wahrgenommenen Information, sie kann entweder als positiv oder negativ bewertet werden. Ist die Empfindung als positiv bewertet, dann entsteht eine emotionale Reaktion zu diesem Reiz und dies emotionale Reaktion ist eine Zuneigung. Wird der Reiz als negativ bewertet, entsteht eine Abneigung gegenüber dem Reiz.</p>
<p>Eine Einstellung hat in sich zunächst eine Bewertung (positiv oder negativ), dann eine emotionale Reaktion (Zu- oder Abneigung) und letztendlich eine Aktion (Vermeidungsverhalten oder Aggression) dem Reiz gegenüber.</p>
<p>Eine Einstellung ist nicht nur eine kognitive Dimension, sondern eine emotionale und eine Art des Verhaltens (behavioral) auf den ursprünglich wahrgenommenen Reiz.</p>
<p>Sobald die kognitiven Funktionen entstanden sind, beginnt ein Kind seine eigene Einstellung der Welt gegenüber zu formen und das eigene Ego mit den Etiketten und Plakaten, die ich als Einstellungen bezeichne zu bekleben.</p>
<p>Die Menschen als laufende Litfaßsäulen zu betrachten, ermöglicht es uns zu erkennen, wer als echter Mensch oder als verfälschter Mensch nach außen auftritt.</p>
<p>An dieser Stelle beende ich meine Erklärungen und überlasse es dem Leser über die wahre Natur des Menschen nachzudenken. <em>‚Wie kommt man an die wahre Natur heran?‘</em></p>
<p>Herzliche Grüße Euer Meister</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Absprachen, Versprechungen und Verpflichtungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2021 14:57:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum habe ich dieses Thema überhaupt gewählt, um darüber zu schreiben? Im Laufe der letzten 20 Jahre konnte ich beobachten, dass sich viele Menschen nicht daran halten, was sie versprochen hatten, so als wäre das Gesagte etwas Unverbindliches für sie. Ein aktuelles Ereignis liegt jetzt gerade 10 Tage zurück, bei dem ich einen Mann aus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Warum habe ich dieses Thema überhaupt gewählt, um darüber zu schreiben?</p>
<p>Im Laufe der letzten 20 Jahre konnte ich beobachten, dass sich viele Menschen nicht daran halten, was sie versprochen hatten, so als wäre das Gesagte etwas Unverbindliches für sie.</p>
<p>Ein aktuelles Ereignis liegt jetzt gerade 10 Tage zurück, bei dem ich einen Mann aus Hamburg kennengelernt hatte. Er hat mir von Verkaufsvereinbarungen erzählt und wie sie früher getroffen wurden.</p>
<p>Vor einigen Jahrhunderten gab es noch keine schriftlichen Vereinbarungen oder Verträge beim Handel zwischen zwei Partnern. Es reichte damals aus, eine verbale Vereinbarung mit einem Handschlag zu bestätigen und diese Vereinbarung galt als eine Garantie, dass sie erfüllt wird.</p>
<p>Heutzutage reichen nicht einmal mehr Vorauszahlungen oder Anzahlungen aus. Auch nicht wenn es um hohe Summen geht, auch 10 % des Wertes einer Immobilie ist leider keine Garantie mehr. Manche Immobilienpreise sind in den letzten Jahren innerhalb von 15 Tagen um mehr als 10 % gestiegen. Da viele Menschen durch den eigenen Zugewinn geleitet sind, sind sie manchmal bereit die Vereinbarung zu brechen, um den zusätzlich entstandenen Gewinn abzuschöpfen.</p>
<p>In den 80er Jahren gab es nur Festnetztelefone. Ein vereinbartes Treffen konnte man nicht einfach per Handyanruf canceln. Das Treffen war so verbindlich, dass es kaum jemand getraut hatte, nicht zu dem vereinbarten Treffen zu kommen.</p>
<p>Als ich vor kurzem den therapeutischen Marathon in Serbien abgehalten habe, hatte ich 32 Anmeldungen zu diesem Ereignis. Dann allerdings, am Tage des Marathons, sind tatsächlich nur 22 Personen erschienen. Die anderen 10 Personen haben sich nicht einmal abgemeldet oder entschuldigt.</p>
<p>Bei manchen Ausbildungsterminen sagen manche Menschen erst im letzten Augenblick den Termin ab, obwohl der Termin schon ein Jahr vorher abgestimmt war. Wenn etwas plötzlich dazwischen kommt (eine Einladung zu einer Wanderung, oder ein unvorhergesehenes Fußballspiel, oder ein unangemeldeter Besuch von Freunden), ist das der Grund sich zuerst selbst zu sabotieren und nicht zur Vereinbarung zu kommen. Das heißt, jemand lässt jemand anderem im Stich. Diese Ereignisse, die schon häufiger vorkamen, haben mich dazu veranlasst, über die Zuverlässigkeit eines Versprechens nachzudenken. Im Augenblick kann ich das nur aus der Position eines Meditationsmeisters betrachten. Die Einstellung als ich noch der Schüler eines Meisters war, liegt ziemlich weit in der Vergangenheit.</p>
<p>Mein Meister hat mir ans Herz gelegt, die Beziehung zwischen ihm und mir als eine Symbiose zu betrachten: Er kümmerte sich um meinen Geist und ich kümmerte mich um das ganze Leben meines Meisters. Er behauptete, dass diese Vereinbarung eine faire Vereinbarung war.</p>
<p>Als ich ihn gefragt hatte, ob ich mich bei ihm auch um seinen Geist kümmern sollte, sagte er:</p>
<p>„Dich um mein Leben zu kümmern reicht aus, weil in diesem Leben auch mein Geist enthalten ist.“</p>
<p>Ich habe ihn dann gefragt: „Was verstehst Du darunter, dass ich mich um dein Leben kümmern sollte?“</p>
<p>„Schaffe nur die Umstände für mich, dann floriert mein Geist. Wenn ich Reisen will, dass ich reisen kann, wenn ich Lust habe, etwas Gutes zu essen, dass ich mir das gönnen kann. Wenn ich mich gut kleiden möchte, dass ich es kann, wenn ich Konzerte besuchen möchte, dass ich mir das ohne Einschränkung gönnen kann. Wenn ich das eine oder andere Buch lesen möchte, dass dies mir geschenkt wird.“</p>
<p>„Das schaffe ich nicht allein.“</p>
<p>„Du deckst einen Teil ab, die anderen, die auch auf mich angewiesen sind decken einen anderen Teil ab.“</p>
<p>Meine Verantwortung, die ich für meinen Meister gefühlt habe, setzte ich konsequent um. Dabei hatte ich immer ein gutes Gefühl. Als mein Meister mich 1984 verlassen hat, beteiligte ich mich am Lebensunterhalt diverser Klöster im Osten, in denen mein Meister gelegentlich untergebracht wurde. Nachdem mein Meister gestorben war, bereiste ich diverse Orte im Fernen Osten und nutzte die Gelegenheit, um dort auch verschiedene Treffen oder Veranstaltungen für meine Reisenden zu organisieren. Dadurch konnten wir die kulturellen Träger in manchen Klöstern und Universitäten großzügig finanziell unterstützen.</p>
<p>Seitdem mein Meister Europa verlassen hatte, suchte ich den Weg, wie ich das Gefühl bei meinen Schülern fördern kann, dass sie Freude haben, sich um mein Leben zu kümmern.</p>
<p>In der Beziehung zwischen Meister und Schüler tut jeder das Beste zum Wohl des anderen.</p>
<p>(Dabei ist nicht nur der direkte finanzielle Aspekt zu berücksichtigen, sondern auch die indirekte Unterstützung durch die Beiträge für vereinbarte Termine – Anmerkung des Gremiums)</p>
<p>Eine soziale Beziehung zwischen dem Schüler und dem Meister sollte auf gegenseitigen 100 %igen Respekt basieren. Bei einem mangelhaften Respekt verändert sich die Beziehung und sie ist begleitet von den Spannungen und verdrängten Konflikten.</p>
<p>Einmal hat ein Autor einen berühmten Satz geschrieben: Wenn der Wein sauer ist, dann sollte man ihn wegschütten.</p>
<p>Ich empfehle jedem, der sich in einer problematischen Beziehung befindet, den ersten Fehler, der in dieser Beziehung gemacht wurde, prinzipiell zu verzeihen, um dem andern die Chance zu geben, aus dem Fehler zu lernen. Sollte der gleiche Fehler nochmals passieren, dann ist das ein Grund, die Beziehung zu beenden, oder immer wieder mit dem gleichen Fehler zu rechnen, dadurch ändert sich allerdings auch die Einstellung.</p>
<p>Karl Gustaf Jung hat das sogenannte Synchronizitätsprinzip entdeckt. Das besagt u. a.: Wenn etwas zum zweiten Mal passiert, dann passiert es auch zum dritten Mal. Wenn etwas nur vereinzelt passiert, dann sind die Zusammenhänge selten voraussagend.</p>
<p>Herzlichst Euer Meister</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Über Motivation und Hinauszögern</title>
		<link>https://individuelle-meditation.org/ueber-motivation-und-hinauszoegern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 May 2021 06:21:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn die beiden Begriffe so nebeneinander stehen, könnten sie als Gegensätze verstanden werden. Doch die Wahrheit ist, dass im Kern eines jeden hinauszögernden Verhaltens eine gewisse Art Motivation steckt. Der Wunsch nicht das zu tun, was für uns wichtig ist, uns aber schwerfällt, oder wir befassen uns ungern damit, besonders wenn wir gleichzeitig die Möglichkeit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die beiden Begriffe so nebeneinander stehen, könnten sie als Gegensätze verstanden werden. Doch die Wahrheit ist, dass im Kern eines jeden hinauszögernden Verhaltens eine gewisse Art Motivation steckt. Der Wunsch nicht das zu tun, was für uns wichtig ist, uns aber schwerfällt, oder wir befassen uns ungern damit, besonders wenn wir gleichzeitig die Möglichkeit haben, etwas zu tun was uns Spaß macht.</p>
<p><em>Beispiel: Jemand lernt für eine wichtige Prüfung und während des Lernens kommt ein Teil, der ihm schon vertraut erscheint. Das erzeugt ein Gefühl der Langeweile und diese Langeweile wird durch eine Aktivität überwunden, die unsere Aufmerksamkeit erregt. Eines der genialen Objekte zur fruchtlosen Ablenkung der Aufmerksamkeit ist ein Smartphone und so eines liegt auf dem Tisch. Die Person nimmt das Mobiltelefon vom Tisch, dabei aktiviert es sich durch die Gesichtserkennung automatisch, oder indem der Besitzer den Identifikationssensor mit dem Finger berührt. Das Bild auf dem kleinen Bildschirm erscheint farbenfroh und vielversprechend. Die Person weiß nicht, womit sie anfangen soll. Sie prüft zuerst die E-Mails, liest die neuen und beantwortet sie hastig. Sie spricht dabei ihre Freunde nur mit ‚Georg‘ oder ‚Helene‘ an, ohne das zivilisierte Adjektiv ‚Liebe(r)‘ oder ‚Verehrte(r)‘ anzuwenden, weil es noch so viel anderes zu  gibt. &#8222;Wer hat mir ein ‚like‘ geschickt?“, &#8222;Wer hat eine Kontaktanfrage gesendet?&#8220;, &#8222;Wer hat mich eingeladen?&#8220; usw. </em></p>
<p><em>Plötzlich gibt es volle Hände zu tun und davor gab es nur langweiliges Lernen!</em></p>
<p><em> </em><em>In diesem Fall wurde die Lernmotivation nicht durch das Hinauszögern ersetzt, sondern ein Teil des Gehirns, den ich als „niederes Wesen“ benannt habe, übernahm die Kontrolle über die Person. Dadurch verließ die Person ihre zivilisierte Existenz und ersetzte sie durch das spontane, instinktive Verhalten (oder wie manche dies als ‚eigene Intuition‘ nennen). Auf diese Art schrieb die betreffende Person dem eigenen niederen Wesen eine gewisse zweckmäßige Weisheit zu.</em></p>
<p><em> </em><em>Denn, die Intuition ist etwas Gutes&#8230;.</em></p>
<p><em> </em><em>&#8230;es sei denn, die Intuition wird durch das kontraintuitive Denken überprüft, was einem jedoch nicht leicht fällt. Die meisten Menschen neigen eher zum Glauben als zum aktiven, UNVOREINGENOMMENEN Denken. Stellt euch vor, ihr habt sechs Likes entdeckt und ihr antwortet sofort mit Liking, statt euch zuerst zu fragen, weswegen jemand euch dieses Like schickt. Vielleicht möchte er euch mit irgendeiner Werbung ausnutzen, oder es gibt eine andere versteckte Absicht im Kern dieses Likes!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Laufe der evolutionären Entwicklung des Gehirns sind zunächst die Nervenzellen entstanden, die instinktiv auf äußere Reize reagierten, welches eine adaptive Funktion auf die Umstände hatte, in denen sich dieses Lebewesen befand. Später sind höhere Teile des Gehirns entstanden, und der Höchste ist der Teil, der es uns ermöglicht, das Wahrgenommene zu analysieren sowie unser eigenes Verhalten entsprechend unseren Wünschen zu planen.</p>
<p>Im Kern des höheren Wesens befindet sich die intrinsische (interne) Motivation, während  dem niederen Wesen die extrinsische (externe) Motivation eigen ist.</p>
<p>Wenn wir es zulassen, dass äußere Reize uns steuern, dann verraten wir unsere eigene Menschlichkeit, wir hören auf als denkende Lebewesen zu existieren, wir geben uns unseren Instinkten hin und werden zu dankbaren Manipulationsobjekten. Dies ist gleichzeitig der Weg in ein Leben, das als ‚Couch-Kartoffel‘ bezeichnet wird, der ultimative Ausdruck der Komfortzone. Daraus entsteht dann Angst davor, dass sogar die Komfortzone gefährdet werden könnte. Ist die Angst bereits entstanden, weist sie darauf hin, dass die Person sich dadurch versklavt hat. Diejenigen, die Angst haben, glauben, dass sie etwas zu verlieren haben. Andere, die die Angst überwunden haben, werden sich mutig dem Verlust aussetzen, den sie nicht verhindern können.</p>
<p>Wie lässt sich Hinauszögern als dysfunktionales Verhalten überwinden?</p>
<p>Indem man sich einfach auf die Ebene höherer Wesen hochhebt! Statt nach den Wegen zur Neutralisierung der Langeweile zu suchen, die sich als ‚unerträglich‘ äußert, erkennen wir dieses Gefühl so wie es tatsächlich ist und ersetzen es durch das zielgerichtete Handeln. Im obigen Beispiel würde es bedeuten, dass man sich bewusst entscheidet, mit dem Lernen fortzusetzen, auch dann, wenn der Lernstoff einem bekannt vorkommt. Man möge es sich selbst beweisen, den Lernstoff zu kennen, indem man nacherzählt, was einem vertraut erscheint!</p>
<p>Natürlich gibt es Momente im Leben, in denen es wünschenswert ist, sich den Instinkten hinzugeben, und diese Momente habe ich als ‚den kontrollierten Wahnsinn‘ bezeichnet. Nur wenn wir sie im Voraus geplant und als Mußezeit bezeichnet haben, können solche Momente uns bewegen, inspirieren, uns begeistern und großartige ästhetische Erlebnisse  bringen. Achtet nur darauf, dass der kontrollierte Wahnsinn nicht zur Art und Weise der Selbstsabotage wird!</p>
<p>Herzlich</p>
<p>Euer Meister</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Mein Meister und ICH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Juen Xian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 May 2021 17:51:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditationsschüler]]></category>
		<category><![CDATA[Meister]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach ein paar Dutzend Begegnungen mit meinem Meister Dhaly Charma, hatte ich den Eindruck, dass ich ihn gut kannte und dann passierte etwas Seltsames. Wir saßen an einem Herbstabend am Fuße des Westhanges am Berg Učka und zündeten ein Lagerfeuer an. Dhaly begann das Gespräch:&#160;„Erinnerst du dich an unser zweites Treffen, als ich dich vor [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-text-align-left">Nach ein paar Dutzend Begegnungen mit meinem Meister Dhaly Charma, hatte ich den Eindruck, dass ich ihn gut kannte und dann passierte etwas Seltsames. Wir saßen an einem Herbstabend am Fuße des Westhanges am Berg Učka und zündeten ein Lagerfeuer an.</p>



<p class="has-text-align-left">Dhaly begann das Gespräch:<em>&nbsp;„Erinnerst du dich an unser zweites Treffen, als ich dich vor die endgültige Wahl stellte, die Entscheidung zu treffen, die Lehre von mir zu übernehmen und mein Schüler zu werden oder dieses Treffen zu vergessen?“</em></p>



<p class="has-text-align-left">„<em>Natürlich erinnere ich mich an jedes Wort.</em>“</p>



<p class="has-text-align-left"><em>„Du hast mich gefragt, wie du dich bei mir für die Übertragung des Wissens bedanken kannst, und dann sagte ich zu dir, du würdest schon den Wag dazu finden. Jetzt, wo es schon fast gewiss ist, dass du die Rolle des Linienhalters dieser edlen Linie übernehmen wirst, möchte ich dir über die Wohltätigkeit und Wohltäter erzählen. In der Geschichte dieser Lehre gab es viele ihnen, sowohl unter den Schülern als auch unter den Meistern. Seit Anbeginn der Zeit hat man vom Meister nicht erwartet, sich irgendwo anstellen zu lassen und seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Um den Meister kümmerten sich seine Schüler und Gönner. Mit der Einführung des Geldes als Handelsinstrument änderte sich alles und insbesondere wurden einige menschliche Werte devalviert. Da Menschen verderbliche Ware sind, wurde die Güte durch persönliches Interesse ersetzt. Während sich in der Vergangenheit jeder mit der Gemeinschaft identifizierte, zu der er gehörte (Familie, Stamm oder Siedlung), verwenden die Menschen jetzt das Wort ‚ich‘ und drücken damit die Größe ihres eigenen Egos aus. Früher sagten sie ‚wir‘, worunter die Verantwortung für alle zu verstehen war, während die Menschen jetzt voneinander entfremdet sind und dabei oft nicht einmal die Verantwortung für ihre Allernächsten verspüren. Da das ultimative Ziel jeder persönlichen Entwicklung darin besteht, die Wege zur Erreichung des Zustandes des reinen Geistes zu meistern, wirst du heute von mir eine meditative Aufgabe bekommen, die dich zum reinen Geist führen wird. Die Frage, die du versuchen wirst zu beantworten, und zwar mit allen Kräften, schonungslos und leidenschaftlich, lautet: Wie kann man von einem unreinen zu einem reinen Geist gelangen?</em>“</p>



<p class="has-text-align-left">Als ich die Frage hörte, dachte ich: &#8222;<em>ICH kann es schaffen.</em>&#8220; Im Laufe der nächsten sechs Jahre berichtete ich meinem Meister regelmäßig alle drei Monate, welche Entdeckungen ich gemacht hatte, in der Hoffnung, dass er eine der Antworten akzeptieren wird. In den ersten zwei Jahren wuchs in mir die Begeisterung und in mir loderte das Feuer der Sehnsucht nach einer Lösung. Jedoch bewegte ich mich nicht von der Stelle und wie jedes Feuer allmählich, so fing auch meines nach zwei Jahren an nachzulassen und zu verlöschen. In den nachfolgenden zwei Jahren begriff ich, dass mein ICH ausbrannte und als Folge des Misserfolges wurde das ICH durch Verzweiflung ersetzt. „Gibt es überhaupt eine Lösung, oder ist es nur die Art und Weise den eigenen Geist zu schärfen?“, fragte ich mich. Mir wurde klar, dass mein ICH sich in vielen getarnten Ausgaben meldete, sowohl in meinen Verhältnissen zu meinem Meister als auch zu allen anderen Wesen und Dingen, die ich mochte und nicht mochte. Ich traf die Entscheidung, einen ‚Waffenstillstand‘ mit meinem ICH zu schließen. Wenn ich nicht in der Lage bin, auf mein ICH zu verzichten, dann sollte ich mich daran nicht stören lassen. Ich erlaubte ihm, wild zu laufen und sich auf alle möglichen Arten zu äußern. Ich wurde hochmütig und stolz und fing an, mein, den anderen vermeintlich überlegenes Wissen zu genießen. Dadurch machte ich mir mein eigenes ICH sichtbar. Am Ende dieser zwei Jahre erlosch jedoch der Wunsch mich mit meinem Ego zu identifizieren. Es war, als wäre ich jemand anderes geworden, eine Leere ohne Identität. Danach begann die Reifungsphase. Melancholie und Resignation überwältigten mich, Monat für Monat schlug ich mich durchs Leben. Ich konnte keine zufriedenstellende Lösung für meinen Meister finden. Ich begann zu glauben, dass diese großartigen Einsichten, die er ablehnte, sowieso für mich nie mehr zu erlangen wären. Ich wurde apathisch, nur aus Pflichtgefühl und mit einem unbezwingbaren Willen meditierte ich trotzdem weiter zu dem Thema des Weges vom unreinen zum reinen Geist.</p>



<p class="has-text-align-left">Eines Tages, nachdem ich sechs Jahre über den Weg nachgedacht hatte, bot ich meinem Meister fast ängstlich eine lakonische Antwort an: „<em>Die Lösung besteht im Geben!</em>“</p>



<p class="has-text-align-left">Dhaly zuckte, wie vom Blitz getroffen und sagte: „<em>Wie meinst du es?</em>“</p>



<p class="has-text-align-left">„<em>Unreinheit wird mit noch mehr Unreinheit gereinigt, die Krankheit wird mit Gift behandelt und der Geist mit eigenem Schmerz, der durch das Geben verursacht wird. Erst wenn das Geben den Schmerz erzeugt, konfrontieren wir uns mit unserem wahren Ego und sind erst dann bereit, dieses ICH durch WIR zu ersetzen, mein Meister. So habe ich auch beschlossen, mich um dich und all diejenigen zu kümmern, die mich brauchen, denn dann habe ich nichts zu verlieren.</em>&#8222;</p>



<p class="has-text-align-left">Der Meister akzeptierte die Antwort bedingt, indem er sagte: „<em>Ich werde dich beobachten, weil ich immer noch nicht weiß, ob dies nur dein kognitives Konstrukt ist oder die echte Transformation zum reinen Geist.“</em></p>



<p class="has-text-align-left">Er beobachtete mich die nächsten 19 Jahre. Ich besuchte ihn zuletzt im November 1999 in Kathmandu und gab ihm den letzten Bericht über die Lehre und UNS. Er sagte zu all dem: „<em>Jetzt kann ich ruhig gehen!</em>“</p>



<p class="has-text-align-left">Während ich von innen beobachtete, wie sich die Veränderung vollzog, wurde mir nach diesen 19 Jahren alles klar.</p>



<p class="has-text-align-left"><strong>In der ersten Phase machte der Meister mein Ego sichtbar.</strong></p>



<p class="has-text-align-left"><strong>In der zweiten <strong>Phase</strong></strong> <strong>sah ich mein getarntes Ego.</strong></p>



<p class="has-text-align-left"><strong>In der dritten <strong>Phase</strong></strong> <strong>erkannte ich, dass die Lösung im Geben sei. Als das Geben zum Ego wurde, wurde ich frei, denn niemand kann mir jetzt noch etwas wegnehmen.</strong></p>



<p class="has-text-align-left">Noch etwas sagte mir mein Meister: „<em>Der Weg eines Meisters ist schwieriger als der Weg zur Meisterschaft.“</em></p>



<p class="has-text-align-left">Damals glaubte ich ihm nicht, aber jetzt weiß ich, dass es wahr ist: Der Meister wird von allerlei Schmutz seiner Schüler ‚verschmutzt‘ und weiß nie im Voraus, ob er den Weg der Meisterschaft für jeden Einzelnen zurücklegen wird. Der Weg vom Schlamm zu den himmlischen Höhen ist für jeden einzigartig und es bleibt mir nur übrig zu beobachten, wie die Schüler stolpern und hinfallen. Obwohl ich weiß, dass mein Rat ihnen helfen würde, würden sie ihm nicht folgen, weil sie denken würden (so wie ich damals), da spricht das Ego des Meisters!</p>



<p class="has-text-align-left">Für alle Unklarheiten und Fragen sprecht mich bitte offen an.</p>



<p class="has-text-align-left">Euer Meister</p>
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